Dunmore – Schottlands steinerne Ananas

Dunmore PineappleTextauszug: Mitten in der sanften Hügellandschaft in der schottischen Grafschaft Stirlingshire ragt ein bizarres Meisterwerk aus dem Grün empor: Die 14 Meter hohe Dunmore Pineapple ist ein architektonisches Augenzwinkern aus dem 18. Jahrhundert, das die Ernsthaftigkeit der georgianischen Epoche mit einer gehörigen Portion Exotik bricht. John Murray, 4. Earl of Dunmore, ließ das Gartenhaus im Jahre 1761 zunächst als schlichte Orangerie errichten. Erst nach seiner Rückkehr aus Virginia, wo er als letzter königlicher Gouverneur amtierte, setzte er dem Bau 1777 die steinerne Krone auf – eine überdimensionale Ananas als architektonisches Andenken an seine Weltreise.

Thema: Die Dunmore Pineapple  – Großbritanniens größter Folly
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John O’Groats – ein Ort voller Sehnsucht

Textauszug: Obwohl Schottland hier ins endlosen Grau des Atlantiks überzugehen scheint, avanciert John O’Groats seit Jahr und Tag zu einem der großen Sehnsuchtsziele. Der fast legendäre nordöstlichste Punkt des britischen Festlands, zieht seit jeher Optimisten, Abenteurer und jene an, die das Gefühl suchen, am äußeren Rande der Zivilisation zu stehen. Wer am berühmten, weißen und millionenfach fotografierten Wegweiser steht, blickt unweigerlich auf die stürmische Meerenge des Pentland Firth. Die dortigen Gezeitenströme gehören zu den wildesten der Welt. Ein maritimes Nadelöhr, an dem sich Nordsee und Atlantik in einer ewigen, schäumenden Schlacht begegnen.

Thema: Der nordöstlicheste Zipfel des britischenFestlands
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St. Andrews – Meer, Mythen und Magie

St. Andrews - Copyright Karsten-Thilo RaabTextauszug: Der permanent wehende Wind trägt den salzigen Geruch der Nordsee über die Dünen. Möwen ziehen kreischend ihre Bahnen, während die ersten Sonnenstrahlen die alten Steinfassaden von St. Andrews in stimmungsvolles Licht tauchen. Eilige Schritte hallen durch die Gassen der alt-ehrwürdigen Universitätsstadt, über deren Kopfsteinpflaster schon Könige, unzählige Studenten und Seefahrer gestiefelt sind. Dabei besticht das 17.000-Seelen-Nest an der Ostküste Schottlands voller Stolz mit einer Mischung aus mittelalterlicher Architektur, historischen Monumenten, akademische Traditionen und als Wiege des Golfsports.

Thema: Stippvisite in der schottischen Universitätsstadt
Länge: 7.033 Zeichen
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Royal Lochnagar – Whisky mit königlicher Note

Royal Lochnagar - Copyright Karsten-Thilo RaabTextauszug: Wohl nur die wenigsten dürfen sich rühmen, eine Königsfamilie zum Nachbarn zu haben. Noch dazu eine, die ganz nebenbei auch seit gut 170 Jahren zu den Stammkunden zählt. Und eben jene ansonsten nur selten zu sehenden Blaublüter, die gerne auf ihrem großzügigen Anwesen rund um das prächtige Balmoral Castle ihre Ruhe und Abgeschiedenheit genießen, ließen es sich wiederum nicht nehmen, den Nachbarn auf eine besondere Art zu adeln. Denn niemand Geringeres als die bis heute hoch verehrte Queen Victoria verlieh der kleinen Destillerie bereits im Jahre 1848 das Prädikat „Royal“.

