Textauszug: Die Legende nach droht das Vereinigte Königreich bekanntlich unterzugehen, sollten im Tower of London keine Raben mehr leben. Im Spagat zwischen Aberglauben und Tradition werden daher die schwarzen Vögel seit Jahr und Tag nicht nur gezüchtet, sondern auch liebevoll umsorgt. Zudem werden den Raben die Flügel gestutzt. Sicher ist sicher. Doch dies ist nicht der einzige tierische Mythos, von dem die Festungsanlage am Ufer der Themse bis heute umgeben ist. Im Jahr 1252 erreichte den englischen Hof ein diplomatisches Präsent, das selbst in der prachtvollen Welt mittelalterlicher Herrscher herausragte.
Thema: Kuriose Tiergeschichten aus dem Tower
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Textauszug: Charles III. ist seit dem 8. September 2022 König von Beruf und damit Regent über das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland. Was nur die wenigstens wissen, ist die Tatsache, dass zu seinen Untertanen nicht nur die gut 68 Millionen Einwohner des größten Inselstaats in Europa gehören, sondern qua Gesetz auch (fast) alle Schwäne, die sich auf seinem Grund und Boden tummeln. Und davon gibt es Land auf, Land ab nicht wenige. Nun ist dies mit den Tieren aus der Familie der Entenvögel so eine Sache. Denn die besitzen weder einen Pass noch einen festen Wohnsitz. Um sich dennoch einen Überblick über den Schwanbestand im britischen Königreich zu verschaffen, werden die Schwäne beim so genannten „Swan Upping“ jährlich gezählt.
Textauszug: Die britische Kapitale London erlebt einmal im Jahr eine ganz eigentümliche Entblößung. Während sonst Anzugträger durch die City eilen und Touristen dicht an dicht vor dem Buckingham Palace posieren, verwandeln sich die Straßen Mitte Juni in eine Bühne der Freiheit: Der World Naked Bike Ride, kurz WNBR, rollt durch die Themse-Metropole – splitterfasernackt, aber mit umso mehr Haltung. Kein schrilles Festival, kein anarchisches Chaos, sondern ein fließendes Manifest auf zwei Rädern. Hunderte, manchmal Tausende Menschen lassen ihre Hüllen fallen, nicht aus Voyeurismus, sondern als radikale Geste gegen eine Kultur, in der Autos dominieren, Erdölströme den Planeten vergiften und Körperideale noch immer eng geschnürt sind wie ein viktorianisches Korsett. Was wie nackter Spaß aussieht, ist in Wahrheit eine politische Performance – und London die perfekte Bühne dafür.
Textauszug: Schon beim ersten Blick auf die honigfarbenen Fassaden aus dem berühmten Bath Stone, einem mineralhaltigen Kalkstein, und die fast allgegenwärtige Eleganz spürt man unweigerlich, dass die 100.000-Seelen-Gemiende im Südwesten Englands über Jahrhunderte hinweg mit besonderer Hingabe gestaltet wurde. In Bath in der Grafschaft Somerset trifft römisches Erbe auf georgianische Perfektion, britische Zurückhaltung auf zeitlose Schönheit – kein Wunder, dass die gesamte Stadt zum UNESCO-Welterbe zählt und als eine der schönsten im Vereinigten Königreich gilt. Der Ursprung von Bath liegt tief unter der Erde, wo seit Jahrtausenden heißes Wasser an die Oberfläche steigt.
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