Textauszug: Eigentlich gilt die Ourthe im Osten der belgischen Ardennen als der wasserreichste Nebenfluss der Maas. Doch davon ist aktuell wenig zu spüren. Zumindest in Hotton inmitten des 915 Quadratkilometer großen UNESCO Global Geoparks . Eigentlich ist die 5.700-Seelen-Gemeinde ein perfekter wie beleibter Ort für Fliegenfischer. Doch man muss keine Experte sein, um zu erkennen, dass die Fangquote wohl so niedrig sein dürfte wie der Pegel des knapp 50 Kilometer langen Flusses, der sich bei Lüttich mit der Maas vereint. „Der Wasserstand ist extrem niedrig und das Wasser sehr warm. Die Fische, die sich an solchen Tagen fangen, lassen sind einfach nur Selbstmörder“, flachst Francis Danloy.
Thema: Fliegenfischen für Anfänger in den Ardennen
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Textauszug: Das Belvedere wird seinem Namen voll auf gerecht. Vom Balkon fällt der Blick auf den Lago Maggiore und die dahinterliegende Berge. Meter hohe Palmen und riesige Kakteen vermitteln mediterranes Flair. Aus dem Talkessel rund um Locarno dringt ein leichtes, aber permanentes Grundrauschen hinauf zum Vier-Sterne-Superior-Hotel, das aus drei separaten und durch Übergänge verbundene Gebäudeteilen besteht. Die Zimmer sind nicht gerade üppig groß, vom Platzangebot jedoch absolu adäquat. Das geräumige Bett ist mit mehreren Kissen in verschiedenen Härtegraden ausstaffiert, um je nach individueller Vorliebe größtmöglichen Schlafkomfort zu ermöglichen.
Textauszug: Liechtensteins Hauptstadt Vaduz entpuppt sich als ein Dorf mit einem Hauch von Weltstadtflair. Entlang der Fußgängerzone Städtle finden sich nicht nur die wichtigsten Bauten und Museen der Kapitale, sondern auch Designerläden, Souvenirshops, Boutiquen, Restaurants, Regierungsgebäude und zahlreiche Banken. Unmittelbar vor dem Liechtenstein Cente markiert ein Stein die Stelle, von der seit 1864 alles Distanzen innerhalb des Landes vermessen wurden. Dominiert wird das Stadtbild durch das Schloss Vaduz. Die öffentlich nicht zugängliche Festung hoch oben über der Stadt ist seit 1712 im Besitz der Fürsten von Liechtenstein und offizieller Wohnsitz der Fürstenfamilie.
Textauszug: Nur wenige Hundert Meter entfernt streifen die mächtigen Braunbären durch das Gelände. Gleichwohl wiegen einen das Rauschen der Blätter und der sanfte Wind in dieser sternenklaren Nacht unaufgeregt und sanft in den Schlaf. Mit Anbruch der Dämmerung übernimmt das Gezwitscher der Vögel die Funktion eines natürlichen Weckers. Und der Tag beginnt in drei Metern Höhe beim vorsichtigen Öffnen des Reißverschlusses des Baumzelts, wie der vorherige geendet ist: Mit faszinierenden Blicken auf den Parc Animalier, den Tierpark im belgischen Han-sur-Lesse, der sich rühmen darf, mit Bär, Wolf, Luchs, Bison und Vielfraß die europäischen „Big Five“ zu beheimaten.
Textauszug: Wenn etwas oder jemand sprichwörtlich „über die Wupper geht“, ist es – oder die Person – entweder tot, unbrauchbar oder kaputt. Attribute, die zumindest auf die Müngstener Brücke nicht zu treffen, obwohl diese seit mittlerweile 125 Jahren in luftiger Höhe über die Wupper „geht“ – oder besser gesagt, diese in luftiger Höhe überspannt. Ein gigantischer Brückenschlag, der bis heute als Meisterwerk der Ingenieurskunst und Industriekultur gilt. Gleichzeitig darf sich die markante, 500 Meter lange Müngstener Brücke rühmen, mit 107 Metern Deutschlands höchste Eisenbahnbrücke zu sein. Als das beeindruckende Bauwerk nach knapp dreijähriger Bauzeit 1897 vollendet und die Flussquerung für den Verkehr freigegeben wurde, galt sie als technisches Wunder.