Thema: Whisky-Herstellung in Schottland
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Schottland auf den Spuren von Harry Potter

Glenfinnan Viaduct - Copyright Karsten-Thilo RaabTextauszug: Wer glaubt, Schottland sei nur etwas für Whisky-Liebhaber und Highland-Romantiker, der hat wohl noch nie mit einem Butterbier in der Hand auf das Glenfinnan-Viadukt gestarrt. Denn hier, zwischen nebligen Tälern und mystischen Seen, beginnt eine Reise, die nicht nur ausgewiesene „Potterheads“ in Verzückung versetzt. Die Reise beginnt in Edinburgh, jener Stadt, in der J.K. Rowling einst mit Blick auf das mächtige Castle ihre Feder zückte und fortan mit ihren Büchern über „Harry Potter“ eine ganze Generation verzauberte. Die Victoria Street, mit ihren bunten Fassaden und verwinkelten Läden, erinnert frappierend an die Winkelgasse – man möchte fast nach einem Zauberstabgeschäft Ausschau halten.

Thema: Set-Jetting auf den Spuren des Zauberlehtlings
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Die bedingungslose Treue des Greyfriars Bobby

Greyfriars Bobby - Copyright Karsten-Thilo RaabTextauszug: Herzergreifend ist die Geschichte von Greyfriars Bobby. Nicht von ungefähr gehört die Bronzestatue des kleinen Terriers, der 14 Jahre lang am Grab seines Herrchens wachte, zu den ungewöhnlichsten Attraktionen im schottischen Edinburg: Sein Nase ist völlig abgegriffen, funkelt im Gegensatz zum Rest des Körpers in der Sonne – sofern sie denn mal über Schottlands Hauptstadt Edinburg scheint. Ohne Frage übt der kleine Kerl fast magnetische Anziehungskraft aus. Und so avanciert das obere Ende der Candlemaker Row zu einer Art Pilgerstätte. Genau dort, wo es links auf die George IV Brücke in Richtung Edinburgs Prachtstraße, der Royal Mile, geht sitzt er erhaben auf einer Säule. Mit aufmerksamen Blick scheint der kleine Terrier genau das zu tun, was er nahezu sein ganze Leben lang getan hat: vergeblich auf die Rückkehr seines geliebten Herrchens zu warten.

Thema: Edinburgs treuester Hund
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Der Hotelcheck: Das Mercure Edinburgh Haymarket

Mercure Edinburgh Haymarket - Copyright Karsten-Thilo RaabTextauszug: Das Mercure Edinburgh Haymarket liegt nur einen Steinwurf vom historischen Tor des ehemaligen Fleischmarktes entfernt. Bis zum Tor zur Altstadt am Grassmarket, wo bis zum Jahre 1784 öffentliche Hinrichtungen am Fuße der mächtigen Burg der schottischen Hauptstadt stattfanden, sind es allerdings knapp 20 Gehminuten. Über einige Stufen geht es hinaus zum Castle und zur berühmten Prachtstraße, der Royal Mile. Im Mercure Edinburgh Haymarket hingegen muss niemand Treppen steigen, um von der Open-Lobby aus zu den einzelnen Etagen zu gelangen. Natürlich steht es jedem frei, auf die Fahrt mit dem Lift zu verzichten und stattdessen ein paar Stufen zu den 110 großzügig geschnittenen Zimmern zu erklimmen, die sich auf acht Etagen verteilen.

Thema: Test des Vier-Sterne-Hotels Mercure Edinburgh Haymarket
Länge: 4.220 Zeichen
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Eine Dorfschmiede als Pilgerstätte der Liebenden

Gretna Green - Copyright Karsten-Thilo RaabTextauszug: Für ganze Generationen galt der Name als Synonym für Hoffnung, Freiheit und Unabhängigkeit, wurde im wahrsten Sinne des Wortes automatisch mit dem Tor zur trauten Zweisamkeit gleichgesetzt. Die Rede ist von Gretna Green, jenem beschaulichen kleinen Dorf im Südwesten Schottlands unweit der Grenze zu England, das zwischen 1754 und 1940 zur Pilgerstätte für junge Liebespärchen und Ausreißer wurde. Denn in der dortigen Dorfschmiede konnten sich aufgrund einer Lücke in der schottischen Rechtsprechung Minderjährige ohne das Wissen beziehungsweise die Zustimmung der Eltern das Jawort geben.

