Textauszug: Zum Wasserskifahren dürfte das Tempo kaum reichen. Im Gegenteil. Die maximale Geschwindigkeit von 18 Stundenkilometern bestimmt den Takt der Entschleunigung. Selten war es wohl leichter, die Seele einfach mal baumeln zu lassen. Ohne Hektik, ohne Stress lassen sich die wunderbaren An- und Aussichten in diesem Teil von Burgund genießen. Für ein wenig Aufregung und feuchte Hände sorgen allenfalls die Schleusen. Und von denen gibt es auf dem 100 Kilometer langen Teilstück des Canal du Nivernais zwischen Tannay und Migennes mehr als genug.
Thema: Hausboottour auf dem Canal du Nivernais
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Textauszug: Eier in verschiedenen Variationen und auch als Likör kennt eigentlich jeder. Eierkaffee dürfte hingegen nur den wenigsten ein Begriff sein. In der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi jedenfalls ist das Heißgetränk längst eine Spezialität mit Kultfaktor. Erhältlich ist der ungewöhnliche Eierkaffee im Giang Café, das dank des Verkaufsschlagers selber zu einer Institution geworden ist. Ein türbreiter Eingang in der Nguyen Huu Huan Street, der nicht schwer zu übersehen ist, führt durch eine fast 30 Meter langen Gang in das Café. Dieses besteht nur aus zwei Räumen auf zwei Etagen.
Textauszug: Die Geschichte reicht zurück bis in das Jahr 1795. Weit mehr als 930.000 Menschen sind hier zu Hause – und doch ist das kanadische Edmonton für viele ein weitgehend unbeschriebenes Blatt. Allenfalls verbinden Sportliebhaber die Hauptstadt der Provinz Alberta mit Eishockey und den erfolgreichen Puckjägern der Edmonton Oilers. Dabei ist die nördlichste Großstadt Kanadas durchaus einen Besuch wert. Und die Orientierung ist einfach. Alle Straßen sind nummeriert. „Avenues“ verlaufen von Osten nach Westen, „Streets“ von Norden nach Süden. Wirklich verlaufen kann sich in „E-Town“ wie Edmonton liebevoll genannt wird, eigentlich niemand. Geprägt wird das Stadtbild von der markanten Skyline, aber auch vom North Saskatchewan River, der sich malerisch durch das gleichnamige Tal schlängelt.
Textauszug: Was für ein perfekter Start! Schnell die Tasche in die Kabine und rauf aufs Deck. Mit einem warmen Tee in der Hand geht es direkt an die Reling. Hier ist der Tummelplatz für alle Sehleute. Sie alle eint die Vorfreude auf eine entspannte Seereise nach Schweden. Sie alle genießen die herrlichen Ausblicke bei der langsamen Ausfahrt aus dem Kieler Hafen. Und Petrus meint es heute besonders gut. Stimmungsvoll senkt sich die Sonne über der Kieler Förde. Das Marineehrenmal und das berühmte U-Boot am Strand von Laboe ziehen langsam vorbei, während die Stena Scandinavica Kurs Richtung Ostsee nimmt. Das süße Nichtstun mit hohem Genussfaktor hat begonnen. Der sanfte Fahrtwind, die leichte Brise, die milde Temperatur und die salzhaltige Meeresluft stimmen auf die Stippvisite in Göteborg, Schwedens zweitgrößter Stadt ein.
Textauszug: Während aus den Lautsprechern abwechselnd in dumpfen Klängen „Die Internationale“, die Hymne der ehemaligen Sowjetunion, schmissige Pionierlieder und die Stimme Lenins dröhnen, fallen unweit des Eingangs die vier Meter hohen Granitfiguren von Karl Marx und Friedrich Engels ins Auge, die dereinst das Portal der Budapester Parteizentrale der Kommunistischen Partei zierten. Wenige Meter weiter ragt Genosse Wladimir Iljitsch Lenin mit versteinerter Miene gen Himmel. Fast scheint es so, als hätte er sein Schicksal geahnt, als hätte er gewusst, dass der real existierende Sozialismus nur eine begrenzte Halbwertzeit hatte. Und so musste der Diktator seinen augenfälligen Standort am Dozsa-György-Boulevard aufgeben und in den Museumspark am Stadtrand umziehen.
Textauszug: Beeindruckende Zeugnisse einer langen, bewegten Vergangenheit, Gigantismus und Superlative allenthalben – keine Frage, Istanbul ist nicht nur die türkische Supermetropole, sondern auch ein pulsierender Schmelztegel der Kulturen mit besonderem Charme. Schon auf der Fahrt vom Atatürk-Flughafen ins rund 25 Kilometer entfernte Zentrum sind Geschichte und Geschichten, aber auch Rekordverdächtiges allgegenwärtig. So etwa die in weiten Teilen gut erhaltende, 1.600 Jahre alte Stadtmauer, die mit einer Länge von 28 Kilometern als die drittlängste Mauer der Welt gilt. Parallel zur historischen Abgrenzung aus der Römerzeit finden sich viele Friedhöfe, die in früheren Jahrhunderten noch außerhalb der Stadt lagen. Denn die weltweit einzige Stadt, die auf zwei Kontinenten liegt, wächst rasant, so dass die Stadtmauer und die Friedhöfe heute von zahlreichen neuen Stadtvierteln umrahmt werden.
