Textauszug: Wer glaubt, in den österreichischen Alpen ließe sich immer und überall die Stille genießen, war fraglos noch nicht in der Liechtensteinklamm. Hier, unweit von St. Johann im Pongau, ist die Urgewalt der Natur. Die knapp vier Kilometer lange Liechtensteinklamm zählt zu den tiefsten und längsten begehbaren Schluchten der Alpen und präsentiert sich als Naturdenkmal, das seit über 10.000 Jahren vom Wasser geformt wird. Die Felswände ragen bis zu 300 Meter in die Höhe, während sich unten das Wasser unermüdlich seinen Weg bahnt – mal tosend, mal geheimnisvoll murmelnd.
Thema: Spektakuläre Schlucht im Salzburger Land
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Textauszug: Am nordöstlichen Zipfel Tirols, dort, wo das Pillerseetal an die bayerische Grenze stößt, markiert die Steinplatte mit ihren 1.869 Metern Höhe einen Fixpunkt alpiner Naturgeschichte. Das gerade einmal 1.900 Einwohner zählende Dorf Waidring auf 778 Metern Seehöhe bildet mit seiner barocken Pfarrkirche, den gepflegten Bauernhöfen und der traditionellen Architektur den klassischen Talabschluss – ein Ort, der bäuerliche Kultur und alpine Gelassenheit ausstrahlt. Doch wer sich vom Ortskern aus in Richtung Gipfelmassiv bewegt, betritt eine Landschaft, die weit über regionale Bedeutung hinausreicht.
Textauszug: Wer das Passeiertal durchquert, ahnt zunächst wenig von dem Naturschauspiel, das sich tief unterhalb der Straße zwischen St. Leonhard und Moos verbirgt. Autos gleiten vorbei, Kühe stehen auf sattgrünen Wiesen, und nichts deutet darauf hin, dass sich nur wenige Meter tiefer eine der eindrucksvollsten Schluchten Südtirols befindet. Dort hat sich die Passer über Jahrtausende ihren Weg durch hartes Gestein gefräst – ein Prozess, der nach dem Ende der letzten Eiszeit vor rund 12.000 Jahren an Dynamik gewann, als Schmelzwasser und Geröll unaufhaltsam talwärts drängten. Entstanden ist eine enge, tiefe Schlucht, die heute über kühne Stahlkonstruktionen und schmale Steige für Wanderer zugänglich ist.
Textauszug: Herbstzeit ist Wanderzeit, aber auch Wellnesszeit. Beides lässt sich in Zell am See im Salzburger Land in Österreich perfekt miteinander kombinieren. Wobei natürlich in erster Linie der Berg ruft. In diesem Falle die 1.965 Meter hoch gelegene Schmittenhöhe. Die Berg- und Talfahrt kostet hin und zurück stolze 41 Euro für Erwachsene. Rund 2,8 Kilometer Wegstrecke legt die Seilbahn hierfür zurück. Dies entspricht etwa einem Euro für 135 Meter Fahrstrecke – und dies bei 1.011 Metern Höhenunterschied.
Textauszug: Tosende Wasserfälle, glasklare, reißende Wildbäche, urige Hütten und vorwitzige Murmeltiere sowie hoch aufragende, bewaldete Berge verleihen dem Gasteiner Tal gerade im Herbst eine besondere Note. Während das Gros der weithin sichtbaren Gipfel wie der 2.492 Meter hohe Graukogel oder das zwischen 1.590 und 2.650 Metern hohe Sportgastein bereits mit Schnee bedeckt ist, verwandelt ein Meer aus bunt gefärbten Blättern das rund 40 Kilometer lange Tal im Bundesland Salzburg in Österreichs Antwort auf den berühmten Indian Summer in Nordamerika. Die perfekte Zeit, um die wunderbar wanderbare Region auf Schusters Rappen zu erkunden.
Textauszug: Den beiden Wanderern fehlt offensichtlich nichts. Im Gegenteil, sie grüßen betont fröhlich. Trotzdem geht der Blick ihnen noch einmal nach. Vielleicht ist es Zufall, vielleicht hatten sie auch nur Glück. Oder das Ganze ist nur ein Ammenmärchen. Eines, das einem einen Schauer über den Rücken jagen kann. So oder so erzählt man sich gerne ein Stück aus dem Horrorkabinett längst vergangener Tage: „Wenn ein Waliser zu Zeiten von König Offa die Grenze überschritt, wurden ihm die Ohren abgeschnitten“, heißt es lapidar. Heute geht es entlang Offa’s Dyke Path glücklicherweise komplett friedlich und gewaltfrei zu. Der 285 Kilometer lange Fernwanderweg, der nicht von ungefähr zu den schönsten in Großbritannien zählt, verläuft von Chepstow im Süden bis nach Prestatyn im Norden von Wales. Über viele Jahrhunderte markierte der nach König Offa benannte Wall die Grenze zwischen England und Wales – und tut es in einigen Teilen noch heute.
