Textauszug: Im Nordwesten Namibias, wo das ausgetrocknete Bett des Hoanib-Flusses sich wie eine Lebensader durch eine der unwirtlichsten Landschaften der Erde zieht, flimmert die Luft in der unbarmherzigen Mittagshitze. Hier, zwischen schroffen Bergen und staubigen Wüstenbänken liegt die Heimat der Himba. Das halbnomadische Hirtenvolk trotzt der Moderne seit Jahr und Tag mit einer faszinierenden Mischung aus Stolz und Gelassenheit. Das Erste, was in der Weite der Wüste ins Auge fällt, ist die Farbe. Ein tiefes, warmes Rotbraun, das perfekt mit den umliegenden Felsen harmoniert. Es ist die Haut der Himba-Frauen, die intensiv im Sonnenlicht leuchtet. Zwei-, dreimal am Tag reiben sie ihren Körper mit „Otjize“ ein, einer feinen Mischung aus Ockerstaub und dem duftenden Harz des Omuvumba-Strauches.
Thema: Lebensweise der Himba in Namibia
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Textauszug: Obwohl Schottland hier ins endlosen Grau des Atlantiks überzugehen scheint, avanciert John O’Groats seit Jahr und Tag zu einem der großen Sehnsuchtsziele. Der fast legendäre nordöstlichste Punkt des britischen Festlands, zieht seit jeher Optimisten, Abenteurer und jene an, die das Gefühl suchen, am äußeren Rande der Zivilisation zu stehen. Wer am berühmten, weißen und millionenfach fotografierten Wegweiser steht, blickt unweigerlich auf die stürmische Meerenge des Pentland Firth. Die dortigen Gezeitenströme gehören zu den wildesten der Welt. Ein maritimes Nadelöhr, an dem sich Nordsee und Atlantik in einer ewigen, schäumenden Schlacht begegnen.
Textauszug: Nur wenige Fahrminuten vom geschäftigen Zentrum Windhoeks entfernt, am östlichen Stadtrand im Stadtteil Klein Windhoek gelegen, eröffnet sich mit dem Weinberg Windhoek Gondwana Collection Namibia eine bemerkenswert ruhige Anlage, die die zugleich zentral und abgeschieden wirkt. Das Boutique-Hotel ist Teil des Am Weinberg Estate, eines sorgfältig entwickelten Areals mit gastronomischen Einrichtungen wie dem beliebten Cape Town Fisk Market Restaurant, Einzelhandel und Wellnessangeboten, und liegt auf rund 1.650 Metern Höhe über dem Meeresspiegel, was für ein vergleichsweise mildes Klima sorgt, während der Blick bis zum Auas-Gebirge reicht, dessen höchste Erhebungen über 2.400 Meter erreichen.
Textauszug: Wer den Vigeland-Park im Westen der norwegischen Hauptstadt betritt, ahnt zunächst nicht, welche Wucht ihn kurz darauf gefangen nehmen wird. Unter dem oft wechselhaften Himmel Oslos entfaltet sich ein monumentales Lebenswerk: Auf einer Fläche von rund 32 Hektar präsentiert er mehr als 200 Skulpturen des Bildhauers Gustav Vigeland. Anders als klassische Skulpturenparks folgt die Anlage einem klaren künstlerischen Konzept: Sie inszeniert den menschlichen Lebenszyklus in all seinen Facetten – von der Geburt über die Liebe und etwaige Konflikte bis hin zu Alter und Tod.
Textauszug: Der Duft von frisch geröstetem Kaffee vermischt sich mit der würzigen Note von getrocknetem Wildfleisch, während über den fernen Auasbergen die Morgensonne das Land in ein warmes Apricot taucht. Die Lage auf rund 1.650 Metern Höhe sorgt für ein angenehm trockenes Klima, das selbst an warmen Tagen eine frische Brise durch die Straßen von Windhoek schickt. Die Stadt ist das politische, wirtschaftliche und kulturelle Herz Namibias. Rund 475.000 Menschen leben hier, und doch wirkt Windhoek nie überfüllt. Auf den breiten Gehwegen der Independence Avenue eilen Geschäftsleute im feinen Zwirn an Herero-Frauen in ihren farbenprächtigen Kleidern vorbei. Es ist ein Kaleidoskop der Kontraste, in dem afrikanische Lebensfreude auf preußische Pünktlichkeit trifft und die Uhren gefühlt doch ein klein wenig langsamer ticken als im hektischen Europa.
