Textauszug: Die Sonne brennt erbarmungslos auf den glänzenden Lack des 70 Jahre alten MGA, während sich das schmale Asphaltband in schier endlosen Windungen am Ufer des Douro entlangfrisst. Es ist eine Landschaft, die aussieht, als hätte ein Riese sie aus Schiefer und Granit geformt. Hier, im ältesten abgegrenzten Weinbaugebiet der Welt, ist der Rhythmus der Zeit ein anderer, langsamerer, der perfekt zur mechanischen Direktheit eines Oldtimers passt. Wenn der Motor im Leerlauf zufrieden vor sich hin brabbelt und der Duft von Benzin sich mit dem Aroma von Pinien und reifen Trauben vermischt, wird die Fahrt durch Nordportugal zu einer sinnlichen Zeitreise, bei der der Weg das eigentliche Ziel darstellt.
Thema: Oldtimer-Tour durch Nord-Portugal
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Textauszug: Die Gassen von Porto sind ein Geflecht aus steilen Treppen, abgewetzten Stufen und verwunschenen Durchgängen, oft gepflastert mit glänzenden calçada-Steinen, die im Sonnenlicht funkeln. Zwischen Azulejo Hauswänden und barocken Kirchenfassaden hängen Wäscheleinen wie bunte Girlanden, und aus winzigen Tavernen dringt der Duft von frisch gegrilltem Fisch, während unten der Douro wie seit Jahrhunderten seinen gemächlichen Weg zur Atlantikküste sucht. Doch wer den Blick über das glitzernde Wasser schweifen lässt, hinüber zum Südufer nach Vila Nova de Gaia, entdeckt eine neue Dimension der Gastfreundschaft, die das historische Erbe der Region mit modernem Luxus verwebt: Das Fünf-Sterne-Hotel Forte de Gaia.
Textauszug: Man nehme eine Prise Schweizer Bodenständigkeit, mische sie mit einer gehörigen Portion österreichischer Gemütlichkeit und garniere das Ganze mit einem Schloss, das majestätisch über den Dingen thront. Willkommen in Vaduz, der Hauptstadt des Fürstentums Liechtenstein. Keine Wolkenkratzer, keine hupenden Kolonnen, keine überbordende Geschäftigkeit. Die Kulisse: der Rhein, der sich gemächlich durchs Tal zieht, und darüber die mächtigen Alpen, die wie ein natürlicher Schutzwall wirken. Hier, im Herzen Liechtensteins, ist die Welt noch in einer Weise in Ordnung, die andernorts längst als Legende gilt. Während in anderen Metropolen die Rushhour den Puls in die Höhe treibt, ist die größte Verkehrsbehinderung in Vaduz höchstens eine Gruppe staunender Touristen, die versuchen, das herrschaftliche Schloss Vaduz so zu fotografieren, dass keine einzige Stromleitung das royale Panorama stört. Die Kapitale versprüht einer Atmosphäre, die eher an ein gepflegtes Dorf erinnert als an ein politisches Zentrum.
Textauszug: Am nordöstlichen Zipfel Tirols, dort, wo das Pillerseetal an die bayerische Grenze stößt, markiert die Steinplatte mit ihren 1.869 Metern Höhe einen Fixpunkt alpiner Naturgeschichte. Das gerade einmal 1.900 Einwohner zählende Dorf Waidring auf 778 Metern Seehöhe bildet mit seiner barocken Pfarrkirche, den gepflegten Bauernhöfen und der traditionellen Architektur den klassischen Talabschluss – ein Ort, der bäuerliche Kultur und alpine Gelassenheit ausstrahlt. Doch wer sich vom Ortskern aus in Richtung Gipfelmassiv bewegt, betritt eine Landschaft, die weit über regionale Bedeutung hinausreicht.
Textauszug: Das slowenische Novo mesto macht nichts Spektakuläres – und genau das macht es besonders. Schon bei der Ankunft fällt auf, wie unaufgeregt hier alles wirkt. Keine überfüllten Plätze, keine inszenierten Fotospots, keine Hektik. Pastellfarbene Fassaden lehnen sich aneinander, die Dächer schimmern in warmen Rottönen, dazwischen ragen Kirchtürme auf, und überall dieses satte Grün. Der Blick von der Kandijski-Brücke fällt auf die darunter fließende Krka und die Altstadt. Das Wasser des stadtbildprägenden Flusses schimmert je nach Licht in Türkis- und Grüntönen.
Textauszug: Wer das Passeiertal durchquert, ahnt zunächst wenig von dem Naturschauspiel, das sich tief unterhalb der Straße zwischen St. Leonhard und Moos verbirgt. Autos gleiten vorbei, Kühe stehen auf sattgrünen Wiesen, und nichts deutet darauf hin, dass sich nur wenige Meter tiefer eine der eindrucksvollsten Schluchten Südtirols befindet. Dort hat sich die Passer über Jahrtausende ihren Weg durch hartes Gestein gefräst – ein Prozess, der nach dem Ende der letzten Eiszeit vor rund 12.000 Jahren an Dynamik gewann, als Schmelzwasser und Geröll unaufhaltsam talwärts drängten. Entstanden ist eine enge, tiefe Schlucht, die heute über kühne Stahlkonstruktionen und schmale Steige für Wanderer zugänglich ist.
Textauszug: Die Legende nach droht das Vereinigte Königreich bekanntlich unterzugehen, sollten im Tower of London keine Raben mehr leben. Im Spagat zwischen Aberglauben und Tradition werden daher die schwarzen Vögel seit Jahr und Tag nicht nur gezüchtet, sondern auch liebevoll umsorgt. Zudem werden den Raben die Flügel gestutzt. Sicher ist sicher. Doch dies ist nicht der einzige tierische Mythos, von dem die Festungsanlage am Ufer der Themse bis heute umgeben ist. Im Jahr 1252 erreichte den englischen Hof ein diplomatisches Präsent, das selbst in der prachtvollen Welt mittelalterlicher Herrscher herausragte.