Textauszug: „Wenn es nicht schmerzt, ist es kein richtiger Regen, sondern nur ein bisschen nasse Luft“, lacht Tourguide Emily mit Blick auf die Tatsache, dass sich in Highlands regelmäßig alle vier Jahreszeiten an einem Tag erleben lassen. Ein wenig augenzwinkernd schiebt der fröhliche Lockenkopf hinterher: „Der Klimawandel spielt mit der schottischen Psyche. Auf einmal können wir sogar ab und zu planen und uns für die nächste Woche zum Grillen oder Picknick verabreden.“ Schon hat die Powerfrau aus dem nahen Inverness wieder den Blick auf die Heimat des Seeungeheuers gerichtet. Im 6. Jahrhundert, so Emily weiter, will der irische Missionar St. Columba eine Kreatur mit echsenähnlichem Kopf, einem langen Schlangenhals und zwei Höckern gesichtet haben. Die eigentliche Popularität erlangte Nessie jedoch erst, als 1933 ein gewisser Hugh Gray ein unscharfes Foto des Monsters schoss, und die Echtheit des Bildes von einer Fotofirma bestätigt wurde.
Thema: Winterliche Tour durch das schottische Hochland
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Textauszug: Normalerweise watscheln Entenfamilien nicht den Berg hoch; höchstens mal ein Stück die Uferböschung hinauf. Diese vielbeinige Entenfamilie schnattert aufgeregt und marschiert mehr oder weniger im Gleichschritt hinter einander her. Ohne Flügel, ohne Schnabel, aber immer bergauf. An steilen Stücken wird auch schon mal ein Zickzackkurs eingeschlagen. Vorne weg geht keine Entenmutter, sondern Elmar Ebener. Der 48-jährige führt die kleine Gruppe die Turracher Höhe hinauf – dem Sonnenaufgang entgegen. Trotz der untergeschnallten Schneeschuhe ist dieses Vorhaben durchaus mühselig. Und obschon die Temperaturen bei minus 18 Grad Celsius liegen, ist niemandem wirklich kalt. Denn so eine Schneeschuhwanderung die Skipiste am Kornock hinauf, ist durchaus anstrengend. Erst recht auf nüchternen Magen.
Textauszug: Bei der bloßen Erwähnung des Namens Petra schnalzen nicht nur Kulturliebhaber begeistert mit der Zunge. Keine Frage, die rosafarbene Felsenstadt ist nicht nur Jordaniens bedeutendste Attraktion, sondern gehört zu den faszinierendsten Kulturdenkmälern der Welt. Auch wenn schon viel über das Weltkulturerbe, das im Juli 2007 zu einem der sieben Weltwunder der Gegenwart gekürt wurde, geschrieben wurde, bereitet einen nichts auf diesen bemerkenswerten Ort vor. Denn der Anblick der versteckt liegenden Felsenstadt ist schier überwältigend.
Textauszug: Ja, sie tun es. Täglich. Überall auf der Welt. Nicht nur in Spanien. Nein, überall, wo es Sonne satt, Strand, Pools und Liegen gibt. Einige tun es noch bevor der erste Hahn kräht. Die meisten tun es vor dem Frühstück. Und einige sogar noch schnell vor dem Schlafengehen. Ja, so sind sie – die Deutschen. Sie sind nicht von ungefähr als Liegenreservierer verschrien. Vielleicht leiten sie so etwas wie ein verbrieftes Recht darauf aus der vermeintlichen Tatsache ab, dass die Deutschen als Reiseweltmeister gelten. Auch wenn statistisch gesehen die Chinesen längst den Platz an der Sonne einnehmen.
Textauszug: Die Briten und ihre Nachbarn, die Iren, tun es. Andere aber auch. So zum Beispiel die Japaner, Australier, Inder, Neuseeländer und eine ganze Reihe (ehemaliger) Commonwealth-Staaten wie Malta, Zypern, die Bahamas, Jamaika, Pakistan oder Hongkong. Ebenso wie Macau, Thailand, Malaysia, Botswana, Mosambik, Namibia, Simbabwe, Kenia und Südafrika. Sie alle fahren links und sind damit nicht allein. Weltweit gibt es heute Linksverkehr in 58 Staaten. Erklärungsversuche für dieses Phänomen sind nicht minder zahlreich. Das Ganze einfach damit ab zu tun, dass die Briten und Iren irgendwie anders sind, genügt fraglos nicht.
Textauszug: Manch einer glaubt doppelt zu sehen, wenn er durch die Cannery Row, die berühmte Prachtstraße im kalifornischen Monterey, schlendert. Das leuchtet das Haupt von John Steinbeck im Schatten von Palmen in der Sonne. Und keine 20 Meter Luftlinie entfernt thront ein und derselbe Literaturnobelpreisträger auf einem Felsen und wendet den Wellen des Pazifiks den Rücken zu. Dabei hat der berühmte Autor, der 1902 unweit von Monterey in Salinas das Licht der Welt erblickte, bereits 1968 das Zeitliche gesegnet. Geblieben ist die bis heute große Verehrung für den Schreibkünstler, der dem einstigen Fischernest bereits 1945 mit seinem Roman Die Straße der Ölsardinen (Englisch: Cannery Row) ein literarisches Denkmal setzte. In 32 Kapiteln entführt Steinbeck dabei in das Monterey der 1920er und -30er Jahre, wo sich entlang der Cannery Row zahlreiche Ölsardinen-Fabriken befanden.