Textauszug: Die Skelettküste Namibias ist ein Ort, der seit Jahrhunderten gleichermaßen Ehrfurcht und Furcht hervorruft. Der Name stammt nicht von ungefähr: Schiffswracks, Walknochen, zehn, zwölf Meter hohe Wellen und die Geschichten gestrandeter Seeleute prägen die Legenden dieses Küstenabschnitts. Der Atlantik trifft hier auf die Hitze der Namib-Wüste, erzeugt dichten Nebel und unberechenbare Strömungen. Im Laufe der Jahrhunderte sind mehr als tausend Schiffe gestrandet – zuletzt im Jahre 2018. Für Seefahrer war und ist dieser unwirtliche Küstenstreifen, der zu den am strengsten geschützten Gebieten Namibias gehört, ein absoluter Albtraum.
Textauszug: Der Morgennebel liegt wie ein seidener Schleier über den sanften Hügeln der Cotswolds, einer Region im Südwesten Englands, die für ihre charakteristischen Kalksteindörfer und unberührten Landschaften bekannt ist. In Castle Combe, verborgen im Tal des Bybrook, scheint die Zeit tatsächlich innezuhalten. Keine Stromleitungen durchziehen den Himmel, keine modernen Fassaden stören das historische Gesamtbild. Stattdessen prägt der warme Kalkstein das Erscheinungsbild eines Ortes, dessen architektonische Geschlossenheit in England nahezu einzigartig ist.
Textauszug: Fett ist bekanntlich ein Geschmacksträger. Und davon gibt es reichlich bei Lou Mitchell’s. Riesige Mengen an Spiegeleiern mit Bratkartoffeln oder in überbackenen Omeletts kommen auf den Tisch. Das eher schlichte Diner, dessen Ausstattung aus längst vergangenen Jahrzehnten zu stammen scheint, liegt im Herzen von Chicago am ersten Teilstück der legendären Route 66. Gut gestärkt, begaben sich Trucker und Reisende seit Mitte der 1920er Jahre von hier aus auf den Weg gen Westen. Als die Route 66 am 11. November 1926 offiziell eingeweiht wurde, blickte Lou Mitchell’s, zu dessen illustren Gäste auch die US-Präsidenten Jimmy Carter, George W. Bush und Barrack Obama gehörten, schon auf eine dreijährige Geschichte zurück.
Textauszug: Hoch oben auf den Klippen von North Yorkshire gelegen, entfaltet Saltburn-by-the-Sea eine fast filmreife Mischung aus viktorianischer Eleganz, dramatischer Küstenlandschaft und lässiger Surferkultur. Seit dem 19. Jahrhundert gilt Saltburn, wie es im Volksmund schlicht heißt, als klassisches „Victorian Seaside Resort“ – ein Seebad am Rande der Region Teesside, das einst für wohlhabende Industrielle aus Nordengland geschaffen wurde. Die Stadt entstand im Wesentlichen am Reißbrett, nach einer Idee des Industriellen Henry Pease. Als Mitglied einer einflussreichen Quäker-Familie sah er im Jahr 1859 bei einem Spaziergang entlang der Klippen eine visionäre Stadt vor seinem inneren Auge und gab den Anstoß für den Ausbau des Dorfes.
Textauszug: Das „Prospect of Whitby“ im Londoner Stadtteil Wapping ist eine Legend unter den Wirtshäusern der britischen Millionenmetropole. Die Fundamente für das abseits gelegene, aber bis heute überaus beliebte Pub wurden bereits im Jahre 1520 gelegt. Damals, unter der Herrschaft von Heinrich VIII., trafen sich hier jene Gestalten, die den Geist des alten Londoner Hafens prägten: Seeleute, Schmuggler, Diebe und Piraten. Der berüchtigte Ruf eilte der Schenke voraus, was ihr im Volksmund rasch den düsteren Beinamen The Devil’s Tavern einbrachte. Der Fußboden besteht aus originalen Flaggensteinen, die angeblich schon von den schweren Stiefeln legendärer Seefahrer wie Sir Francis Drake oder Sir Hugh Willoughby poliert wurden, bevor diese von den nahegelegenen Docks zu ihren weltverändernden Entdeckungsreisen aufbrachen.
Textauszug: Wer glaubt, in den österreichischen Alpen ließe sich immer und überall die Stille genießen, war fraglos noch nicht in der Liechtensteinklamm. Hier, unweit von St. Johann im Pongau, ist die Urgewalt der Natur. Die knapp vier Kilometer lange Liechtensteinklamm zählt zu den tiefsten und längsten begehbaren Schluchten der Alpen und präsentiert sich als Naturdenkmal, das seit über 10.000 Jahren vom Wasser geformt wird. Die Felswände ragen bis zu 300 Meter in die Höhe, während sich unten das Wasser unermüdlich seinen Weg bahnt – mal tosend, mal geheimnisvoll murmelnd.