Das Lüttich des Georges Simenon

SimenonTextauszug: Da mag sich das Hirn noch durch Motive, Mordwaffen und Milieus gewühlt haben – wenn die Knie Richtung Schreibmaschine zu wandern begannen, gab es bald darauf Tote. Wie viele Menschen das Knie von Georges Simenon (1903-1989) Knie auf dem Gewissen haben, lässt sich nur schätzen. Mehr als 400 Romane hat er geschrieben, für manche benötigte er nicht einmal zwei Wochen. Bis heute sind weltweit gut 500 Millionen Exemplare seiner Bücher verkauft. 55 seiner Werke wurden verfilmt. Mit der Figur des Pariser Kommissars Maigret stieg der belgische Vielschreiber schon zu Lebzeiten in den Olymp der Krimiautoren auf. Das Gedenken an den wohl bedeutendsten Literaturexport des benachbarten Belgiens wird in seiner Geburtsstadt Lüttich auf mannigfaltige Art und Weise aufrechterhalten.

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Thema: Auf den Spuren des Maigret-Schöpfers durch Lüttich
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Fondue-Genuss hinterm Kutscherbock

Kutschen-Fondue - Copyright Karsten-Thilo RaabTextauszug: Der Kutscher kennt für gewöhnlich den Weg. Dies gilt ganz sicher auch für Claude Jäggi. Doch das wird für die nächsten gut zweieinhalb Stunden zur Nebensache. Ebenso wie die traumhafte Landschaft des Kanton Waadt an den Gestaden des Lac de Neuchâtel, des Neuenburgersees. Dabei ist dieser Teil der Schweiz überaus faszinierend – geprägt von einem weiten Tal mit sanften Bergen sowie urigen Dörfern und einladenden Almen. Gemütlich trotten Beauty und Piana im immer gleichen Tempo dahin. Kaum einer würdigt die stolze Rössern eine Blickes, während die Kutsche über schmale Pfade zwischen den ausgedehnten Weinbergen rollt.

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Thema: Kutschen-Fondue im Kanton Waadt
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Le Chalottet – Rösti-Genuss auf der Alpe

Le Chalottet - Copyright Karsten-Thilo Raab (3)Textauszug: Das kostenlose Kuhglockenkonzert ist eines der nicht zu überhörenden Markenzeichen. Zumindest von Juni bis September, wenn die Wiederkäuer rund um die Alpe das saftig grüne Gras auf 1.198 Metern hoch über dem Vallee de Joux im schweizerischen Kanton Waadt genießen. Die glücklichen Kühe freuen sich über Platz satt und weiden gemütlich rund um den auf einem Hügel liegenden, offenen Geheimtipp. Auch in der Alpe selber ist die Nähe zu den muhenden Milchspendern allgegenwärtig. Milchkannen umrahmen dekorativ die Fenster, während unter der Dachrinne unzählige Kuhglocken in verschiedenen Größen und verschieden gestalteten Halsbändern baumeln. Der Restaurantbereich besteht aus umgebauten Stallungen mit dicken Holzbalken und -trägern, die gleichzeitig als dekorative Raumteiler dienen.

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Thema: Einkehrtipp im Kanton Waadt
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Bulgariens Südwesten: Klöster, Wein und heiße Quellen

Bulgarien - Rila-Kloster - Copyright Karsten-Thilo RaabTextauszug: Sanfte Hügel, hoch aufragende Berge, ausgedehnte Felder und Weinberge, soweit das Auge reicht, prägen die Landschaft im Südwesten Bulgariens. Ein wenig scheint in den kleinen, verträumten Dörfern die Zeit still zu stehen. Hier und da rekeln sich Hunde verschlafen im Halbschatten der Bäume. Männer und Frauen ackern auf den Feldern und Wiesen. Die Straßen sind meist wie leergefegt. Nicht wenige Häuser sind in einem eher mäßigen Zustand. Der Putz bröckelt hier und da von den Wänden und verleiht der ländlichen Idylle einen ureigenen Charme. Immer wieder finden sich auch verlassene oder halb zerfallene Häuser. Wohlstand sind definitiv anders aus. Doch all dies tut der Aufgeschlossenheit und großen Gastfreundschaft keinen Abbruch.

