Textauszug: Hoch über der Kvarner Bucht liegt Kastav wie ein gut gehütetes Geheimnis. Die 10.000-Seelen-Gemeinde, nur einen Steinwurf von Rijeka entfernt, wirkt auf den ersten Blick eher unscheinbar. Alte Steinhäuser schmiegen sich dicht aneinander, ihre Fassaden sind vom Zahn der Zeit geprägt: Fensterläden mit verblassten Farben, unregelmäßige Pflastersteine, ein Wirrwarr aus schmalen Gassen und kleine Plätze verleihen dem Örtchen auf 378 Metern über dem Meeresspiegel einen besonderen Charme. Der Weg in die Altstadt führt durch das im Jahre 1731 errichtete Stadttor Voltica. Hinter dem schmalen Zugang öffnet sich ein Labyrinth aus Kopfsteinpflaster, das sich in sanften Wellen über den Hügel legt.
Thema: Kastav als kroatisches Kleinod
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Textauszug: Kaum ein Ort der modernen Mobilität ist so streng reguliert wie der Flughafen. Während draußen die Welt in all ihren kulinarischen Facetten lockt, verwandelt sich der Weg durch die Sicherheitskontrolle in eine Art gastronomische Schleuse. Hier entscheidet sich, welche Speisen und Getränke die Reise antreten dürfen und welche auf dem Altar der Sicherheitsbestimmungen geopfert werden müssen. Die Szene wiederholt sich täglich millionenfach: Menschen, die ihre Wasserflaschen austrinken, Joghurtbecher widerwillig entsorgen oder mit sorgsam verpackten Sandwiches durch die Schleusen schreiten, als handle es sich um wertvolle Artefakte. Die Regeln sind klar, doch ihre Umsetzung sorgt immer wieder für kleine Dramen und große Überraschungen.