Textauszug: Die Skelettküste Namibias ist ein Ort, der seit Jahrhunderten gleichermaßen Ehrfurcht und Furcht hervorruft. Der Name stammt nicht von ungefähr: Schiffswracks, Walknochen, zehn, zwölf Meter hohe Wellen und die Geschichten gestrandeter Seeleute prägen die Legenden dieses Küstenabschnitts. Der Atlantik trifft hier auf die Hitze der Namib-Wüste, erzeugt dichten Nebel und unberechenbare Strömungen. Im Laufe der Jahrhunderte sind mehr als tausend Schiffe gestrandet – zuletzt im Jahre 2018. Für Seefahrer war und ist dieser unwirtliche Küstenstreifen, der zu den am strengsten geschützten Gebieten Namibias gehört, ein absoluter Albtraum. Für heutige Reisende ist er ein Naturwunder von fast überirdischer Schönheit. Dünen türmen sich auf wie erstarrte Wellen, während der Ozean unaufhörlich grollt. Wind, großflächige Dunstglocken und wechselndes Licht prägen die Szenerie. Besonders der morgendliche Nebel, gespeist vom kalten Benguela-Strom, verleiht der Region eine fast schon surreale Atmosphäre. Er verschluckt Konturen, dämpft die Geräusche und lässt die Landschaft zeitweise in einem diffusen Schwebezustand verschwinden. Gerade diese Extreme ma
Thema: Faszination Skeleton Coast in Namibia
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