Textauszug: Bei der Blondine im roten Kostüm und den langen roten Handschuhen könnte es sich bei genauerem Hinsehen auch um einen Mann handeln. Allein die Größe legt den Verdacht nahe, zumal die Dame den Großteil der Tür in Beschlag nimmt. Im Vorbeigehen könnte der Gedanke aufkommen, die Tür sei der Zugang zu einer Welt der käuflichen Liebe. Doch weit gefehlt, die Blondine ist Teil eines Kunstprojekts, bei dem das Gros der Türen in der ohnehin charmanten Altstadt von Funchal künstlerisch gestaltet wurde. Seit dem Jahre 2010 treibt es die Insel-Kapitale von Madeira diesbezüglich im wahrsten Sinne des Wortes bunt.
Textauszug: Die Idee ist faszinierend und angsteinflößend zugleich: Paris vom Fahrradsattel aus zu entdecken, hat durchaus seinen Reiz, wäre da nicht das riesige, unkalkulierbare Verkehrsaufkommen in der Millionenmetropole an der Seine. Immerhin hatte Oberbürgermeisterin Anne Hidalgo nach ihrer Wiederwahl im Jahr 2020 offiziell die Verkehrswende für die französische Hauptstadt eingeläutet und fast flächendeckend Tempo 30 durchgesetzt. Allerdings, auch das gehört zur Wahrheit, interpretiert so mancher Auto- oder Motorradfahrer die innerstädtische Geschwindigkeitsbegrenzung eher als launige Empfehlung und ist entsprechend sportlich unterwegs.
Textauszug: Die Wüste lebt. Besser gesagt, die Wüste bebt. Und wie. Dort, wo das ganze Jahr über neben gleißender Hitze und nächtlicher Kälte zwischen Sand, Staub und Geröll eine gewisse Tristesse herrscht, regiert schon bald wieder für acht Tage der absolute Ausnahmezustand. Vom 28. August bis 5. September 2022 steigt in der Black Rock Desert im US-Bundesstaat Nevada das legendäre Burning Man Festival. Nicht nur das ungewöhnliche Setting in der staubigen Einöde eines ausgetrockneten Salzsees lässt das Ganze zu einem Event der Superlative avancieren. Ein Spektakel, zu dem sich rund 75.000 Festival-Jünger auf den beschwerlichen wie langen Weg in die Wüste machen.
Textauszug: Wer an Brüssel denkt, denkt fast automatisch an den Grand Place, das Atomium, das Manneken Pis, die Comic-Kultur, die ungeahnte Bier-Vielfalt oder an handgefertigte Pralinen. Doch die belgische Hauptstadt weiß noch mit einer weiteren besonderen Note zu begeistern: Die rund 1.000 Gebäude im Art déco oder Art Nouveau Stil lassen nämlich nicht nur die Herzen ausgewiesener Architektur-Liebhaber höherschlagen. Im Gegenteil. Einige der Stil-Ikonen sind längst zu den namhaftesten Landmarken am Hauptsitz der Europäischen Union avanciert.
Textauszug: Schöner kann der Auftakt kaum sein. Von der Inselhauptstadt Funchal aus geht es an der Küste entlang gen Westen. Die Route führt abwechselnd durch ellenlange Tunnel und vorbei an riesig sich auftürmenden Bergen mit steilen Hängen und terrassenförmig angelegten Bananenplantagen. Dazwischen schmiegen sich Häuser verstreut an die steilen Hänge. Ganz Madeira scheint ein Hanghuhn zu sein – ein durchlöchertes noch dazu. Denn auf der gerade einmal 57 Kilometer langen und 22 Kilometer breiten Atlantikinsel wurden allein im Laufe der letzten zweieinhalb Jahrzehnte mehr als 300 Tunnel angelegt. Diese ersetzen die zum Teil extrem steilen und kurvenreichen Straßen entlang der Küste, aber auch im Inselinneren, wo sich der Pico Ruivo als höchster Berg stattliche 1.862 Meter hoch aufbäumt.
Textauszug: An rund 200 Tagen im Jahr zieht ein grauer Nebelschleier über die Moorlandschaft mit ihren rauschenden Flüssen, ungewöhnlichen Granitformationen, bizarren Felsfiguren, versteckten Dörfern und prähistorischen Städten, verwandelt das malerische Fleckchen Erde in eine dampfende Waschküche mit Flechten, verkrüppelten Birken und Sümpfen. Schon vor Jahrzehnten war dies das ideale Setting für die guten alten Edgar Wallace Filme. Und auch einer der berühmtesten Romane von Sir Arthur Conan Doyle, „Der Hund von Baskerville“, spielt in dem rund 950 Quadratmeter großen Landstrich in der südenglischen Grafschaft Devon. Das Dartmoor, gleichermaßen von Wasserdampf und Legenden gezeichnet, gehört zweifelsohne zu den schönsten und landschaftlich reizvollsten Regionen der britischen Insel.