Textauszug: Ungeniert ist er. Normalerweise würde (ein) Mann sich dezent Richtung Hausecke oder Baum drehen, um in aller Öffentlichkeit dem Ruf der Natur zu folgen. Er hingegen stellt sich so, dass jeder sein bestes Stück sehen kann, während er fröhlich vor sich hin pieselt. Und niemand scheint daran Anstoß zu nehmen. Im Gegenteil, die Passanten finden es amüsant. Fast alle halten diesen Augenblick auf dem Digitalchip der Kamera oder des Smartphones fest. Nicht wenige kommen extra hierher, um den Dauerstrüller in Aktion zu sehen. Keiner fragt sich, ob das kleine Männlein ob des zwanghaften Müssen-Müssens nicht gar an einer Blasenentzündung leidet? Im Gegenteil. Nun wurde dem ungekrönten Pieselkönig sogar noch ein eigenes Museum gewidmet.
Textauszug: Ganz ehrlich, ein bisschen schmeichelt es mir schon, wenn eine junge Dame im zarten Alter von gerade einmal 16 Jahren voll auf mich fliegt. Ihre Figur ist tadellos. Dazu diese tief braunen Augen. Dieser wache Blick, dem nichts zu entgehen scheint. Der bräunliche Teint – wenn man überhaupt davon sprechen kann. Ihre Brust ist überaus flauschig. Irgendwie war es schön und unerwartet weich, als ich diese mit zum ersten Mal darüber streichelte. Etwas gewöhnungsbedürftig sind allerdings die Essgewohnheiten der jungen Dame. Mal nascht sie ein Entenbein, mal einen Hühnerkopf – und alles von meinem in Leder gehüllten Handrücken.
Textauszug: Dem Wüstensand gebührt ein großer Dank. Auch der Deutsche Ulrich Jasper Seetzen verdient mehr als ein Schulterklopfen. Denn ohne diese beiden dürfte sich Jordanien heute nicht rühmen, mit Jerash über eine der best erhaltenen Römerstädte zu verfügen. Im Jahre 63 vor Christus fiel die Stadt in Römerhände und wurde Teil des mächtigen und einflussreichen römischen Städtebündnisses im Nahen Osten, der Dekapolis. Binnen der nächsten 250 Jahre entwickelte sich Jerash zu einer prächtigen römischen Provinzstadt mit gepflasterten Straßen, auf Hügeln liegenden Tempelanlagen, Amphitheatern, Badehäusern, Brunnen, großzügigen Plätzen sowie einer mit Türmen und Toren versehenen Stadtmauer. Nach dem Zerfall des römischen Reiches fielen immer wieder Perser in der Stadt ein, ehe diese im Jahre 749 bei einer Reihe von Erdbeben weitgehend zerstört wurde.
Textauszug: In einem Land, in dem Männer in Röcken mit Baumstämmen werfen, wundert es wenig, wenn die naturverbundenen Bewohner einem ungewöhnlichen Hobby im wahrsten Sinne des Wortes nachgehen. Die Schotten sammeln nämlich Berge. Nicht irgendwelche Berge, sondern ganz bestimmte. Diese müssen mehr als 3.000 Fuß, was grob 915 Metern entspricht, hoch sein. Von dieser Sorte finden sich allein im schottischen Hochland 282 Stück. Die Sammler gehen dabei nicht etwa mit Hammer und Meißel hin, um Teile von den Bergen abzuzwacken. Vielmehr bemühen sie sich, den Gipfel eines jeden dieser Berge zu erklimmen. Längst ist dieses ehrgeizige Vorhaben zu einem Volkssport geworden, an dem sich Wanderer und Alpinisten aus aller Herren Länder beteiligen.
Textauszug: Manager im feinen Zwirn und Angestellte aus dem nahe gelegenen Finanzdistrikt sind hier ebenso zu finden, wie freakige Jugendliche im flippigen Tokio-Hotel-Look und Touristen aus allen Teilen der Welt. Wo tagsüber Spaziergänger flanieren, zieht mit Einbruch der Dunkelheit die wohl berühmteste Fressmeile Japans die Besuchermassen in ihren Bann. Rund 180 Imbissstände, sogenannte Yatais, sind in der japanischen Millionenmetropole Fukuoka zu finden. Die besten drängen sich wie an einer Perlenschnur aufgereiht am Ufer des Nakagawa Flusses unweit der Haruyoshi Brücke. Sie sind Treffpunkt, Gerüchteküche, Kontaktbörse und zweites Wohnzimmer für viele, aber auch Enklaven des Lachens und des Lästerns, in denen einem scheinbar nie enden wollender Marathon an Trinksprüchen und Tresenpolitik dazu beiträgt, dass sich die Probleme der Welt in Wohlgefallen auflösen.