Vaduz: Hochfinanz, Kultur und Alpenblick

Vaduz - Copyright Karsten-Thilo RaabTextauszug: Man nehme eine Prise Schweizer Bodenständigkeit, mische sie mit einer gehörigen Portion österreichischer Gemütlichkeit und garniere das Ganze mit einem Schloss, das majestätisch über den Dingen thront. Willkommen in Vaduz, der Hauptstadt des Fürstentums Liechtenstein. Keine Wolkenkratzer, keine hupenden Kolonnen, keine überbordende Geschäftigkeit. Die Kulisse: der Rhein, der sich gemächlich durchs Tal zieht, und darüber die mächtigen Alpen, die wie ein natürlicher Schutzwall wirken. Hier, im Herzen Liechtensteins, ist die Welt noch in einer Weise in Ordnung, die andernorts längst als Legende gilt. Während in anderen Metropolen die Rushhour den Puls in die Höhe treibt, ist die größte Verkehrsbehinderung in Vaduz höchstens eine Gruppe staunender Touristen, die versuchen, das herrschaftliche Schloss Vaduz so zu fotografieren, dass keine einzige Stromleitung das royale Panorama stört. Die Kapitale versprüht einer Atmosphäre, die eher an ein gepflegtes Dorf erinnert als an ein politisches Zentrum.

Thema: Streifzug durch Vaduz
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Steinplatte – Urzeitmeer im Hochgebirge

Steinplatte - Copyright Karsten-Thilo Raab (1)Textauszug: Am nordöstlichen Zipfel Tirols, dort, wo das Pillerseetal an die bayerische Grenze stößt, markiert die Steinplatte mit ihren 1.869 Metern Höhe einen Fixpunkt alpiner Naturgeschichte. Das gerade einmal 1.900 Einwohner zählende Dorf Waidring auf 778 Metern Seehöhe bildet mit seiner barocken Pfarrkirche, den gepflegten Bauernhöfen und der traditionellen Architektur den klassischen Talabschluss – ein Ort, der bäuerliche Kultur und alpine Gelassenheit ausstrahlt. Doch wer sich vom Ortskern aus in Richtung Gipfelmassiv bewegt, betritt eine Landschaft, die weit über regionale Bedeutung hinausreicht.

Thema: Europas einzige Trockenriff
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Novo mesto: Wo die Krka den Takt vorgibt

Textauszug: Das slowenische Novo mesto macht nichts Spektakuläres – und genau das macht es besonders. Schon bei der Ankunft fällt auf, wie unaufgeregt hier alles wirkt. Keine überfüllten Plätze, keine inszenierten Fotospots, keine Hektik. Pastellfarbene Fassaden lehnen sich aneinander, die Dächer schimmern in warmen Rottönen, dazwischen ragen Kirchtürme auf, und überall dieses satte Grün. Der Blick von der Kandijski-Brücke fällt auf die darunter fließende Krka und die Altstadt. Das Wasser des stadtbildprägenden Flusses schimmert je nach Licht in Türkis- und Grüntönen.

Thema: Noo mesto als offener Geheimtipp
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Kastav: Geheimtipp an der Kvarner Bucht

Kastav - Copyright Karsten-Thilo RaabTextauszug: Hoch über der Kvarner Bucht liegt Kastav wie ein gut gehütetes Geheimnis. Die 10.000-Seelen-Gemeinde, nur einen Steinwurf von Rijeka entfernt, wirkt auf den ersten Blick eher unscheinbar. Alte Steinhäuser schmiegen sich dicht aneinander, ihre Fassaden sind vom Zahn der Zeit geprägt: Fensterläden mit verblassten Farben, unregelmäßige Pflastersteine, ein Wirrwarr aus schmalen Gassen und kleine Plätze verleihen dem Örtchen auf 378 Metern über dem Meeresspiegel einen besonderen Charme. Der Weg in die Altstadt führt durch das im Jahre 1731 errichtete Stadttor Voltica. Hinter dem schmalen Zugang öffnet sich ein Labyrinth aus Kopfsteinpflaster, das sich in sanften Wellen über den Hügel legt.

Thema: Kastav als kroatisches Kleinod
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Passerschlucht: Wildes Wasser, stille Wege

Passerschlucht - Copyright Karsten-Thilo RaabTextauszug: Wer das Passeiertal durchquert, ahnt zunächst wenig von dem Naturschauspiel, das sich tief unterhalb der Straße zwischen St. Leonhard und Moos verbirgt. Autos gleiten vorbei, Kühe stehen auf sattgrünen Wiesen, und nichts deutet darauf hin, dass sich nur wenige Meter tiefer eine der eindrucksvollsten Schluchten Südtirols befindet. Dort hat sich die Passer über Jahrtausende ihren Weg durch hartes Gestein gefräst – ein Prozess, der nach dem Ende der letzten Eiszeit vor rund 12.000 Jahren an Dynamik gewann, als Schmelzwasser und Geröll unaufhaltsam talwärts drängten. Entstanden ist eine enge, tiefe Schlucht, die heute über kühne Stahlkonstruktionen und schmale Steige für Wanderer zugänglich ist.

Thema: Wandern ind er Passerschlucht
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Londoner Kuriosum: Der Eisbär in der Themse

Tower of London - Copyright Karsten-Thilo RaabTextauszug: Die Legende nach droht das Vereinigte Königreich bekanntlich unterzugehen, sollten im Tower of London keine Raben mehr leben. Im Spagat zwischen Aberglauben und Tradition werden daher die schwarzen Vögel seit Jahr und Tag nicht nur gezüchtet, sondern auch liebevoll umsorgt. Zudem werden den Raben die Flügel gestutzt. Sicher ist sicher. Doch dies ist nicht der einzige tierische Mythos, von dem die Festungsanlage am Ufer der Themse bis heute umgeben ist. Im Jahr 1252 erreichte den englischen Hof ein diplomatisches Präsent, das selbst in der prachtvollen Welt mittelalterlicher Herrscher herausragte.

Thema: Kuriose Tiergeschichten aus dem Tower
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Crossness – die Kathedrale des Abwassers

Crossness Pumping StationTextauszug: Im Osten von London verbirgt sich ein Palast, der niemals für Könige gebaut wurde, sondern für den Unrat einer rasant wachsenden Weltmetropole. Wer die Crossness Pumping Station betritt, wähnt sich eher in einer farbenprächtigen orthodoxen Kirche oder einem opulenten Opernhaus als in einer ehemaligen Abwasserpumpstation. Es ist das Jahr 1865, als der visionäre Ingenieur Joseph Bazalgette dieses Meisterwerk der viktorianischen Ingenieurskunst eröffnet, um London vor dem „Großen Gestank“, dem „Great Stink“, und den tödlichen Choleraepidemien zu retten.

Thema: Faszination Industriekultur in London
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