Textauszug: Des Menschen Wille ist bekanntlich sein Himmelreich. Und genau dort möchte das Gros der Erdenbürger gerne mal irdischen Gelüsten nachkommen. Oder besser gesagt, den Arterhaltungstrieb auf himmlische Art und Weise ausleben. Denn gemäß einer aktuellen Studie des Dating-Portals Saucy Dates mit 11.179 Teilnehmern träumen nicht weniger als 78 Prozent davon, einmal Sex über den Wolken zu haben. 17 Prozent räumten ein, keinerlei Interesse an dieser speziellen Art des Höhenflügs zu haben, während fünf Prozent sogar vorgaben, dass für sie der Traum bereits mindestens einmal Wirklichkeit geworden ist.
Thema: Vier von fünf träumen vom Liebesspiel im Flieger
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Textauszug: Alpakas und ihre Verwandten, die Lamas, Vicuñas und Guanacos, gehören zu Peru wie die Anden. Wohl auch, weil die vierbeinigen Wollknäuel durch ihren sanfte und gutmütigen Charakter bestechen. Nicht wenige, die in den kühlem Morgenstunden Richtung Machu Picchu aufbrechen, blicken ein wenig neidvoll auf die tierischen Andenbewohner. Ja, Lama müsste man sein. Deren dickes, zotteliges Fell wirkt wie ein muckelig warmer Ganzkörperumhang. „Wem es zu kalt ist, der sollte sich einfach Lama-Dung unter die Kleider stopfen“, rät Guillermo Páez halb amüsiert, halb ernst.
Textauszug: Katar!? Da war doch was? Klar, der Franz, der keine Sklaven gesehen haben will. Als Fußball-Kaiser hatte der Beckenbauer sicher keinen Blick dafür. Warum auch? Ihm ging es allein um das Runde, das ins Eckige muss. Und das rollt bekanntlich 2022 in Katar, wenn das Emirat am Arabischen Golf Gastgeber der Fußball-WM sein wird. Auch mit anderen Großevents wie zuletzt 2019 der Leichtathletik-WM versucht das Emirat, einen Platz auf der touristischen Landkarte zu erobern. Mit mäßigem Erfolg. Meist herrschte bei den Wettkämpfen eine Geisteratmosphäre vor menschenleeren Tribünen. Dabei hat das Sonnen verwöhnte Emirat abseits des sportlichen Rampenlichts durchaus einiges zu bieten. „Welcome to Doha the capital of Qatar and the Gateway to the world” – „Willkommen in Doha, der Hauptstadt von Katar, und dem Tor zur Welt“, prangert einem zur Begrüßung ein Schriftzug auf einer Plakatwand auf dem Hamad International Airport entgegen. Bescheidenheit sieht sicher anders aus. Gleichwohl zeugen die Worte auch vom Stolz und Eigenverständnis einer Nation, die oft sehr zu Unrecht kritisch beäugt wird. Gut, Katar ist keine Demokratie. Vieles läuft in dem muslimischen Land anders als in der westlichen Welt. Aber gerade das macht den Reiz aus.
Textauszug: Nach dem Gnalp-Tunnel endet die Welt. Plötzlich eröffnet sich eine ganz neue, andere Welt. Eine voller Berggipfeln und weißer Pracht. Vorbei geht es an den malerischen Holzhäusern des Weilers Steg, während die Motorengeräusche wenige Kilometer weiter zunehmend verstummen. Der Klang der Stille wird durchzogen vom Lachen, aber auch vom Knarzen zahlloser Kanten. Der Talabschnitt ist klein und doch groß genug. Drangvolle Enge ist hier ein Fremdwort. Keine Frage, das Dörfchen Malbun im Fürstentum Liechtenstein gilt nicht von ungefähr als offener Geheimtipp für eine familiengerechte Wintersportregion abseits der Massen. Ein Skigebiet ohne Halligalli, ohne Schickmicki, ohne ausschweifende Apres-Ski-Parties. Dafür aber mit fürstlicher Note.
