Textauszug: Hoch über der Kvarner Bucht liegt Kastav wie ein gut gehütetes Geheimnis. Die 10.000-Seelen-Gemeinde, nur einen Steinwurf von Rijeka entfernt, wirkt auf den ersten Blick eher unscheinbar. Alte Steinhäuser schmiegen sich dicht aneinander, ihre Fassaden sind vom Zahn der Zeit geprägt: Fensterläden mit verblassten Farben, unregelmäßige Pflastersteine, ein Wirrwarr aus schmalen Gassen und kleine Plätze verleihen dem Örtchen auf 378 Metern über dem Meeresspiegel einen besonderen Charme. Der Weg in die Altstadt führt durch das im Jahre 1731 errichtete Stadttor Voltica. Hinter dem schmalen Zugang öffnet sich ein Labyrinth aus Kopfsteinpflaster, das sich in sanften Wellen über den Hügel legt.
Thema: Kastav als kroatisches Kleinod
Länge: 4.930 Zeichen
Bildauswahl lieferbar
Bestellen
Textauszug: Eigentlich wollte sich Rijeka im Jahre 2020 als Europas Kulturhauptstadt ins internationale Rampenlicht katapultieren. Trotz jahrelanger, akribischer Vorbereitung wurde das prestigeträchtige Vorhaben weitgehend vom Corona-Virus im Keim erstickt. Die pandemiebedingten Reisebeschränkungen sorgten dafür, dass sich die mit 125.000 Einwohnern drittgrößte Stadt Kroatiens nicht wie erhofft, einem internationalen Publikum präsentieren konnte. Dabei hat die Hafenstadt am Nordende der inselreichen Kvarner-Bucht nicht nur für Kulturbeflissene durchaus einiges zu bieten. Wie einst Berlin war Rijeka über Jahrzehnte eine geteilte Stadt. Jedoch ohne Mauer. Stattdessen bildete der Fluss der 125.000-Seelen-Gemeinde, der Rječina, lange Jahre eine Staatsgrenze inmitten der Stadt. Zwischen 1465 und 1918 gehörte St. Veit am Flaum oder Fiume, wie Rijeka die meiste Zeit genannt wurde, mit kurzen Unterbrechungen zur Habsburger Monarchie.
Textauszug: Von Luchs und Bär, die sich hier in der Gegend gelegentlich rumtreiben sollen, fehlt jede Spur. Wohl auch, weil das Pinselohr und Meister Petz im Normalfall den Kontakt mit den Menschen scheuen. Und Letztere sind zumeist lautstark schnaufend von dem auf knapp 920 Metern gelegenen Infopoint des Učka Naturparks am Gebirgspass Poklon unterwegs hinauf zum Vojak. Steil und lang ist der mehr als anderthalbstündige Anstieg in diesem Teil Kroatiens, bei dem fast 600 Höhenmeter zu bewältigen sind. Eine schweißtreibende Angelegenheit.