Textauszug: Schenna selber liegt schon auf 570 Metern über dem Meeresspiegel. Zwischen Apfel-Plantagen und Weinreben geht es hinauf zum leicht begehbaren Waalweg. Steil und schweißtreibend ist der Aufstieg. Als Lohn warten bei jeder Verschnaufpause herrliche Blicke auf die 3.000-Seelen-Gemeinde und das weite Tal rund um das benachbarte Meran. Nicht wenige haben hier voller Leidenschaft die Wanderstiefel geschnürt, wohl wissend, dass die famosen An- und Aussichten alle Strapazen schnell vergessen lassen. Gut gelaunt folgen sie auf Schusters Rappen dem von Menschenhand geschaffenen Wasserband und sorgen hier und da für akute Sprachverwirrung. Mal folgt der obligatorische Gruß anderer Wanderer auf Deutsch, mal auf Italienisch, manchmal reicht es auch nur zu einem saloppen „Hi“.
Textauszug: Majestätisch erhaben und beeindruckend erhebt sich der weithin sichtbare und überaus markante Latemar bis auf 2.799 Meter über dem Meeresspiegel. Direkt darunter duckt sich das italienische Bergdorf Obereggen, das ein perfekter Ausgangsort für Touren in der Bergwelt der Dolomiten ist. Im Farbenspiel der Sonne und Wolken wechselt der faszinierende Gebirgsstock mit seinen spitzen Felstürmen, der als Weltnaturerbe unter dem Schutz der UNESCO steht, fast im Minutentakt seine Farbe. Der helle Riffkalk, aus dem die hoch aufragenden Wände des Latemar bestehen, und die artenreiche Pflanzenwelt lassen diesen Teil des Südtiroler Eggentals zu einem wahren Naturparadies avancieren.
Textauszug: Von Luchs und Bär, die sich hier in der Gegend gelegentlich rumtreiben sollen, fehlt jede Spur. Wohl auch, weil das Pinselohr und Meister Petz im Normalfall den Kontakt mit den Menschen scheuen. Und Letztere sind zumeist lautstark schnaufend von dem auf knapp 920 Metern gelegenen Infopoint des Učka Naturparks am Gebirgspass Poklon unterwegs hinauf zum Vojak. Steil und lang ist der mehr als anderthalbstündige Anstieg in diesem Teil Kroatiens, bei dem fast 600 Höhenmeter zu bewältigen sind. Eine schweißtreibende Angelegenheit.
Textauszug: Unter den Zwergstaaten dieser Welt kann Andorra für sich reklamieren, einer der größten zu sein. Und dies, obwohl selbst der Bodensee mit 536 Quadratkilometern deutlich mehr Platz einnimmt, als das knapp 467 Quadratkilometer große Fürstentum in den Pyrenäen. Zudem ist der Bodensee verkehrlich besser erschlossen. Denn das Principat d`Andorra, so der offizielle Name des überschaubaren Gebirgslandes, verfügt weder über einen Verkehrsflughafen noch über ein Eisenbahnnetz. Lediglich gut 200 der 270 Straßenkilometer des Landes sind asphaltiert. Zudem verfügt Andorra über keine eigene Währung. Früher dienten der französische Franc und die spanische Peseta als Zahlungsmittel. Seit 2002 ist es der Euro, obwohl das Fürstentum nicht Teil der Europäischen Union ist. Außerdem ist Andorra das einzige Land der Welt, in dem zwei ausländische Amtsträger zusammen die Funktion des Staatsoberhauptes wahrnehmen – dies sind der Bischof von Urgell und der Präsident von Frankreich.
Textauszug: Der leichte Bauchansatz ist stummer Zeuge. Mark Reid liebt den Genuss von Bier. Und Wandern. Am liebsten beides in Kombination. Weit mehr als 20.000 Kilometer will der Engländer nach eigenem Bekunden in den zurückliegenden 20 Jahren allein im Norden Englands auf Schusters Rappen zurückgelegt haben. Wie viele Gläser Bier er sich während seiner ausgiebigen Wanderungen gegönnt hat, vermag er nicht zu sagen. Auf jeden Fall gehört für ihn ein Pint of Bitter zum mittäglichen Stopp in einem Pub dazu – ebenso wie zur abendlichen Einkehr in eines der vielen gemütlichen Landgasthäuser.