Textauszug: Statt Totenstille herrscht auf diesem Friedhof oft schallendes Gelächter. Von Betroffenheit und Trauer fehlt auf dem kleinen Grabhügel in der 5.000-Seelen-Gemeinde Kramsach im Tiroler Alpbachtal jegliche Spur. Im Gegenteil, da wird gejauchzt, gefeixt und sich amüsiert. Mach einer biegt sich gar vor Lachen, bevor er das nächste Grabkreuz ins Visier nimmt. Und niemand nimmt Anstoß an diesem pietätlosen Verhalten. Wohl auch, weil auf diesem Gottesacker niemand zu Grabe getragen und hier noch nie ein Kranz niedergelegt oder das Ableben eines geliebten Angehörigen betrauert wurde.
Thema: Kurioser Museumsfriedhof im Alpbachtal
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Textauszug: Agatha Christie würde ihre Freude haben. Ganze Scharen von Krimiautoren finden hier Inspiration für ihre mörderischen Geschichten und manch einer, der sich eines lästigen oder unbequemen Zeitgenossen entledigen möchte, kommt hier auf die abstrusesten Gedanken. Nicht von ungefähr gehört der Giftgarten zu den Hauptattraktionen der Alnwick Gardens. Hinter meterhohen Zäunen sind hier im Nordosten Englands gefährliche Pflanzen von Belladonna, der Schwarzen Tollkirsche, bis hin zu Brechnuss, Magic Mushrooms, Opium und Cannabis ausgestellt. Der Zutritt ist nur in Begleitung von speziell ausgebildeten Führern erlaubt. Und diese haben ein Fülle an hoch spannenden Geschichten über die Pflanzen, ihre Wirkung und ihren Missbrauch im Gepäck.
Textauszug: „Wir sind nicht im Zoo. Ich kann nicht garantieren, dass wir Tiere sehen“, macht der 67jährige Naturbursche deutlich. Mit ausrangierten Militär-Jeeps geht es für einige Kilometer über Stock und Stein, ehe der Mini-Convoy an einer Lichtung zum Halt kommt. Mit einer Presslufthupe in der Hand gibt Marion McMurray eine kurze Einführung und letzte Regieanweisungen. Er ist eher der schweigsame Typ, Modell „Mann aus den Bergen“ mit Holzfällerhemd. 800.000 Bären seien in Nordamerika heimisch, darunter allein 17.000 Schwarzbären in der Provinz Québec, weiß er zu berichten. Nein, Probleme mit den Bären gäbe es eigentlich nie.
Textauszug: Mit der Utopia of the Seas vermochte Royal Caribbean seine Flotte spektakulär zu erweitern. Das neue Kreuzfahrtschiff der Superlative sticht ab Juli 2024 in See. An Bord warten ein riesiges kulinarische Angebote und neben einer Poollandschaft, die zum Schwimmen und Relaxen einlädt, auch der eine oder andere Nervenkitzel. Entspannung verspricht auch ein Abstecher nach Coco Cay, der privaten Insel von Royal Caribbean auf den Bahamas. Ein Interview mit Gianni Rotondo, dem Vizepräsidenten von Royal Caribbean, über die neue Utopia of the Seas:
Textauszug: Die „Windy City“ macht ihrem Namen alle Ehre. Unaufhörlich weht eine steife Brise durch Downtown Chicago. Nicht auszudenken, wie es wäre, wenn die vielen Wolkenkratzer nicht als Windfang dienen würde. Immer wieder blitzt die Sonne zwischen den Häuserschluchten durch und lässt die metallene Oberfläche von The Bean („Die Bohne“) strahlend funkeln. Es gibt wohl niemanden, der hier nicht ein Selfie mit der, sich in der Oberfläche spiegelnden Skyline auf den Digitalchip seines Smartphones bannt. Die Bohne, die offiziell auch „Cloud Gate“ heißt, wurde vom indisch-englischen Künstler Anish Kapoor entworfen und besteht im oberen Teil aus 168 auf Hochglanz polierten Edelstahlplatten.
Textauszug: Es ist immer wieder erstaunlich, wie wenig es eigentlich braucht, um kiloweise Glückshormone auszuschütten. So im Norden von Wales auf der Llŷn-Halbinsel. Der Anblick der weiten Bucht, der sanften Hügel und der Irischen See lässt in Sekundenschnelle den wolkenbehangenen Himmel vergessen. Gesteigert wird das Glücksgefühl noch, als am nördlichen Ende der sichelförmigen Bucht von Porthdinllaen eines der faszinierndsten Pubs des Landes erreicht ist: Das Ty Coch Inn wurde sogar jüngst zu einer der zehn schönsten Strandbars der Welt gekürt, obwohl es streng genommen keine solche ist.