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Thema: Rundreise durch Bulgariens Südwesten
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Vallée de Joux – im Tal der komplizierten Uhren

Vallée de Joux - Copyright Karsten-Thilo RaabTextauszug: In der Schweiz ticken die Uhren anders. Nicht langsamer, sondern präziser. So ist es kein Zufall, dass die Alpenrepublik als die Mutter aller Chronografen gilt. Insbesondere im Vallée de Joux im malerischen Kanton Waadt wissen die meisten der knapp 7.000 Einwohner im wahrsten Sinne des Wortes, was die Stunde geschlagen hat. Denn ihre Vorfahren waren es, die mit jahrhundertelanger Präzisionsarbeit den Grundstein für das hoch geschätzte Uhrmacherhandwerk im Herzen des Waadtländer Juras legten.  Nicht von ungefähr erhob die UNESCO im Jahre 2020 das Uhrmacherhandwerk im Vallée de Joux zum immateriellen Kulturerbe der Menschheit. Ein Ritterschlag, der das gerade einmal knapp 20 Kilometer lange und zwischen einem und fünf Kilometer breite Tal nicht nur auf die Reisekarte der Reichen, Schönen und Möchtegerne katapultierte.

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Thema: Welterbe Uhrenhandwerk im Waadtland
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Alltagsmenschen – Kunst im Vorbeigehen

Alltagsmenschen - Copyright Karsten-Thilo RaabTextauszug: Alltagsmenschen im ostwestfälischen Wiedenbrück immer wieder für kollektive Entzückung. Die meisten von ihnen scheinen einen Hang zum Adipösen zu haben; besitzen deutlich mehr Körperauswuchtungen als das Gros der Bewunderer. Dafür sind sie im Schnitt ein wenig größer als Otto-Normal-Verbraucher. Die Alltagsmenschen sind keine Super-Size-Modells, sondern dienen an mehr als zwei Dutzend Stellen in der von Fachwerkhäusern durchzogenen Innenstadt von Wiedenbrück als ungewöhnliche Blickfänge. Kaum einer, der ohne ein Lächeln im Gesicht an ihnen vorbeihuscht; kaum einer, der nicht das Handy für einen Schnappschuss oder ein Selfie mit den Kunstfiguren zückt.

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Thema: Alltagsmenschen in Wiedenbrück
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Moreni-Hotel – Kleinod im bulgarischen Vitosha-Gebirge

Moreni-Hotel - Copyright Karsten-Thilo Raab (12)Textauszug: Nicht von ungefähr gilt das Vitosha-Gebirge als das beliebteste Naherholungsgebiet der Sofioter. Keine zehn Kilometer vom Stadtzentrum der bulgarischen Hauptstadt Sofia entfernt liegen die ersten Ausläufer der Bergkette, die im Sommer zu Wander- und Klettertouren einlädt und im Winter ein beliebtes Skigebiet bildet. Höchster Punkt ist der 2.290 Meter hoch aufragende Cherni Vrah, der „schwarze Gipfel“. Ein Netz von Wanderwegen erschließt die bis in den Juni hinein zum Teil schneebedeckten Gipfel. Immer wieder geht es dabei an gewaltigen Felsbrocken aus der letzten Eiszeit vorbei.

