Textauszug: Das „Prospect of Whitby“ im Londoner Stadtteil Wapping ist eine Legend unter den Wirtshäusern der britischen Millionenmetropole. Die Fundamente für das abseits gelegene, aber bis heute überaus beliebte Pub wurden bereits im Jahre 1520 gelegt. Damals, unter der Herrschaft von Heinrich VIII., trafen sich hier jene Gestalten, die den Geist des alten Londoner Hafens prägten: Seeleute, Schmuggler, Diebe und Piraten. Der berüchtigte Ruf eilte der Schenke voraus, was ihr im Volksmund rasch den düsteren Beinamen The Devil’s Tavern einbrachte. Der Fußboden besteht aus originalen Flaggensteinen, die angeblich schon von den schweren Stiefeln legendärer Seefahrer wie Sir Francis Drake oder Sir Hugh Willoughby poliert wurden, bevor diese von den nahegelegenen Docks zu ihren weltverändernden Entdeckungsreisen aufbrachen.
Thema: Londons ältester (River-) Pub
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Textauszug: Wo früher Leder gegerbt wurde, fließt heute das flüssige Gold. Unter den massiven Backsteinbögen, die die Eisenbahntrassen in Richtung London Bridge tragen, hat sich eine bemerkenswerte Transformation vollzogen. Der herbe Geruch der Tierhautverarbeitung ist in diesem Teil von Southwark längst dem Aroma von frisch verarbeitetem Hopfen und malziger Süße gewichen. Dabei erweist sich die Bermondsey Beer Mile als Geflecht aus Mikrobrauereien, das sich über eine Länge von knapp anderthalb Meilen, also gut 2,5 Kilometer, verteilt. Während oben die Pendlerzüge im Minutentakt über die Gleise donnern, herrscht unten in den hohen, gewölbten Räumen eine Atmosphäre geschäftiger Gelassenheit.
Textauszug: Wer liebt ihn nicht? Den beeindruckenden Anblick des Big Bens mit seinem neugotischen Turm am Palace of Westminster. Die historische Anmutung, inspiriert von mittelalterlicher Gotik, die reiche Fassadendekoration aus Ziegelstein mit einer Kalksteinfassade und nicht zuletzt die gusseiserne Spitze mit den detaillierten Verzierungen zieht mit seinem Anblick jeden Besucher von London in den Bann. Durch seine stolze Größe von 96,30 Metern überragt er herrschaftlich den Parliament Square. Doch die Wahrheit ist, die beeindruckten Betrachter eines der Wahrzeichen der Hauptstadt Großbritanniens meinen in Wirklichkeit nicht den Big Ben, sondern sind fasziniert vom Elizabeth Tower, der im Jahre 1858 fertiggestellt wurde.
Textauszug: Charles III. ist seit dem 8. September 2022 König von Beruf und damit Regent über das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland. Was nur die wenigstens wissen, ist die Tatsache, dass zu seinen Untertanen nicht nur die gut 68 Millionen Einwohner des größten Inselstaats in Europa gehören, sondern qua Gesetz auch (fast) alle Schwäne, die sich auf seinem Grund und Boden tummeln. Und davon gibt es Land auf, Land ab nicht wenige. Nun ist dies mit den Tieren aus der Familie der Entenvögel so eine Sache. Denn die besitzen weder einen Pass noch einen festen Wohnsitz. Um sich dennoch einen Überblick über den Schwanbestand im britischen Königreich zu verschaffen, werden die Schwäne beim so genannten „Swan Upping“ jährlich gezählt.
Textauszug: Wer das schmale Gebäude im Londoner Stadtteil Hackney betritt, landet in einem Paralleluniversum. In gedämpftem Licht reihen sich Präparate, Fetische, Kunstwerke und skurrile Fundstücke aneinander, als hätten sie sich heimlich zu einer anarchischen Wohngemeinschaft zusammengeschlossen. Schädel und Schrumpfköpfe teilen sich den Raum mit erotischen Zeichnungen, viktorianischen Kuriositäten und zeitgenössischen Miniaturen, während ausgestopfte Tiere in Posen verharren, die irgendwo zwischen grotesk und charmant schweben. Hier mischt sich die Ästhetik eines Wunderkabinetts mit der Aura eines Traumarchivs: alles scheint aus einer Geschichte zu stammen, die vergessen, verdrängt oder nie ganz zu Ende erzählt wurde.
Textauszug: Im Osten von London verbirgt sich ein Palast, der niemals für Könige gebaut wurde, sondern für den Unrat einer rasant wachsenden Weltmetropole. Wer die Crossness Pumping Station betritt, wähnt sich eher in einer farbenprächtigen orthodoxen Kirche oder einem opulenten Opernhaus als in einer ehemaligen Abwasserpumpstation. Es ist das Jahr 1865, als der visionäre Ingenieur Joseph Bazalgette dieses Meisterwerk der viktorianischen Ingenieurskunst eröffnet, um London vor dem „Großen Gestank“, dem „Great Stink“, und den tödlichen Choleraepidemien zu retten.
Textauszug: Wer durch Londons West End streift, landet früher oder später auf dem Leicester Square, einem Ort, der seit dem 19. Jahrhundert als Magnet für Unterhaltung, Theater und später vor allem für das Kino gilt. Der Platz ist nicht nur Mittelpunkt eines der lebendigsten Stadtviertel der britischen Hauptstadt, sondern auch ein kultureller Knotenpunkt, an dem sich die Geschichte der britischen Filmindustrie wie in einem Brennglas bündelt. Seit den 1930er-Jahren rollt hier der rote Teppich für Weltpremieren aus, und kaum ein anderer Ort im Vereinigten Königreich hat so viele Stars empfangen wie dieser Platz, der sich abends in ein funkelndes Lichtermeer verwandelt.
Textauszug: Auf den ersten Blick scheinen Charlie Chaplin, Fotomodell-Legende Twiggy, Popmusiker Boy George und Oscar-Preisträger Michael Caine nicht mehr als ihre Berühmtheit gemeinsam zu haben. Doch die international bekannten Stars verbindet noch mehr. Sie alle sind Cockneys, waschechte Londoner. Auch wenn viele der mehr als sieben Millionen Einwohner der Themsemetropole in der britischen Kapitale das Licht der Welt erblickt haben, dürfen sich nur die wenigsten als Cockneys bezeichnen. Denn im strengen Sinne ist ein Cockney nur, wer in der Hörweite der Glocken der St. Mary-le-Bow Kirche in Cheapside im Londoner East End geboren wurde.
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Textauszug: Wer an RIU Hotels denkt, denkt vornehmlich an wärmere Gefilde. Doch die renommierte Hotelkette aus Spanien entdeckt mehr und mehr auch Städte für sich. Dem Anspruch des Hauses folgend, werden dabei nur exquisite Standorte ausgewählt. So auch in der britischen Kapitale London, wo im Sommer 2023 das neue RIU Plaza London Victoria Hotel direkt gegenüber der zentral gelegenen Victoria Station eröffnete. Die Lage ist perfekt, um die Themse-Metropole auf eigene Faust zu erkunden. Westminster Abbey ist nur einen Steinwurf entfernt. Auch bis zum Buckingham Palace sind es kaum mehr als 15 Gehminuten. Zudem bieten sich vom geschäftigen Bahnhof exzellente U-Bahn- und Bus-Verbindungen in alle Teile von London.