Vallée de Joux – im Tal der komplizierten Uhren

Vallée de Joux - Copyright Karsten-Thilo RaabTextauszug: In der Schweiz ticken die Uhren anders. Nicht langsamer, sondern präziser. So ist es kein Zufall, dass die Alpenrepublik als die Mutter aller Chronografen gilt. Insbesondere im Vallée de Joux im malerischen Kanton Waadt wissen die meisten der knapp 7.000 Einwohner im wahrsten Sinne des Wortes, was die Stunde geschlagen hat. Denn ihre Vorfahren waren es, die mit jahrhundertelanger Präzisionsarbeit den Grundstein für das hoch geschätzte Uhrmacherhandwerk im Herzen des Waadtländer Juras legten.  Nicht von ungefähr erhob die UNESCO im Jahre 2020 das Uhrmacherhandwerk im Vallée de Joux zum immateriellen Kulturerbe der Menschheit. Ein Ritterschlag, der das gerade einmal knapp 20 Kilometer lange und zwischen einem und fünf Kilometer breite Tal nicht nur auf die Reisekarte der Reichen, Schönen und Möchtegerne katapultierte.

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Thema: Welterbe Uhrenhandwerk im Waadtland
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Alltagsmenschen – Kunst im Vorbeigehen

Alltagsmenschen - Copyright Karsten-Thilo RaabTextauszug: Alltagsmenschen im ostwestfälischen Wiedenbrück immer wieder für kollektive Entzückung. Die meisten von ihnen scheinen einen Hang zum Adipösen zu haben; besitzen deutlich mehr Körperauswuchtungen als das Gros der Bewunderer. Dafür sind sie im Schnitt ein wenig größer als Otto-Normal-Verbraucher. Die Alltagsmenschen sind keine Super-Size-Modells, sondern dienen an mehr als zwei Dutzend Stellen in der von Fachwerkhäusern durchzogenen Innenstadt von Wiedenbrück als ungewöhnliche Blickfänge. Kaum einer, der ohne ein Lächeln im Gesicht an ihnen vorbeihuscht; kaum einer, der nicht das Handy für einen Schnappschuss oder ein Selfie mit den Kunstfiguren zückt.

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Thema: Alltagsmenschen in Wiedenbrück
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Moreni-Hotel – Kleinod im bulgarischen Vitosha-Gebirge

Moreni-Hotel - Copyright Karsten-Thilo Raab (12)Textauszug: Nicht von ungefähr gilt das Vitosha-Gebirge als das beliebteste Naherholungsgebiet der Sofioter. Keine zehn Kilometer vom Stadtzentrum der bulgarischen Hauptstadt Sofia entfernt liegen die ersten Ausläufer der Bergkette, die im Sommer zu Wander- und Klettertouren einlädt und im Winter ein beliebtes Skigebiet bildet. Höchster Punkt ist der 2.290 Meter hoch aufragende Cherni Vrah, der „schwarze Gipfel“. Ein Netz von Wanderwegen erschließt die bis in den Juni hinein zum Teil schneebedeckten Gipfel. Immer wieder geht es dabei an gewaltigen Felsbrocken aus der letzten Eiszeit vorbei.

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Thema: Gebirgshotel Moreni in Bulagrien
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Sofia – dem Hauch des Kommunismus auf der Spur

Sofia - Red Flat - Copyright Karsten-Thilo RaabTextauszug: Ein wenig unscheinbar duckt sich der Eingang zwischen einem Dessous-Geschäft und einem leerstehenden Ladenlokal in der Tsar Asen Straße in der bulgarischen Hauptstadt Sofia. Kein Schild, keine Klingel deutet daraufhin, dass sich in einer kleinen Wohnung im zweiten Stock die Tür zu einer Zeitreise in die sozialistische Vergangenheit Bulgariens öffnet. Erst seit dem Frühjahr 2019 befindet sich hier ein kleines, privates Museum zum Kommunismus in der Balkanrepublik. Das Red Flat präsentiert dabei eine typische Arbeiterwohnung aus jener Tagen. „Das kommunistische Zeitalter wird in Bulgarien weitgehend totgeschwiegen“, unterstreicht Museumsgründer Valeri Gyurov, dass in seiner Heimat der Geschichtsunterricht in der Schule im Jahre 1945 endet. Auch im sehenswerten Nationalmuseum in Sofia etwa endet die Ausstellung zur Geschichte des Landes nach dem Zweiten Weltkrieg. Die sozialistische Ära spielt hier keine Rolle. Genau dies wollen Valeri Gyurov und seine Mitstreiter ändern.

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Thema: Red Flat als Museum des Kommunismus
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Wo das Corona-Virus Busfahrverbot hat

Sofia-Airport Copyright Karsten-Thilo RaabTextauszug: Fliegen in Corona-Zeiten ist anders. Ab dem Betreten des Flughafens bis zum Zielort hat eine FFP2-Maske den Riechkolben und die Futterluke permanent zu bedecken. So auch auf dem 75-minütigen Flug mit Austrian Airlines von Düsseldorf nach Wien. Einzige gestattete Ausnahmen: die Passkontrolle, um dem pflichtbewussten Beamten einen Vergleich zwischen Passfoto und Realität zu ermöglichen, und die kurzen Momente, in denen etwas Trink- oder Essbares genossen werden können. Daneben ist Abstand weiter das Gebot der Stunde. In regelmäßigen Abständen fordern Lautsprecherdurchsagen die Passagiere dazu auf, mindestens zwei Meter Abstand zu anderen Reisenden zu wahren.

