Textauszug: „Ein Moin sagt mehr als 1.000 Worte“, lehrt der norddeutsche Volksmund. So gesehen, sind die Menschen in Bremerhaven wohl echte „Schnacker“. Denn egal, wo man geht und steht, wo und wann immer man einem Einheimischen begegnet, erklingt ein freundliches „Moin“. Selbst ganz ohne Übung und mit ein wenig nasaler Betonung fällt es nicht schwer, in den kollektiven Begrüßungskanon an der Mündung der Weser in die Nordsee einzustimmen. Allein schon, weil darin eine gewisse Unbeschwertheit mitschwingt. Eine Unbeschwertheit, die den rund 7,2 Millionen Menschen, die von 1830 bis Mitte der 1970er Jahre von Bremerhaven aus vornehmlich nach Nord- und Südamerika, Australien und Neuseeland auswanderten, abhandengekommen sein dürfte.
Thema: Bremerhaven im Porträt
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Textauszug: Über der Krka liegt ein dichter Nebelschleier. Ein paar Enten ziehen gemächlich ihre Bahnen auf dem grünlich schimmernden Gewässer. Zwischen mächtigen Bäumen duckt sich auf der malerischen Flussinsel rund acht Kilometer vor den Toren Novo mesto mit Grad Otočec das einzige Wasserschloss Sloweniens. Am Hauptportal leuchten links und rechts brennende Fackeln den Weg und laden unweigerlich zu einer Zeitreise ein. Von den kleinen Rundtürmen an den Flanken des Gemäuers könnte Rapunzel ihr Haar herablassen. Eigentlich fehlen nur das Klappern der Hufe und der Prinz auf seinem weißen Pferd, um die Märchenkulisse perfekt zu machen.
Textauszug: Der Weg zum Kukuriku ist eine kleine Herausforderung. Das moderne Boutique-Hotel liegt im mittelalterlichen Kern von Kastav, rund zehn Kilometer westlich von Rijeka im Norden von Kroatien. Der verwinkelte wie verträumte historische Kern ist für Autos gesperrt. Lediglich Anwohner dürfen die engen Straßen und Gässchen befahren. Folglich muss das Auto draußen vor der historischen Stadtmauer bleiben. Das Gepäck wird vom aufmerksamen Personal gerne auch mit dem Elektrokart eingesammelt. Die meisten Gäste verzichten jedoch auf diesen Service und machen sich mit dem Rollkoffer im Zickzack auf den Weg zum Kukuriku.
Textauszug: Von Luchs und Bär, die sich hier in der Gegend gelegentlich rumtreiben sollen, fehlt jede Spur. Wohl auch, weil das Pinselohr und Meister Petz im Normalfall den Kontakt mit den Menschen scheuen. Und Letztere sind zumeist lautstark schnaufend von dem auf knapp 920 Metern gelegenen Infopoint des Učka Naturparks am Gebirgspass Poklon unterwegs hinauf zum Vojak. Steil und lang ist der mehr als anderthalbstündige Anstieg in diesem Teil Kroatiens, bei dem fast 600 Höhenmeter zu bewältigen sind. Eine schweißtreibende Angelegenheit.
Textauszug: Der Gebäudekomplex nicht weit von der Göttinger Innenstadt wirkt ein wenig aus der Zeit gefallen, könnte Teil eines Freilichtmuseums sein. Doch weit gefehlt. Luisenhall ist so etwas wie ein produzierender Dinosaurier. Der letzte seiner Art. Quasi ein lebendiges Fossil der Salzherstellung. Die Gebäude aus rotem Ziegeln, Fördertürme aus dunklem Holz, salzverkrusteten Balken und riesigen, smaragd-grün blubbernden Pfannen wirken antiquiert und museumsreif. Und doch verbirgt sich dahinter eine Besonderheit. Denn Luisenhall ist die letzte produzierende Pfannen-Saline in Europa.
Textauszug: Sonnenanbeter und ausgewiesene Wasserratten, aber natürlich auch diejenigen, die einfach mal ein wenig plantschen wollen, können sich vom hoteleigenen (Felsbade-) Strand in die Fluten der Adria stürzen. Wie fast überall in Kroatien, geht es von den Plateaus der steinernen Klippen über Leitern bzw. Treppen in das kristallklare Wasser. Alternativ stehen den Gästen ein halbbedachter Meerwasserpool oder ein Hallenbad mit 32 Grad Wassertemperatur zur Verfügung. Auch ausreichend Liegen und Sonnenschirme fehlen in allen Außenbereichen nicht. Ein 1.500 Quadratmeter großer Sauna- und Wellnessbereich mit Dampfbad, Kräutersauna und Laconium wird ebenso vorgehalten wie ein Fitnessraum mit Ergometer, Laufband, Crosstrainer sowie Krafttrainingsgeräten und Hanteln. Ein umfangreiches Spektrum von Beauty- und Relaxbehandlungen mit Olivenöl- und Thalasso-Therapien, Ayurveda, Massagen, Bädern und Physiotherapie rundet das Angebot ab.