Textauszug: Die Kataris sind im Fieber. Allenthalben gibt es nur ein Thema. Keiner, der nicht mit stolzgeschwellter Brust den Blick nach vorne auf das Jahr 2022 richtet, wenn das kleine Emirat auf der arabischen Halbinsel Gastgeber der ersten Weltmeisterschaft im mittleren Osten sein wird. Seit der Fußball-Weltverband FIFA am 2. Dezember 2010 in Zürich bekannt gab, dass Katar Ausrichter des neben den Olympischen Spielen weltgrößten Sportereignisses sein wird, herrscht kollektive Aufbruchstimmung. An jeder Ecke wird gebuddelt und gebaut, um für das Großereignis gerüstet zu sein. Straßen werden ausgebaut, ein U-Bahnnetz mit drei Linien geht an den Start. Das Ziel: fünf der acht WM-Stadien sollen bequem mit der U-Bahn erreichbar sein. Die übrigen drei Stadien werden in enger Taktung mit klimatisierten Bussen angefahren.
Textauszug: Tag und Nacht erschüttert immer wieder ein Dröhnen die Stille, wenn die Amtrak-Züge mit lautem Hupen durch Downtown Springfield rollen. Ansonsten wirkt die Hauptstadt des US-Bundesstaates Illinois eher ein wenig verträumt und beschaulich. Dennoch kann die 120.000-Seelen-Gemeinde an der legendären Route 66 von sich behaupten, zumindest politisch alles andere als ein weißer Fleck auf der Landkarte zu sein. Zu verdanken hat die Stadt ihre Berühmtheit vor allem einen Mann: Abraham Lincoln. Der bis heute hoch verehrte 16. Präsident der Vereinigten Staaten, der sich insbesondere einen Namen damit machte, die Sklaverei beendet zu haben, wirkte und lebte vor seiner Wahl ins Weiße Haus in Springfield. Noch heute ist die Begegnung mit „Honest Abe“, dem „ehrlichen Abe“, in der Stadt, die sich ihren Namen mit nicht weniger als drei Dutzend anderen Städten in den USA teilt, unausweichlich.
Textauszug: Die Ärmel seines Hemdes hat Chris Molyneaux hochgekrempelt. Ganz so, als wolle der sympathische Lockenkopf mit dem Dreitagebart deutlich machen, dass er bereit ist, mit anzupacken. Und dies ist auch notwendig. Schließlich möchte der waschechte Schotte mit dem leichten Bauchansatz das Dutzend an Wissbegierigen nicht nur für den Genuss von Gin begeistern, sondern ihnen auch binnen weniger Stunden helfen, ein eigenes schmackhaftes Wacholdergetränk mit seiner Hilfe herzustellen. Seine Daffy’s Gin School liegt inmitten des schottischen Hochlandes nicht weit vom Loch Ness im Dörfchen Strathmashie. Also inmitten einer der Hochburgen der Whisky-Herstellung. Die Bezeichnung „Dörfchen“ ist zugegebenermaßen fast schon Aufschneiderei. Tatsächlich handelt es sich mehr um eine Hand voll Häuser in den Cairgorns an den stark befahrenen A86. Die Heimat der Schule liegt im umgebauten Stall eines uralten Bauernhofs, während die gute Stube des Farmhauses zu einer kleinen Bar umfunktioniert wurde.