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Thema: Fliegen in Corona-Zeiten
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Hindu-Pracht am Datteln-Hamm-Kanal

Außenbereich des Sri Kamadchi Ampal Tempels in Hamm-Uentrop - Copyright Karsten-Thilo RaabTextauszug: Die Gläubigen verbeugen sich beim Betreten des Tempels mit zusammengefalteten Händen, um den Göttern Respekt und Dank zu erweisen. Mit dem tamilischen Gruß „Vanakkam“ heißt Siva Sri Arumugam Paskarankurukkal die Gäste im Sri Kamadchi Ampal Tempel, einem der wohl ungewöhnlichsten Bauten im westfälischen Hamm, willkommen. In dem prachtvollen Tempel residieren verschiedene Gottheiten. Es riecht nach fremdartigen Gewürzen und frischen Früchten. Ein für die meisten Europäer wohl völlig unverständlicher Sprechgesang des Priesters erklingt und lädt gleichzeitig dazu ein, am Rande des Ruhrgebiets in eine völlig unbekannte Welt abzutauchen.

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Thema: Besuch des Sri Kamadchi Ampal Tempel,
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Elba auf den Spuren von Napoleon

Textauszug: Zehn Monate verbrachte Napoleon im Exil auf der Mittelmeerinsel Elba. Zehn Monate, die genügten, um der drittgrößten italienischen Insel für immer einen Platz in den Geschichtsbüchern der Welt zu sichern. Der kleine Korse brachte das Archipel groß raus. Unter dem Exilkaiser erwachte Elba aus dem Dornröschenschlaf. Bonaparte sorgte dafür, dass die Insel ein gut funktionierendes Straßennetz erhielt, sorgte für den Bau von Brücken und Kanälen und ließe Sümpfe trockenlegen, um so eine breitgefächerte Landwirtschaft sowie den Weinbau zu ermöglichen. Napoleon ließ Eichen- und Esskastaniensetzlinge aus Korsika importieren und forstete Teile der Insel auf. Und auch sonst hat der wohl berühmteste Gast der Insel bis heute zahlreiche Spuren auf Elba hinterlassen.

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Thema: Streifzug über Elba
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Auf dem Empire State Trail nach Kanada

Textauszug: Manch einer spricht schon augenzwinkernd von einer „Big-Apple-Ahorn-Connection“. Eine Bezeichnung, die fraglos die elementaren Eckpfeiler auf den Punkt bringt. Denn seit Beginn des Jahres ist der neue Empire State Trail, der New York mit der kanadischen Grenze verbindet, offiziell freigegeben. Auf einer Länge von insgesamt gut 1.200 Kilometern führt die Route von Manhattan bis Albany und von dort wahlweise weiter nach Rouses Point nahe der Nordspitze des Lake Champlain oder bis nach Buffalo am östlichen Ende des Eriesees unweit der Niagarafälle.

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Thema: Neues Wegenetz im Osten der USA
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Ampel-Kunst mit Signalwirkung

Römerampel in Bergkamen - Copyright Karsten-Thilo RaabTextauszug: Ampeln sind an nahezu allen wichtigen Straßenkreuzungen zu finden, erleichtern das Queren von Straßen und kontrollieren den Verkehrsfluss. Einige scheinen überflüssig, einige scheinen immer dann auf Rot umzuspringen, wenn man es eilig hat. Fakt ist, die Signalanlage ziert seit knapp 100 Jahren die deutschen Straßen. Die erste, damals noch von Hand bediente Ampel in Deutschland wurde 1924 auf dem Potsdamer Platz in Berlin in Betrieb genommen. Bereits fünf Jahre zuvor war im US-amerikanischen Detroit die erste elektronische Verkehrsampel der Welt aufgestellt worden, nachdem bereits am 10. Dezember 1868 am Parliament Square in der britischen Megametropole London die erste Ampel des Erdballs von einem Polizisten handbetrieben wurde.

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Thema: Ampeln mit originellen Motiven
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Unnützes Reisewissen: Höhenrausch, Schienengipfel und Klogigant

Manneken Pis Figuren - Copyright Karsten-Thilo RaabTextauszug: Sicherlich gibt es viel Wissenswertes aus der Welt des Reisens. Aber auch viel Erstaunliches, Interessantes und Amüsantes, das nicht jedem bekannt ist, das aber gleichwohl für jede Menge Gesprächsstoff unterwegs, aber auch auf Partys und Feiern sorgt. Und sei es, weil man Mitreisende, Freunde und Bekannte mit vermeintlich unnützem Reisewissen konfrontiert. Dies kann hier und da nerven, sorgt aber immer für launige Unterhaltung. Das Ganze ist Teil einer 20-teiligen Reihe, deren Inhalte frei verwend und kombinierbar sind.

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Eine Dorfschmiede als Pilgerstätte der Liebenden

Gretna Green - Copyright Karsten-Thilo RaabTextauszug: Für ganze Generationen galt der Name als Synonym für Hoffnung, Freiheit und Unabhängigkeit, wurde im wahrsten Sinne des Wortes automatisch mit dem Tor zur trauten Zweisamkeit gleichgesetzt. Die Rede ist von Gretna Green, jenem beschaulichen kleinen Dorf im Südwesten Schottlands unweit der Grenze zu England, das zwischen 1754 und 1940 zur Pilgerstätte für junge Liebespärchen und Ausreißer wurde. Denn in der dortigen Dorfschmiede konnten sich aufgrund einer Lücke in der schottischen Rechtsprechung Minderjährige ohne das Wissen beziehungsweise die Zustimmung der Eltern das Jawort geben.

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