Textauszug: Eigentlich gilt die Ourthe im Osten der belgischen Ardennen als der wasserreichste Nebenfluss der Maas. Doch davon ist aktuell wenig zu spüren. Zumindest in Hotton inmitten des 915 Quadratkilometer großen UNESCO Global Geoparks . Eigentlich ist die 5.700-Seelen-Gemeinde ein perfekter wie beleibter Ort für Fliegenfischer. Doch man muss keine Experte sein, um zu erkennen, dass die Fangquote wohl so niedrig sein dürfte wie der Pegel des knapp 50 Kilometer langen Flusses, der sich bei Lüttich mit der Maas vereint. „Der Wasserstand ist extrem niedrig und das Wasser sehr warm. Die Fische, die sich an solchen Tagen fangen, lassen sind einfach nur Selbstmörder“, flachst Francis Danloy.
Textauszug: Sich ein bisschen wie Sissi, die junge österreichische Kaiserin zu fühlen, das können sich die Gäste bereits bei der Anfahrt zum mit vier Sternen superior ausgezeichnetem Kvarner Palace. Majestätisch erhebt sich das rechteckige, sandsteinfarbene Gebäude mit seinen vielen charmanten Balkonen auf den Hügeln Crikvenicas. Schon von weitem beeindruckt das Palasthotel und die mit Nadelbäumen bewachsene, romantische Parkanlage. Der werte Gast betritt die klassische Empfangshalle durch ein gewölbtes Vordach und kann sich direkt am eindrucksvollen Ambiente erfreuen. Besonders ins Auge sticht der Mosaikfußboden mit diversen Jahreszahlen, das Hotel selbst betreffen. Gemütliche Sitzgelegenheiten laden zum Entspannen ein. Das freundlich unaufdringliche Servicepersonal an der Rezeption empfängt, neben internationalen Gästen, hauptsächlich Besucher aus Deutschland, Österreich und anderen Regionen Kroatiens.
Textauszug: Das Belvedere wird seinem Namen voll auf gerecht. Vom Balkon fällt der Blick auf den Lago Maggiore und die dahinterliegende Berge. Meter hohe Palmen und riesige Kakteen vermitteln mediterranes Flair. Aus dem Talkessel rund um Locarno dringt ein leichtes, aber permanentes Grundrauschen hinauf zum Vier-Sterne-Superior-Hotel, das aus drei separaten und durch Übergänge verbundene Gebäudeteilen besteht. Die Zimmer sind nicht gerade üppig groß, vom Platzangebot jedoch absolu adäquat. Das geräumige Bett ist mit mehreren Kissen in verschiedenen Härtegraden ausstaffiert, um je nach individueller Vorliebe größtmöglichen Schlafkomfort zu ermöglichen.
Textauszug: Liechtensteins Hauptstadt Vaduz entpuppt sich als ein Dorf mit einem Hauch von Weltstadtflair. Entlang der Fußgängerzone Städtle finden sich nicht nur die wichtigsten Bauten und Museen der Kapitale, sondern auch Designerläden, Souvenirshops, Boutiquen, Restaurants, Regierungsgebäude und zahlreiche Banken. Unmittelbar vor dem Liechtenstein Cente markiert ein Stein die Stelle, von der seit 1864 alles Distanzen innerhalb des Landes vermessen wurden. Dominiert wird das Stadtbild durch das Schloss Vaduz. Die öffentlich nicht zugängliche Festung hoch oben über der Stadt ist seit 1712 im Besitz der Fürsten von Liechtenstein und offizieller Wohnsitz der Fürstenfamilie.
Textauszug: Nur wenige Hundert Meter entfernt streifen die mächtigen Braunbären durch das Gelände. Gleichwohl wiegen einen das Rauschen der Blätter und der sanfte Wind in dieser sternenklaren Nacht unaufgeregt und sanft in den Schlaf. Mit Anbruch der Dämmerung übernimmt das Gezwitscher der Vögel die Funktion eines natürlichen Weckers. Und der Tag beginnt in drei Metern Höhe beim vorsichtigen Öffnen des Reißverschlusses des Baumzelts, wie der vorherige geendet ist: Mit faszinierenden Blicken auf den Parc Animalier, den Tierpark im belgischen Han-sur-Lesse, der sich rühmen darf, mit Bär, Wolf, Luchs, Bison und Vielfraß die europäischen „Big Five“ zu beheimaten.