Textlänge: circa 7.500 Zeichen
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Macallan – Whisky-Genuss im gestrandeten UFO

Macallan Destillery - Copyright Karsten-Thilo Raab (17)Textauszug: Das mächtige, mit Gras bewachsene Dach ist optisch an die Form der umliegenden Bergkuppen von Speyside angelegt. Das Innere erinnert von den Ausmaßen eher an die Abflughalle eines Flughafens als an eine Fabrik. In der Tat stehen hier für nicht wenige himmlische Genüsse im Fokus. Denn im neuen, im Sommer 2018 eröffneten, ultramodernen Besucherzentrum der Macallan Distillery dreht sich alles um die Herstellung hochwertiger Single Malt Whiskys. Und hier wird verglichen zu anderen Destillerien ein Quantensprung unternommen. Die gesamte Anlage ist großzügig geschnitten und Whiskyliebhaber können im Rahmen von Führungen einen Einblick in alle Bereiche der Herstellung erhalten. Lediglich das Heiligtum in Form der oberhalb des Besucherzentrums gelegenen Lagerräume bleibt bei der Tour außen vor. Dafür darf hier – im Gegensatz zu anderen Destillerien – überall fotografiert werden.

Thema: Streifzug durch die Macallan Distillery in Speyside
Länge: 5.048 Zeichen
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Schottland: Gin-Herstellung im Whisky-Land

Gin-Schule - Copyright Karsten-Thilo RaabTextauszug: Die Ärmel seines Hemdes hat Chris Molyneaux hochgekrempelt. Ganz so, als wolle der sympathische Lockenkopf mit dem Dreitagebart deutlich machen, dass er bereit ist, mit anzupacken. Und dies ist auch notwendig. Schließlich möchte der waschechte Schotte mit dem leichten Bauchansatz das Dutzend an Wissbegierigen nicht nur für den Genuss von Gin begeistern, sondern ihnen auch binnen weniger Stunden helfen, ein eigenes schmackhaftes Wacholdergetränk mit seiner Hilfe herzustellen. Seine Daffy’s Gin School liegt inmitten des schottischen Hochlandes nicht weit vom Loch Ness im Dörfchen Strathmashie. Also inmitten einer der Hochburgen der Whisky-Herstellung. Die Bezeichnung „Dörfchen“ ist zugegebenermaßen fast schon Aufschneiderei. Tatsächlich handelt es sich mehr um eine Hand voll Häuser in den Cairgorns an den stark befahrenen A86. Die Heimat der Schule liegt im umgebauten Stall eines uralten Bauernhofs, während die gute Stube des Farmhauses zu einer kleinen Bar umfunktioniert wurde.

Thema: Einführung in die Gin-Herstellung
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Ökodorf Findhorn – das etwas andere Schottland

Findhorn - Copyright Karsten-Thilo RaabTextauszug: Das Büffet ist angerichtet – alles vegetarisch, alles aus eigenem, ökologischem Anbau. Rund 40 hungrige Mäuler gruppieren sich im Kreis um die üppig gefüllte Tafel. Doch bevor die Speisen auf die Teller geladen werden können, greift ein jeder nach der Hand des Nebenmanns, um gemeinsam das Essen zu segnen. Eine Prozedere, das in der Findhorn Community, einem der ältesten Ökodörfer der Welt im Nordosten Schottlands, fester Bestandteil einer jeden Mahlzeit ist. „Ich finde es schön und wichtig, kurz inne zu halten, statt den ganzen Tag wie ein kopfloses Huhn durch die Gegend zu laufen“, beteuert Richard Bruncken. Der Kölner ist seit mittlerweile 14 Monaten Teil der spirituell orientierten Gemeinschaft, die sich selbst auf die Fahne geschrieben hat, „einen der niedrigsten ökologischen Fußabdrücke in der industriellen Welt“ zu hinterlassen.

Thema: Stippvisite im Ökodorf Findhorn
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