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Thema: Gebirgshotel Moreni in Bulagrien
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Sofia – dem Hauch des Kommunismus auf der Spur

Sofia - Red Flat - Copyright Karsten-Thilo RaabTextauszug: Ein wenig unscheinbar duckt sich der Eingang zwischen einem Dessous-Geschäft und einem leerstehenden Ladenlokal in der Tsar Asen Straße in der bulgarischen Hauptstadt Sofia. Kein Schild, keine Klingel deutet daraufhin, dass sich in einer kleinen Wohnung im zweiten Stock die Tür zu einer Zeitreise in die sozialistische Vergangenheit Bulgariens öffnet. Erst seit dem Frühjahr 2019 befindet sich hier ein kleines, privates Museum zum Kommunismus in der Balkanrepublik. Das Red Flat präsentiert dabei eine typische Arbeiterwohnung aus jener Tagen. „Das kommunistische Zeitalter wird in Bulgarien weitgehend totgeschwiegen“, unterstreicht Museumsgründer Valeri Gyurov, dass in seiner Heimat der Geschichtsunterricht in der Schule im Jahre 1945 endet. Auch im sehenswerten Nationalmuseum in Sofia etwa endet die Ausstellung zur Geschichte des Landes nach dem Zweiten Weltkrieg. Die sozialistische Ära spielt hier keine Rolle. Genau dies wollen Valeri Gyurov und seine Mitstreiter ändern.

Textlänge: 5.385 Zeichen (zuzüglich Infoteil mit 1.744 Zeichen)
Thema: Red Flat als Museum des Kommunismus
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Hindu-Pracht am Datteln-Hamm-Kanal

Außenbereich des Sri Kamadchi Ampal Tempels in Hamm-Uentrop - Copyright Karsten-Thilo RaabTextauszug: Die Gläubigen verbeugen sich beim Betreten des Tempels mit zusammengefalteten Händen, um den Göttern Respekt und Dank zu erweisen. Mit dem tamilischen Gruß „Vanakkam“ heißt Siva Sri Arumugam Paskarankurukkal die Gäste im Sri Kamadchi Ampal Tempel, einem der wohl ungewöhnlichsten Bauten im westfälischen Hamm, willkommen. In dem prachtvollen Tempel residieren verschiedene Gottheiten. Es riecht nach fremdartigen Gewürzen und frischen Früchten. Ein für die meisten Europäer wohl völlig unverständlicher Sprechgesang des Priesters erklingt und lädt gleichzeitig dazu ein, am Rande des Ruhrgebiets in eine völlig unbekannte Welt abzutauchen.

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Thema: Besuch des Sri Kamadchi Ampal Tempel,
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Elba auf den Spuren von Napoleon

Textauszug: Zehn Monate verbrachte Napoleon im Exil auf der Mittelmeerinsel Elba. Zehn Monate, die genügten, um der drittgrößten italienischen Insel für immer einen Platz in den Geschichtsbüchern der Welt zu sichern. Der kleine Korse brachte das Archipel groß raus. Unter dem Exilkaiser erwachte Elba aus dem Dornröschenschlaf. Bonaparte sorgte dafür, dass die Insel ein gut funktionierendes Straßennetz erhielt, sorgte für den Bau von Brücken und Kanälen und ließe Sümpfe trockenlegen, um so eine breitgefächerte Landwirtschaft sowie den Weinbau zu ermöglichen. Napoleon ließ Eichen- und Esskastaniensetzlinge aus Korsika importieren und forstete Teile der Insel auf. Und auch sonst hat der wohl berühmteste Gast der Insel bis heute zahlreiche Spuren auf Elba hinterlassen.

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Thema: Streifzug über Elba
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Eine Dorfschmiede als Pilgerstätte der Liebenden

Gretna Green - Copyright Karsten-Thilo RaabTextauszug: Für ganze Generationen galt der Name als Synonym für Hoffnung, Freiheit und Unabhängigkeit, wurde im wahrsten Sinne des Wortes automatisch mit dem Tor zur trauten Zweisamkeit gleichgesetzt. Die Rede ist von Gretna Green, jenem beschaulichen kleinen Dorf im Südwesten Schottlands unweit der Grenze zu England, das zwischen 1754 und 1940 zur Pilgerstätte für junge Liebespärchen und Ausreißer wurde. Denn in der dortigen Dorfschmiede konnten sich aufgrund einer Lücke in der schottischen Rechtsprechung Minderjährige ohne das Wissen beziehungsweise die Zustimmung der Eltern das Jawort geben.

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