Zwischen Galgen und Pub-Nostalgie

Prospect of Whitby -Copyright- Karsten-Thilo RaabTextauszug: Das „Prospect of Whitby“ im Londoner Stadtteil Wapping ist eine Legend unter den Wirtshäusern der britischen Millionenmetropole. Die Fundamente für das abseits gelegene, aber bis heute überaus beliebte Pub wurden bereits im Jahre 1520 gelegt. Damals, unter der Herrschaft von Heinrich VIII., trafen sich hier jene Gestalten, die den Geist des alten Londoner Hafens prägten: Seeleute, Schmuggler, Diebe und Piraten. Der berüchtigte Ruf eilte der Schenke voraus, was ihr im Volksmund rasch den düsteren Beinamen The Devil’s Tavern einbrachte. Der Fußboden besteht aus originalen Flaggensteinen, die angeblich schon von den schweren Stiefeln legendärer Seefahrer wie Sir Francis Drake oder Sir Hugh Willoughby poliert wurden, bevor diese von den nahegelegenen Docks zu ihren weltverändernden Entdeckungsreisen aufbrachen.

Thema: Londons ältester (River-) Pub
Länge: 2.779 Zeichen
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Londoner Hopfenwallfahrt in Bermondsey

Bermondsey Beer Mile - Copyright Kasrsten-Thilo Raab (1)Textauszug: Wo früher Leder gegerbt wurde, fließt heute das flüssige Gold. Unter den massiven Backsteinbögen, die die Eisenbahntrassen in Richtung London Bridge tragen, hat sich eine bemerkenswerte Transformation vollzogen. Der herbe Geruch der Tierhautverarbeitung ist in diesem Teil von Southwark längst dem Aroma von frisch verarbeitetem Hopfen und malziger Süße gewichen. Dabei erweist sich die Bermondsey Beer Mile als Geflecht aus Mikrobrauereien, das sich über eine Länge von knapp anderthalb Meilen, also gut 2,5 Kilometer, verteilt. Während oben die Pendlerzüge im Minutentakt über die Gleise donnern, herrscht unten in den hohen, gewölbten Räumen eine Atmosphäre geschäftiger Gelassenheit.

Thema: Bier-Meile im Londoner Süden
Länge: 5.627 Zeichen
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Big Ben – die Ikone der Uhrmacherkunst

Textauszug: Wer liebt ihn nicht? Den beeindruckenden Anblick des Big Bens mit seinem neugotischen Turm am Palace of Westminster. Die historische Anmutung, inspiriert von mittelalterlicher Gotik, die reiche Fassadendekoration aus Ziegelstein mit einer Kalksteinfassade und nicht zuletzt die gusseiserne Spitze mit den detaillierten Verzierungen zieht mit seinem Anblick jeden Besucher von London in den Bann. Durch seine stolze Größe von 96,30 Metern überragt er herrschaftlich den Parliament Square. Doch die Wahrheit ist, die beeindruckten Betrachter eines der Wahrzeichen der Hauptstadt Großbritanniens meinen in Wirklichkeit nicht den Big Ben, sondern sind fasziniert vom Elizabeth Tower, der im Jahre 1858 fertiggestellt wurde.

Thema: Aufstieg auf eine Ikone
Länge: 4.022 Zeichen
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Swan Upping oder die Schwäne des Königs

Schwan auf der Themse - Copyright Mortimer ReisemagazinTextauszug: Charles III. ist seit dem 8. September 2022 König von Beruf und damit Regent über das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland. Was nur die wenigstens wissen, ist die Tatsache, dass zu seinen Untertanen nicht nur die gut 68 Millionen Einwohner des größten Inselstaats in Europa gehören, sondern qua Gesetz auch (fast) alle Schwäne, die sich auf seinem Grund und Boden tummeln. Und davon gibt es Land auf, Land ab nicht wenige. Nun ist dies mit den Tieren aus der Familie der Entenvögel so eine Sache. Denn die besitzen weder einen Pass noch einen festen Wohnsitz. Um sich dennoch einen Überblick über den Schwanbestand im britischen Königreich zu verschaffen, werden die Schwäne beim so genannten „Swan Upping“ jährlich gezählt.

Thema: Tradition der königlichen Schwan-Zählung
Länge: 4.006 Zeichen
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Londons skurriles Kuriositätenkabinett

Viktor Wynd Museum of Curiosities - Copyright Foto: Oskar Proctor/The Viktor Wynd Museum Textauszug: Wer das schmale Gebäude im Londoner Stadtteil Hackney betritt, landet in einem Paralleluniversum. In gedämpftem Licht reihen sich Präparate, Fetische, Kunstwerke und skurrile Fundstücke aneinander, als hätten sie sich heimlich zu einer anarchischen Wohngemeinschaft zusammengeschlossen. Schädel und Schrumpfköpfe teilen sich den Raum mit erotischen Zeichnungen, viktorianischen Kuriositäten und zeitgenössischen Miniaturen, während ausgestopfte Tiere in Posen verharren, die irgendwo zwischen grotesk und charmant schweben. Hier mischt sich die Ästhetik eines Wunderkabinetts mit der Aura eines Traumarchivs: alles scheint aus einer Geschichte zu stammen, die vergessen, verdrängt oder nie ganz zu Ende erzählt wurde.