Textauszug: „Die meisten Leute liegen den ganzen Tag am Pool, obwohl wir hier die schönsten Strände der Welt haben“, wundert sich Dia Toggas über die Verhaltensweise vieler Touristen. Dia sieht mit ihrer markanten Harkennase, den langen schwarzen Haaren, den dunklen Augen und den strahlend weißen Zähnen ein bisschen wie die Fleisch gewordene Karikatur einer hellenistischen Schönheit aus. Die überaus sympathische, gertenschlanke 42-jährige betreibt mit ihrem Mann Dimitrios einen kleinen Kiosk in Kardámena an der Südküste der griechischen Ferieninsel Kos. Nein, reich werde sie davon nicht. Doch in den sieben, acht Monaten während der Saison von Mai bis Oktober verdienten sie genug, um den Rest des Jahres gut davon leben zu können, beteuert Dia.
Textauszug: Eine Katze schleicht durch die kleine Gasse. Auf Mäuse kann die Samtpfote hier wohl kaum hoffen. An der warmen Lehmmauer eines Haus sitzt ein hageres Mädchen und genießt die warmen Sonnenstrahlen. Ein paar Schritte weiter kullern zwei Jungs mit nackten Bäuchen ihre Murmeln durch den staubigen Untergrund. Eine von einem Esel gezogene Karre mit Stroh hoppelt über das unebene Straßenpflaster mit seinen zum Teil knietiefen Löchern. Ein alter Mann schlendert neben dem Gespann her und hält die Zügel locker in der Hand. Eilig hat es hier niemand. Zwischen den schlichten Wohnhäusern der Itschan-Kala, wie die Altstadt offiziell heißt, scheint die Zeit still zu stehen. Ein paar wenige Autos stören die Idylle. Ansonsten fällt es nicht schwer, sich vorzustellen, warum Chiwa in längst vergangenen Tagen eines der pulsierenden Zentren entlang der legendären Seidenstraße war.
Textauszug: Über Jahrzehnte gaben sich Staatsmänner und Regierungschefs aus allen Teilen der Welt hier förmlich die Klinke in die Hand. Wohl auch, weil das prachtvolle Parlamentsgebäude sowie der ehemalige königliche Palast, der heute als Rathaus fungiert, jeweils keine 300 Meter Luftlinie vom Mercure Belgrade Excelsior entfernt liegen. Auch namhafte Persönlichkeiten wie der französische Dramatiker und Philosoph Jean-Paul Sartre, die Tänzerin, Sängerin und Schauspielerin Josephine Baker oder Nobelpreisträger Ivo Andrić, dessen Name auch das hauseigene Restaurant trägt, waren hier zu Gast. Mittlerweile finden sich einige luxuriösere Hotels in Serbiens pulsierender Hauptstadt. Gleichwohl muss sich das Vier-Sterne-Haus als eine der nach wie vor besten Adressen in Belgrad ganz sicher nicht verstecken.
Textauszug: Wo die Liebe so hinfällt. Ein besonders liebenswertes Fleckchen Erde liegt im Südosten von Sardinien im Naturschutzpark Capo Carbonara. Kleine Buchten mit klarem, in allen Farben leuchtenden Blautönen strahlendem Meer wechseln sich ab mit oft bizarren, sandsteinfarbenen Felsenküsten. Buschförmige Bäume und Sträucher ziehen sich über die Ebenen die Hügel hinauf. Während der Nebensaison sind die kleinen, oft gut ausgebauten Sträßchen, die sich mal mehr oder weniger kurvenreich durch die Landschaft ziehen, nur wenig befahren. Immer wieder eröffnet sich der Blick aufs Meer. In der Ferne stehen brachiale Leuchttürme, deren loderndes Feuer oder dichte, graue Rauchwolken in früheren Jahren vor aggressiven Eroberern gewarnt haben.
Textauszug: Obschon die Gäste aus den USA, Kanada und Australien angesichts der langen Anreise kollektiv an den dicken Augenringen zu erkennen sind, scheinen nicht nur bei ihnen die Strapazen beim Anblick der Sun Princess binnen Minuten völlig verflogen zu sein. Eine kleine Stärkung, ein, zwei Drinks später zeigen sich alle völlig begeistert von dem neuen Schiff der Extraklasse. Mit einem Seetag wird die achttägige Mittelmeerkreuzfahrt durch vier Länder perfekt eingeläutet. Perfekt, um – insbesondere für die weit angereisten Passagiere – sich zu akklimatisieren und die Müdigkeit aus den Knochen zu schütteln; perfekt aber auch, um den 61 Meter hohen und 345 Meter langen Ozeanriesen und sein Angebot genauestens zu erkunden. Dabei entpuppt sich das Schiff weniger als schwimmendes Hotel, sondern als schwimmende Kleinstadt: An Bord finden in den 2.157 Kabinen, von denen 1.500 über einen Balkon verfügen, stolze 4.300 Gäste Platz. Hinzu kommen 1.600 Crewmitglieder.