Textauszug: Direkt an der Grenze zu Österreich liegt mit Füssen eine der beliebtesten Destinationen des Allgäus. Die historische Altstadt, die weltberühmten Königsschlösser und die zahlreichen Seen der Region sind die Pfunde, mit denen die höchstgelegene Stadt Bayerns wuchern kann. Enge Gassen, farbenprächtige Bürgerhäuser, kunstvolle Lüftlmalerei und mittelalterliche Gebäude verleihen der 15.000-Seelen-Gemeinde zusammen mit den vielen kleinen Ladenlokalen und traditionellen Gasthäuser einen unverwechselbaren Charakter.
Thema: Bayers höchstgelegen Stadt
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Textauszug: Wer durch das Jakobervorstadt in Augsburg schlendert, ahnt zunächst kaum, dass sich hinter einer eher schlichten Pforte eine kleine Welt mit ganz eigenen Regeln verbirgt. Schmale Straßen, sorgfältig gepflegte Gärten, ockergelbe Häuser und grüne Fensterläden verleihen der Fuggerei den Charakter eines idyllischen Dorfes. Dabei handelt es sich, trotz des erhobenen Eintrittsgeldes, keineswegs um ein Freilichtmuseum, sondern um eine lebendige Wohnsiedlung, in der bis heute Menschen ihren Alltag verbringen. Die Ursprünge der Fuggerei reichen bis ins Jahr 1521 zurück. Gestiftet wurde sie von Jakob Fugger den Reichen, dem legendären Kaufmann, Bankier und Unternehmer, dessen Handelsimperium im Europa der Renaissance seinesgleichen suchte.
Textauszug: Zwischen weißer Bäderarchitektur, kilometerlangem Sandstrand und der Ostseeküste entfaltet sich in Sellin eine Kulisse, die seit mehr als 100 Jahren Erholungssuchende anzieht. Der traditionsreiche Badeort im Südosten von Rügen begeistert mit seiner Mischung aus Natur, Kultur und maritimer Lebensart. Das Ortsbild wird von prächtigen Villen geprägt, deren filigrane Balkone, Erker und Veranden an die große Zeit der Kaiserbäder erinnern. Derweil gilt die Wilhelmstraße als eine der schönsten Straßen Rügens. Cafés, kleine Boutiquen und Restaurants säumen die Flaniermeile, die direkt auf das Wahrzeichen des Ortes zu führt – die berühmte Selliner Seebrücke.
Textauszug: Das Geräusch der sanft brechenden Wellen mischt sich mit dem fernen Rufen exotischer Vögel, während der Blick über puderweichen, blendend weißen Sand schweift. Die besondere Magie von Tulum, gelegen an der Ostküste der mexikanischen Halbinsel Yucatán im Bundesstaat Quintana Roo, liegt in der Schönheit der Karibik einerseits und einer außergewöhnlichen historischen Kulisse andererseits. Das intensive Türkis des Meeres kontrastiert mit den hellen Kalksteinfelsen, auf denen sich die berühmten Maya-Ruinen erheben. Davor ziehen sich kilometerlange Sandstrände entlang der Riviera Maya, gesäumt von Kokospalmen und tropischer Vegetation.
Textauszug: Still und beinahe entrückt liegt der Formarinsee in den Lechtaler Alpen. Die umliegenden Bergkämme spiegeln sich in der glatten Oberfläche. Unweit des Sees, der im Jahre 2025 zum „schönsten Platz in Österreich“ gekürt wurde, tritt das Wasser aus den Felsen hervor, sickert durch Geröllfelder, sammelt sich zwischen Alpenrosen und Edelweiß und formt ein Rinnsal, das bald einen Namen tragen wird: Lech. Auf 1.793 Metern Höhe beginnt hier die Geschichte eines der letzten weitgehend ungezähmten Flüsse Europas. Mit gerade einmal sechs Grad Temperatur macht sich das Wasser auf eine 264 Kilometer lange Reise durch Österreich und Deutschland, bis es schließlich bei Marxheim in die Donau mündet.
Textauszug: Zwischen den Kanalinseln Jersey und Guernsey liegt Sark, ein winziger Flecken im Ärmelkanal. Nur rund 5,5 Quadratkilometer groß und von kaum mehr als 500 Menschen bewohnt. Autos sind hier tabu, asphaltierte Straßen gibt es nicht. Die Landschaft auf Sark lebt von Kontrasten: zerklüftete Klippen, smaragdgrüne Wiesen, enge Pfade, die sich an Felswänden entlangschlängeln, und Buchten, die nur bei Ebbe zugänglich sind. Besonders eindrucksvoll ist die Verbindung zwischen Great Sark und Little Sark über den schmalen, windgepeitschten Landbrücke La Coupée, der den Blick weit über das Meer öffnet und nicht von ungefähr zu den spektakulärsten Naturpassagen Europas zählt.