Thema: Streifzug durch dasViktor Wynd Museum
Länge: 3.670 Zeichen
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Crossness – die Kathedrale des Abwassers

Crossness Pumping StationTextauszug: Im Osten von London verbirgt sich ein Palast, der niemals für Könige gebaut wurde, sondern für den Unrat einer rasant wachsenden Weltmetropole. Wer die Crossness Pumping Station betritt, wähnt sich eher in einer farbenprächtigen orthodoxen Kirche oder einem opulenten Opernhaus als in einer ehemaligen Abwasserpumpstation. Es ist das Jahr 1865, als der visionäre Ingenieur Joseph Bazalgette dieses Meisterwerk der viktorianischen Ingenieurskunst eröffnet, um London vor dem „Großen Gestank“, dem „Great Stink“, und den tödlichen Choleraepidemien zu retten.

Thema: Faszination Industriekultur in London
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Filmberühmtheiten am Leicester Square

Leicester Square - Copyright Karsten-Thilo RaabTextauszug: Wer durch Londons West End streift, landet früher oder später auf dem Leicester Square, einem Ort, der seit dem 19. Jahrhundert als Magnet für Unterhaltung, Theater und später vor allem für das Kino gilt. Der Platz ist nicht nur Mittelpunkt eines der lebendigsten Stadtviertel der britischen Hauptstadt, sondern auch ein kultureller Knotenpunkt, an dem sich die Geschichte der britischen Filmindustrie wie in einem Brennglas bündelt. Seit den 1930er-Jahren rollt hier der rote Teppich für Weltpremieren aus, und kaum ein anderer Ort im Vereinigten Königreich hat so viele Stars empfangen wie dieser Platz, der sich abends in ein funkelndes Lichtermeer verwandelt.

Thema: Londons cineastisches Herzstück
Länge: 6.586 Zeichen
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Cockneys – die echten Londoner

CockneysTextauszug: Auf den ersten Blick scheinen Charlie Chaplin, Fotomodell-Legende Twiggy, Popmusiker Boy George und Oscar-Preisträger Michael Caine nicht mehr als ihre Berühmtheit gemeinsam zu haben. Doch die international bekannten Stars verbindet noch mehr. Sie alle sind Cockneys, waschechte Londoner. Auch wenn viele der mehr als sieben Millionen Einwohner der Themsemetropole in der britischen Kapitale das Licht der Welt erblickt haben, dürfen sich nur die wenigsten als Cockneys bezeichnen. Denn im strengen Sinne ist ein Cockney nur, wer in der Hörweite der Glocken der St. Mary-le-Bow Kirche in Cheapside im Londoner East End geboren wurde.

Textlänge: circa 4.200 Zeichen
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Kulinarischer Wolkenritt im Aqua Shard

Aqua Shard - Copyright Karsten-Thilo RaabTextauszug: Hochgenuss – und dies gleich im doppelten Sinne – garantiert das Aqua Shard in der britischen Hauptstadt London: Im 31. Stock des höchsten Gebäudes in ganz Großbritannien bietet das Restaurant famose Speisen garniert mit einem einmaligen Blick auf die Millionenstadt an der Themse an. Nach dem obligatorischen Sicherheitscheck am Eingang geht es in Sekundenschnelle mit dem Fahrstuhl hinauf auf rund 110 Metern Höhe. Das Gebäude selber, The Shard, sieht aus, als hätte ein futuristischer Riese einen Glassplitter in die Skyline gesteckt. 310 Meter hoch, mit schimmernder Glasfassade, die den Himmel spiegelt und die Wolken neckt. Das Restaurant thront hoch genug, um Big Ben wie einen Tischwecker wirken zu lassen, aber tief genug, um noch zu erkennen, ob die roten Doppeldeckerbusse pünktlich sind.

Thema: Londons höchstgelegenes Restaurant
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Hotelcheck: Das RIU Plaza London Victoria

RIU London Victoria Hotel - Copyright Karsten-Thilo RaabTextauszug: Wer an RIU Hotels denkt, denkt vornehmlich an wärmere Gefilde. Doch die renommierte Hotelkette aus Spanien entdeckt mehr und mehr auch Städte für sich. Dem Anspruch des Hauses folgend, werden dabei nur exquisite Standorte ausgewählt. So auch in der britischen Kapitale London, wo im Sommer 2023 das neue RIU Plaza London Victoria Hotel direkt gegenüber der zentral gelegenen Victoria Station eröffnete. Die Lage ist perfekt, um die Themse-Metropole auf eigene Faust zu erkunden. Westminster Abbey ist nur einen Steinwurf entfernt. Auch bis zum Buckingham Palace sind es kaum mehr als 15 Gehminuten. Zudem bieten sich vom geschäftigen Bahnhof exzellente U-Bahn- und Bus-Verbindungen in alle Teile von London.

Thema: Test des Vier-Sterne-Hotels in London
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The 007: Bond-Feeling in der Burlington Arcade

Fassade des The 007 in der Burlington Arcade

Textauszug: Während eingefleischte Bond-Fans seit dem Jahre 2021, als Keine Zeit zu sterben mit Daniel Craig in der Hauptrolle über die Kinoleinwände flimmerte, sehnsüchtig auf das 26. Abenteuer des berühmten Geheimagenten ihrer Majestät warten, bietet sich zumindest noch bis zum 31. Dezember 2024 ganz stilvolle Zerstreuung im Herzen von London an: In der mondänen Burlington Arcade, die seit dem Jahre 1819 als Innbegriffe für Luxus, Eleganz und Stil schlichthin gilt, eröffnete jüngst mit „The 007“ die weltweite erst lizenzierte James Bond Bar mit dazugehörigem Flagship Store. Seither bilden sich in der ansonsten eher ruhigen wie eleganten, 196 Meter langen Einkaufspassage im Londoner Stadtteil Mayfair, in der Laufen und Pfeifen strengstens verboten sind, immer wieder kleine Menschenaufläufe.

Thema: James Bond Popup-Bar in London
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