Textauszug: Nicht nur, weil die Sonne chronisch lacht, sondern vor allem auch wegen der offenen, freundlichen Art seiner Bewohner nennt sich Gambia selber gerne „the smiling face of Africa“. Das kleine Land in Schwarzafrika, das mit Ausnahme der Atlantikküste komplett vom Senegal umgeben ist, gehört für viele noch zu den weißen Flecken auf der Landkarte. Dabei weiß Gambia mit nahezu ganzjährig konstanten Temperaturen, herrlichen Stränden, ausgedehnten Mangrovenwäldern und faszinierender Natur zu begeistern. Die Infrastruktur in der ehemaligen britischen Kolonie, die 1961 in die Unabhängigkeit entlassen wurde, ist sicherlich verbesserungswürdig. Es gibt weder eine Eisenbahnlinie, noch ein überregionales Bussystem. Dafür rollen allerorten kleine Sammelbusse und Tausende markant gelb-grüner Taxen, zumeist „made in Obertürkheim“, über die wenigen asphaltierten Hauptverkehrsachsen. Immer wieder schlappen Wasserbüffel gemütlich über die Straßen, die außerhalb der Städte oft von riesigen Reisfeldern gesäumt werden. Unter schattenspendenden Bäumen sitzen Gruppen von Männern gemütlich beim Plausch zusammen oder waschen liebevoll ihre Autos.
Textauszug: Nicht von ungefähr gilt Marrakesch als ein Stück Bilderbuch-Marokko. Rote Bauten soweit das Auge reicht; dazwischen hoch aufragende Palmen und am Horizont die schneebedeckten Gipfel des Atlas-Gebirges. Moscheen, Minarette, Paläste, aber auch Wohn- und Geschäftshäuser sowie Mauern sind allesamt in einheitlichen Rot-Tönen gehalten und verliehen der uralten Königsstadt den Beinamen „Rote Stadt“. Einen Kontrast zur stimmigen Einheitsfarbe bildet der als „blaue Oase“ bezeichnete Jardin Majorelle. Der Traumgarten im Stadtteil Guéliz wird vom satten Grün der Pflanzen, aber auch von grellen Blau- und Gelbtönen dominiert. Namensgeber Jacques Majorelle (1886-1962) erwarb im Jahre 1923 den Grund und Boden, der heute den Garten bedeckt. Der französische Maler, der sich auch als Sammler exotischer Pflanzen aus aller Welt einen Namen machte, ließ das Brachland in einer Prachtgarten umgestalten.
Textauszug: Das Büffet ist angerichtet – alles vegetarisch, alles aus eigenem, ökologischem Anbau. Rund 40 hungrige Mäuler gruppieren sich im Kreis um die üppig gefüllte Tafel. Doch bevor die Speisen auf die Teller geladen werden können, greift ein jeder nach der Hand des Nebenmanns, um gemeinsam das Essen zu segnen. Eine Prozedere, das in der Findhorn Community, einem der ältesten Ökodörfer der Welt im Nordosten Schottlands, fester Bestandteil einer jeden Mahlzeit ist. „Ich finde es schön und wichtig, kurz inne zu halten, statt den ganzen Tag wie ein kopfloses Huhn durch die Gegend zu laufen“, beteuert Richard Bruncken. Der Kölner ist seit mittlerweile 14 Monaten Teil der spirituell orientierten Gemeinschaft, die sich selbst auf die Fahne geschrieben hat, „einen der niedrigsten ökologischen Fußabdrücke in der industriellen Welt“ zu hinterlassen.
Textauszug: Die Lage am Zusammenfluss der River Fiddich und Spey inmitten von Speyside, der berühmten Whisky-Region in Schottland, lässt erahnen, auf welche Genüsse sich das Craigellachie Hotel spezialisiert hat. Als eine der größten Whisky-Bars des Landes hat das Hotel mehr als 900 verschiedene Malt Whiskys im Ausschank. Die Gaumenfreuden allein auf das „Wasser des Lebens“ zu beschränken, wäre allerdings nicht fair. Denn im hoteleigenen Restaurant, dem Copper Dog, werden exzellente schottische Spezialitäten wie Haggis, Steaks, Lamm-Varianten, Jakobsmuscheln oder geräucherter Schellfisch serviert, während in der angrenzenden Bar Kaminfeuer und Livemusik das Wohlfühlgefühl komplettieren.