Textauszug: Mallorca kann Sonne, Strand und türkisblaues Meer. Aber die Insel kann auch dunkel, kühl und dramatisch. Wer bei Porto Cristo die Cuevas del Drach, die Drachenhöhlen, betritt, tauscht mediterranes Licht gegen eine unterirdische Kathedrale aus Kalkstein. Statt Palmen wachsen hier Stalaktiten von der Decke, hallen Wassertropfen durch die Finsternis und am Ende der Erkundungstour wartet ein See, auf dem Musiker auftauchen. Mehrere miteinander verbundene Kammern – darunter die Cova Negra, Cova Blanca, Cova de Lluis Salvador und Cova dels Francesos – verbinden sich hier zu einem faszinierenden Höhlensystem.
Thema: Höhlenwelt von Porto Cristo
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Textauszug: Die Straße windet sich durch die Serra de Tramuntana, Kurve um Kurve, vorbei an Olivenhainen, steinernen Mauern und Hängen. Dann taucht das 1.500-Seelen-Nest Valldemossa auf, dessen Häuser kleben förmlich an den Hängen zu kleben scheinen. Schmale, kopfsteingepflasterte Gassen steigen zum Teil steil an, grüne Fensterläden setzen Farbakzente in die sandfarbenen Fassaden. Manche Gassen sind kaum schulterbreit. Treppen ersetzen Straßen, und hinter manchen Mauern öffnen sich unvermutet kleine, liebevoll angelegte Gärten.
Textauszug: Unten zieht die Jagst gemächlich ihre Schleifen durch Wiesen und Felder, oben knarren alte Türen, führen Treppen durch Jahrhunderte und wartet ein Hotel, das mit dem klassischen Bild einer fürstlichen Behausung erfreulich wenig anfangen kann: das Biohotel Schloss Kirchberg. Wer hier zum ersten Mal aus dem Fenster schaut, könnte kurz vergessen, in welchem Jahrhundert er gerade lebt. Tief unten schlängelt sich die Jagst durch die Hohenloher Landschaft, gegenüber liegen Wälder und Felder. Hier wird nicht nur in historischen Mauern übernachtet.
Textauszug: Hoch über dem Jagsttal thront Langenburg als kleinste Stadt des Landkreises Schwäbisch Hall auf einem weithin sichtbaren Bergsporn. Die historische Altstadt, deren Ursprünge bis ins Mittelalter zurückreichen, besticht durch verwinkelte Gassen und Fachwerkromantik gepaart mit einer charmanten Kleinstadtidylle. Immer wieder öffnet sich von der Hochebene der Blick weit über das Jagsttal und die Hohenloher Landschaft. Bestimmt wird das Panorama von bewaldeten Hänge, Wiesen, Felder und der Jagst, die sich tief unten durch das Tals schlängelt.
Textauszug: Direkt an der Grenze zu Österreich liegt mit Füssen eine der beliebtesten Destinationen des Allgäus. Die historische Altstadt, die weltberühmten Königsschlösser und die zahlreichen Seen der Region sind die Pfunde, mit denen die höchstgelegene Stadt Bayerns wuchern kann. Enge Gassen, farbenprächtige Bürgerhäuser, kunstvolle Lüftlmalerei und mittelalterliche Gebäude verleihen der 15.000-Seelen-Gemeinde zusammen mit den vielen kleinen Ladenlokalen und traditionellen Gasthäuser einen unverwechselbaren Charakter.
Textauszug: Wer durch das Jakobervorstadt in Augsburg schlendert, ahnt zunächst kaum, dass sich hinter einer eher schlichten Pforte eine kleine Welt mit ganz eigenen Regeln verbirgt. Schmale Straßen, sorgfältig gepflegte Gärten, ockergelbe Häuser und grüne Fensterläden verleihen der Fuggerei den Charakter eines idyllischen Dorfes. Dabei handelt es sich, trotz des erhobenen Eintrittsgeldes, keineswegs um ein Freilichtmuseum, sondern um eine lebendige Wohnsiedlung, in der bis heute Menschen ihren Alltag verbringen. Die Ursprünge der Fuggerei reichen bis ins Jahr 1521 zurück. Gestiftet wurde sie von Jakob Fugger den Reichen, dem legendären Kaufmann, Bankier und Unternehmer, dessen Handelsimperium im Europa der Renaissance seinesgleichen suchte.