Textauszug: Nicht von ungefähr gilt das kleine Bois-du-Luc in der wallonischen Provinz Hennegau als eines der bedeutendsten Zeugnissen europäischer Industriekultur. Die ehemalige Steinkohlenzeche, deren Ursprünge bis ins Jahr 1685 zurückreichen, war fast drei Jahrhunderte bis 1973 in Betrieb und gehört damit zu den langlebigsten Bergbauanlagen des Kontinents. Backsteinfassaden, gepflasterte Wege und der prägnante Förderturm vermitteln noch heute ein nahezu unverändertes Bild jener Epoche, in der Kohle als Motor der Industrialisierung galt.
Textauszug: Die Region Kunene im Nordwesten von Namibia, lange unter dem Namen Kaokoland bekannt, zählt zu den abgelegensten Landstrichen des afrikanischen Kontinents. Weniger als ein Mensch pro Quadratkilometer, Niederschläge von oft unter 100 Millimetern im Jahr und Temperaturen, die im Sommer regelmäßig über 40 Grad Celsius steigen, und Straßen, die oft nur als Spuren im Sand zu erahnen sind, kennzeichnen den kargen Landstrich. Dieser entpuppt sich als ein Mosaik aus ockerfarbenen Ebenen, schroffen Bergen und trockenen Flussbetten, die gelegentlich von extrem überlebensfähigen Pflanzen durchbrochen werden wie Flechten, dem Wüstenkohl, der an felsigen Hängen wächst, oder dem Köcherbaum, der das kostbare Wasser in seinem Stamm speichert.
Textauszug: Mitten in der sanften Hügellandschaft in der schottischen Grafschaft Stirlingshire ragt ein bizarres Meisterwerk aus dem Grün empor: Die 14 Meter hohe Dunmore Pineapple ist ein architektonisches Augenzwinkern aus dem 18. Jahrhundert, das die Ernsthaftigkeit der georgianischen Epoche mit einer gehörigen Portion Exotik bricht. John Murray, 4. Earl of Dunmore, ließ das Gartenhaus im Jahre 1761 zunächst als schlichte Orangerie errichten. Erst nach seiner Rückkehr aus Virginia, wo er als letzter königlicher Gouverneur amtierte, setzte er dem Bau 1777 die steinerne Krone auf – eine überdimensionale Ananas als architektonisches Andenken an seine Weltreise.
Textauszug: Im Nordwesten Namibias, wo das ausgetrocknete Bett des Hoanib-Flusses sich wie eine Lebensader durch eine der unwirtlichsten Landschaften der Erde zieht, flimmert die Luft in der unbarmherzigen Mittagshitze. Hier, zwischen schroffen Bergen und staubigen Wüstenbänken liegt die Heimat der Himba. Das halbnomadische Hirtenvolk trotzt der Moderne seit Jahr und Tag mit einer faszinierenden Mischung aus Stolz und Gelassenheit. Das Erste, was in der Weite der Wüste ins Auge fällt, ist die Farbe. Ein tiefes, warmes Rotbraun, das perfekt mit den umliegenden Felsen harmoniert. Es ist die Haut der Himba-Frauen, die intensiv im Sonnenlicht leuchtet. Zwei-, dreimal am Tag reiben sie ihren Körper mit „Otjize“ ein, einer feinen Mischung aus Ockerstaub und dem duftenden Harz des Omuvumba-Strauches.
Textauszug: Die Skelettküste Namibias ist ein Ort, der seit Jahrhunderten gleichermaßen Ehrfurcht und Furcht hervorruft. Der Name stammt nicht von ungefähr: Schiffswracks, Walknochen, zehn, zwölf Meter hohe Wellen und die Geschichten gestrandeter Seeleute prägen die Legenden dieses Küstenabschnitts. Der Atlantik trifft hier auf die Hitze der Namib-Wüste, erzeugt dichten Nebel und unberechenbare Strömungen. Im Laufe der Jahrhunderte sind mehr als tausend Schiffe gestrandet – zuletzt im Jahre 2018. Für Seefahrer war und ist dieser unwirtliche Küstenstreifen, der zu den am strengsten geschützten Gebieten Namibias gehört, ein absoluter Albtraum.