Urk – Inselgefühle auf dem Festland

Urk - Copyright Karsten-Thilo RaabTextauszug: Jahrhundertelang lag Urk als kleine Insel in der bisweilen stürmischen Zuiderzee. Fischer lebten vom Meer, trotzten Wind und Wellen und entwickelten eine enge Gemeinschaft, die bis heute das Selbstverständnis der 22.000-Seelen-Gemeinde prägt. Erst mit dem Bau des Afsluitdijks im Jahr 1932 wurde aus der offenen Meeresbucht das heutige IJsselmeer. Wenige Jahre später verband die Trockenlegung des Noordoostpolders die Insel dauerhaft mit dem Festland. Geografisch verschwand Urks Insellage – emotional ist sie bis heute geblieben. Das Herz des Ortes schlägt im alten Dorfkern. Hier verlaufen die „Ginkies“, jene schmalen, verwinkelten Gassen, die entstanden, als auf der kleinen Insel jeder freie Meter kostbar war.

Thema: Streifzug durch das niederländische Urk
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Bremerhaven – Eisbären an der Deichkrone

Bremerhaven - Eisbär - Copyright Karsten-Thilo RaabTextauszug: „Ein Moin sagt mehr als 1.000 Worte“, lehrt der norddeutsche Volksmund. So gesehen, sind die Menschen in Bremerhaven wohl echte „Schnacker“. Denn egal, wo man geht und steht, wo und wann immer man einem Einheimischen begegnet, erklingt ein freundliches „Moin“. Selbst ganz ohne Übung und mit ein wenig nasaler Betonung fällt es nicht schwer, in den kollektiven Begrüßungskanon an der Mündung der Weser in die Nordsee einzustimmen. Allein schon, weil darin eine gewisse Unbeschwertheit mitschwingt. Eine Unbeschwertheit, die den rund 7,2 Millionen Menschen, die von 1830 bis Mitte der 1970er Jahre von Bremerhaven aus vornehmlich nach Nord- und Südamerika, Australien und Neuseeland auswanderten, abhandengekommen sein dürfte.

Thema: Bremerhaven im Porträt
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