Textauszug: Zwischen weißer Bäderarchitektur, kilometerlangem Sandstrand und der Ostseeküste entfaltet sich in Sellin eine Kulisse, die seit mehr als 100 Jahren Erholungssuchende anzieht. Der traditionsreiche Badeort im Südosten von Rügen begeistert mit seiner Mischung aus Natur, Kultur und maritimer Lebensart. Das Ortsbild wird von prächtigen Villen geprägt, deren filigrane Balkone, Erker und Veranden an die große Zeit der Kaiserbäder erinnern. Derweil gilt die Wilhelmstraße als eine der schönsten Straßen Rügens. Cafés, kleine Boutiquen und Restaurants säumen die Flaniermeile, die direkt auf das Wahrzeichen des Ortes zu führt – die berühmte Selliner Seebrücke.
Textauszug: Das Geräusch der sanft brechenden Wellen mischt sich mit dem fernen Rufen exotischer Vögel, während der Blick über puderweichen, blendend weißen Sand schweift. Die besondere Magie von Tulum, gelegen an der Ostküste der mexikanischen Halbinsel Yucatán im Bundesstaat Quintana Roo, liegt in der Schönheit der Karibik einerseits und einer außergewöhnlichen historischen Kulisse andererseits. Das intensive Türkis des Meeres kontrastiert mit den hellen Kalksteinfelsen, auf denen sich die berühmten Maya-Ruinen erheben. Davor ziehen sich kilometerlange Sandstrände entlang der Riviera Maya, gesäumt von Kokospalmen und tropischer Vegetation.
Textauszug: Still und beinahe entrückt liegt der Formarinsee in den Lechtaler Alpen. Die umliegenden Bergkämme spiegeln sich in der glatten Oberfläche. Unweit des Sees, der im Jahre 2025 zum „schönsten Platz in Österreich“ gekürt wurde, tritt das Wasser aus den Felsen hervor, sickert durch Geröllfelder, sammelt sich zwischen Alpenrosen und Edelweiß und formt ein Rinnsal, das bald einen Namen tragen wird: Lech. Auf 1.793 Metern Höhe beginnt hier die Geschichte eines der letzten weitgehend ungezähmten Flüsse Europas. Mit gerade einmal sechs Grad Temperatur macht sich das Wasser auf eine 264 Kilometer lange Reise durch Österreich und Deutschland, bis es schließlich bei Marxheim in die Donau mündet.
Textauszug: Zwischen den Kanalinseln Jersey und Guernsey liegt Sark, ein winziger Flecken im Ärmelkanal. Nur rund 5,5 Quadratkilometer groß und von kaum mehr als 500 Menschen bewohnt. Autos sind hier tabu, asphaltierte Straßen gibt es nicht. Die Landschaft auf Sark lebt von Kontrasten: zerklüftete Klippen, smaragdgrüne Wiesen, enge Pfade, die sich an Felswänden entlangschlängeln, und Buchten, die nur bei Ebbe zugänglich sind. Besonders eindrucksvoll ist die Verbindung zwischen Great Sark und Little Sark über den schmalen, windgepeitschten Landbrücke La Coupée, der den Blick weit über das Meer öffnet und nicht von ungefähr zu den spektakulärsten Naturpassagen Europas zählt.
Textauszug: Nicht von ungefähr gilt das kleine Bois-du-Luc in der wallonischen Provinz Hennegau als eines der bedeutendsten Zeugnissen europäischer Industriekultur. Die ehemalige Steinkohlenzeche, deren Ursprünge bis ins Jahr 1685 zurückreichen, war fast drei Jahrhunderte bis 1973 in Betrieb und gehört damit zu den langlebigsten Bergbauanlagen des Kontinents. Backsteinfassaden, gepflasterte Wege und der prägnante Förderturm vermitteln noch heute ein nahezu unverändertes Bild jener Epoche, in der Kohle als Motor der Industrialisierung galt.