Textauszug: Die Einrichtung im Old Mill ist eher unaufgeregt schlicht. Viel dunkles Holz, knarzende Dielen, einfache Holzstühle, lederbespannte Sitzbänke und kleine Holztische. Nahezu jeder freie Zentimeter ist ausgenutzt, um möglichst viele Gäste unterbringen zu können. Da mutet jeder Gang für die Kellner des populären Restaurants wie ein kleiner, vertikaler Limbo-Tanz an. Die Wände sind komplett mit alten Fotos, Schildern und nostalgischen Reklametafeln zugepflastert. Die Tische sind so eng zusammengerückt, dass man fast zwangsweise mit den Nachbarn ins Gespräch kommt oder deren Konservation belauscht.
Thema: Restauranttipp für Dublin
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Textauszug: Derweil begeistert Covent Garden mit gigantischen Weihnachtsglocken und -kugeln, die von den Decken der prachtvollen Hallen hängen. Auch hier nehmen es die Schausteller und Standbeschicker gerne von den Lebenden. Am Suzette, einem Stand im überdachten Apple Market, beispielsweise kostet ein 0,2 Liter-Becher Mulled Wine, also Glühwein, stolze 9,5 Pfund (11,40 Euro). Im Sipsmith, einem uralten, umgebauten Bus in markantem Grün, werden für denselben Drink sogar 10 Pfund (12 Euro) verlangt. Für besondere weihnachtliche Stimmung sorgt traditionell die aufwändige Beleuchtung entlang der Londoner Haupteinkaufsmeilen, wo Zehntausende von Lichtern eine bezaubernde Atmosphäre schaffen. Die Oxford Street, die längste Einkaufsstraße im Vereinigten Königreich, ist von einer tropfenförmigen Beleuchtung aus LED-Glühbirnen und recycelter Kunststoff überspannt. Die angrenzende Regent Street mit ihren schicken georgianischen Häuserzeilen bietet die wohl beeindruckendste Kulisse. Die Prachtstraße war im Jahre 1954 die erste Straße in London, die mit festlicher Beleuchtung aufwarten konnte. Seither begeistert der beleuchtete Straßenschmuck Jahr für Jahr Millionen von Menschen.
Textauszug: Da hat Frau Holle wohl heimlich an der Tür gelauscht. Gestern noch war das Pillerseetal jahreszeitbedingt in Grün, Grau und Braun getaucht. Heute ist dieser Teil Tirols komplett mit puderzucker-weißem Schnee überzogen. Und Frau Holle schüttelt die Kissen ohne Unterlass weiter aus. Am offiziellen Schneemesspunkt in Hochfilzen ist bereits die Marke von zehn Zentimetern erreicht – Tendenz stark, und vor allem schnell steigend. Vorbei am Biathlon-Oval mit der gespurten Loipe geht es querfeldein zur Feistenauer Straße, der österreichischen Bundesstraße 164 und Hauptverkehrsader durch das beschauliche 1.110-Seelen-Dorf Hochfilzen.
Textauszug: Durch die Weite des Uludağ Gebirges hallt der Ruf des Muezzins. Doch niemand auf den Brettern oder im Lift scheint diesem folgen zu wollen. In der durchgestylten Skihütte dreht sich der Döner-Spieß, während sich zahlreiche Skifahrer die Hände an einem Glas mit heißem Çay, wie der schwarze Tee hier heißt, wärmen. Dabei sind die Temperaturen um den Gefrierpunkt für ein Skigebiet nicht besonderes niedrig. Ungewöhnlicher ist sicherlich, dass sich inmitten des 480 Hektar großen Wintersportareals eine Moschee samt Minarett erhebt. Ansonsten unterscheidet sich das Skigebiet vor den Toren von Bursa, der viertgrößten Stadt der Türkei, nur wenig von den Alpenregionen: Das Uludağ Gebirge schiebt sich hoch bis auf 2.542 Meter über dem Meeresspiegel.
Textauszug: Über dem Eingangsportal prangert gut sichtbar in großen Lettern der Schriftzug „Endlich daheim“. Eine ambitionierte Aussage, die die Erwartung hochschraubt, und gleichzeitig das gelebte Motto des Ebner‘s Waldhof am See widerspiegelt. Die Orientierung fällt in dem Vier-Sterne-Superior-Hotel zunächst einmal nicht gerade leicht. Die verschiedenen Gebäudekomplexe sind mit einem weitläufigen Gangsystem miteinander verbunden. Manch einer würde gerne in Hänsel-und-Gretel-Manier Brotkrumen ausstreuen, um den Weg zurück finden zu können.