Textauszug: James Bond hat gelogen. Nachweislich. In „Casino Royale“ gaukelte der Geheimagent seiner Majestät im Jahre 2006 gleich Millionen von Kinozuschauern vor, das legendäre Pokerturnier mit Bösewicht Le Chiffre würde im Hotel Splendide in Montenegro steigen. Doch diese Nobelabsteige gibt es gar nicht. Tatsächlich diente das Grandhotel Pupp im tschechischen Karlsbad als Kulisse für die Außenaufnahmen. Dabei hätte es für die Produzenten Barbara Broccoli und Michael G. Wilson gar nicht dieser Mogelpackung bedurft, denn Montenegro selber verfügt über eine Vielzahl an Prachtbauten und Palästen. Mehr noch kann das nur knapp 14.000 Quadratkilometer große Land mit filmreifen Kulissen en masse aufwarten.
Textauszug: Zugegeben, von der Urgewalt, die die Brandenberger Ache für gewöhnlich insbesondere nach langen Regenfällen oder nach dem Einsetzen der Schneeschmelz an den Tag legt, ist in diesen Herbsttagen wenig zu spüren. Und doch garantiert eine Wanderung entlang des Wildflusses durch die Tiefenbachklamm gerade in der zweiten Septemberhälfte und im Oktober ein famoses Naturerlebnis inmitten eines bunten Blätterwaldes. Der „Austrian Summer“ muss sich hier ganz sicher nicht hinter dem viel gepriesenen Indian Summer in Nordamerika verstecken. Im Gegenteil. Die Kombination aus schroffen Felswänden, türkisblauem Wasser und herbstlich gefärbtem Laub sorgte Schritt für Schritt für Bilderbuchkulissen.
Textauszug: Die ländlichen Wurzeln kann und will das Alphotel Tyrol nicht verleugnen. Kaum schieben sich zaghaft die ersten Sonnenstrahlen über die Bergwipfel des Ratschingstals, lässt der stolze Hahn des hoteleigenen Mini-Zoos ein lautstarkes Kikeriki erklingen, um den Tag in diesem malerischen Teil von Südtirol zu begrüßen. Und dies an einem Ort, an dem bis in die 1950er Jahre noch ein typisch alpenländischer Bauernhof zu finden war. Hoferbe Josef Eisendle und Gattin Johanna wandelten das Gehöft 1960 zunächst in eine Pension um und in der Folge nach und nach durch An- und Umbauten zunächst zu einem Drei-Sterne-Hotel. Heute hat sich der Familienbetrieb, der nach wie vor mit viel Leidenschaft und Herzblut betrieben wird, zu einem Vier-Sterne-Superior-Haus mit insgesamt 70 Zimmern entwickelt.
Textauszug: Der leichte Bauchansatz ist stummer Zeuge. Mark Reid liebt den Genuss von Bier. Und Wandern. Am liebsten beides in Kombination. Weit mehr als 20.000 Kilometer will der Engländer nach eigenem Bekunden in den zurückliegenden 20 Jahren allein im Norden Englands auf Schusters Rappen zurückgelegt haben. Wie viele Gläser Bier er sich während seiner ausgiebigen Wanderungen gegönnt hat, vermag er nicht zu sagen. Auf jeden Fall gehört für ihn ein Pint of Bitter zum mittäglichen Stopp in einem Pub dazu – ebenso wie zur abendlichen Einkehr in eines der vielen gemütlichen Landgasthäuser.
Textauszug: Das Lindos Royal auf der griechischen Ägäis-Insel Rhodos ist ein Hanghuhn – ein terrassenförmig angelegtes, wohl gemerkt. Zwischen den einzelnen Häuserblocks des Fünf-Sterne-Hauses, das im Laufe der Jahre mehr und mehr erweitert wurde, blitzt immer wieder das Meer auf. Direkt unterhalb des Hotels lädt eine kleine, verträumte Bucht zum Plantschen und Schnorcheln ein. Nur der Einstieg über ein paar Steine ist etwas unbequem. Dafür besticht die ruhige Bucht durch glasklares Wasser und überraschenden Fisch-Reichtum. Rund 250 Meter vom Hotel erstreckt sich ein lang gezogener, sichelförmiger Kiesstrand, der Vlycha Beach. Sechs Pools – davon einer nur für Erwachsene und einer mit sechs Rutschen für die Kleinen und die Kleingebliebenen runden das vielfältige Badevergnügen des Lindos Royal ab.