Textauszug: Das Beste aus zwei Welten vereint ein Kurztrip vom niederländischen Ijmuiden nach Newcastle upon Tyne. Die DFDS-Fähren versprechen dabei ein Kreuzfahrt-Feeling light. Mit der 300.000-Einwohner-Metropole im hohen Norden Englands steuern die in weiß-blau gehaltenen Schiffe ein überaus attraktives Ziel an. Dazu hält Det Forenede Dampskibs-Selskab (DFDS), wie die 1866 gegründete dänische Reederei mit vollem Namen heißt, für Fußballfreunde, Groundhopper und alle, die einfach mal die legendäre Stadionatmosphäre auf der Insel erleben möchten, eine spannende Kombi mit dem Besuch eines Heimspiels des Spitzenclubs AFC Sunderland in der EFL Championship bereit.
Textauszug: Herzwärts ins Urlaubsglück – und dies im wahrsten Sinne des Wortes garantiert das Vier-Sterne-Superior Verwöhnhotel Bismarck, von Bergen umgeben, im bezaubernden Bad Hofgastein im Gasteiner Tal im Salzburger Land in Österreich. So begrüßt Christina Wendler, die blonde dynamische Gastgeberin, mit einem bezaubernden Lächeln ihre Gäste am liebsten höchst persönlich. „Seien sie herzlichst Willkommen. Wir sagen das hier nicht nur, sondern wir leben unser Motto herzwärts auch.“, begrüßt sie mit einem Handschlag, der wirklich von Herzen kommt.
Textauszug: Als erstes Haus am Platz darf sich das Fünf-Sterne-Superior-Hotel Salzburgerhof im österreichischen Zell am See rühmen, an einem besonderen historischen Ort zu liegen: der Auerspergstraße. Benannt ist die schmale wie ruhige Verkehrsachse nach niemand geringerem als Adolf Fürst Auersperg. Dieser fungierte unter Kaiser Franz Joseph I. von 1871 bis 1879 als Ministerpräsident der österreichischen Reichshälfte von Österreich-Ungarn. In dieser Zeit sorgte er unter anderem dafür, dass die Markt Zell am See Anschluss an das Eisenbahnnetz erhielt und somit zu einem bedeutenden Ort in der touristischen Landschaft aufstieg.
Textauszug: „Guinness doesn´t travel well“ sagt der Volksmund. Zwar wird das markant schwarze Bier an zahlreichen Orten der Welt in Lizenz gebraut und ist weltweit in 150 Ländern der Erde im Ausschank, doch die irischen Bierliebhaber schwören, es hätte nur dann den richtigen Geschmack, wenn es mit Wasser aus dem River Liffey in Dublin gebraut sei. Wie Champagner mit Frankreich, Wodka mit Russland und Chianti mit Italien in Verbindung gebracht wird, so ist Guinness ein unzertrennlicher Teil der Grünen Insel. „The wine of the country„, der „Wein des Landes“, wie Schriftsteller James Joyce das herbe Starkbier mit dem samtweißen Cremekragen und der etwas zähflüssigen Konsistenz einmal genannt hat, ist für Iren ein Stück des nationalen Kulturgutes. Und dies seit fast 250 Jahren.
Textauszug: Es ist schon kurios, dass eine Stadt vor allem für etwas berühmt ist, das es gar nicht gibt: einen fiktiven Radiosender. Die etwas älteren Semester werden sich noch an den Kalten Krieg und die Zeit vor dem Zerfall der Sowjetunion erinnern. In jenen Tagen hatten Radio-Eriwan-Witze Hochkonjunktur – und immer nach demselben Muster: „Frage an Radio Eriwan…“ gefolgt von der Antwort im Running-Gag-Format: „Im Prinzip ja, aber…“ Die mehr oder weniger lustigen Witze, die sich vornehmlich an den Systemunterschieden zwischen westlichen und sozialistischen Staaten rieben, waren eine Art politischer Karikatur in Wortform. Die Witze sind größtenteils längst in Vergessenheit geraten beziehungsweise nicht mehr zeitgemäß. Geblieben sind aber in Eriwan die Spuren aus der Zeit der Sowjetunion. Insbesondere außerhalb des Zentrums der armenischen Hauptstadt ragen scheußliche wie gesichtslose Wohnblocks in Form von Plattenbauten gen Himmel.