Textauszug: Die Atmosphäre ist durchaus frostig. Gleichzeitig ist dies zwingend Voraussetzung. Klingt eisig, ist es auch. Und doch zieht es die Massen an diesen auf den ersten Blick unwirtlichen Ost mit Temperaturen, die konstant bei minus acht Grad Celsius liegen. Spätestens wenn sich nach dem Durchschreiten des Foyers die Tür zur Eiswelt in Oberhausen öffnen, wird jedem unweigerlich warm ums Herz. Das, was die insgesamt 35 international renommierten Eiskünstler aus Finnland, Frankreich, Polen, Tschechien, Österreich, der Ukraine, den USA und Deutschland mit Hilfe von Kettensägen, Hämmern, Meißeln und sogar Bügeleisen geschaffen haben, lässt einem im positiven Sinne den Atem gefrieren. Denn die isolierte Leichtbauhalle am Centro in Oberhausen birgt ebenso faszinierende wie vergängliche Kunstwerke aus Eis und Schnee.
Thema: Eisskulpturen am Cenrro
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Textauszug: Das „schwarze Gold“ wird im Kohlenpott schon lange nicht mehr gefördert, auch wenn mit Prosper-Haniel in Bottrop die letzte Zeche erst im Jahre 2018 endgültig geschlossen wurde. Gleichwohl kann und will das Ruhrgebiet seine Bergbauvergangenheit nicht leugnen. Das zeigt sich im UNESCO-Weltkulturerbe Zeche Zollverein in Essen, im faszinierenden Landschaftspark Duisburg-Nord, aber auch in den unzähligen alten Fördergerüsten und Bergarbeitersiedlungen, die heute noch im „Pott“ zu finden sind. Eine besondere Rolle nehmen zudem die vielen begrünten Halden ein, die das Ruhrgebiet zum „Land der künstlichen Berge“ haben werden lassen. Der Abraum der ehemaligen Zechen war oft über Jahrzehnte aufgeschüttet worden. Nach dem Ende des Bergbaus wurden die Flächen verdichtet und begrünt. Mehr noch wurden viele Halden, die vielfach längst zu Freizeitarealen mit ausgedehnten Rad- und Wanderwegen und vielfältigen Freizeitmöglichkeiten avancieren, mit besonderen Kunstobjekten und Installationen verziert.
Textauszug: In riesigen Letter stimmt der stolze Förderturm schon von Weitem darauf ein, was Pflanzenliebhaber aus Nah und Fern noch bis Oktober auf dem ehemaligen Gelände der Zeche Friedrich Heinrich in Kamp-Lintfort blüht. Denn die 40.000-Seelen-Gemeinde am Westrand des Ruhrgebiets fungiert noch bis in den Herbst hinein als Gastgeber der nunmehr 18. Landesgartenschau in Nordrhein-Westfalen. Wo noch bis zum Jahre 2012 Kumpel unter Tage Steinkohle abgebaut haben, sorgt heute eine ungeahnte Pflanzenpracht für Begeisterung. In unmittelbarer Nähe zum prächtigen historischen Stahlfördergerüst weist in gut 70 Metern Höhe der Schriftzug „LAGA 2020“ auf dem orange-weißen Förderturm den Weg zu einer Pflanzenschau der Superlative. Auf dem 25 Hektar großen Areal wurde mit Hilfe von 22.000 Stauden sowie sage und schreiben 270.000 Blumenzwiebeln ein farbenfrohes Pflanzenmeer angelegt.
Textauszug: Neun Kilometer Bergbaugeschichte auf Schritt und Tritt. Denkmal an Denkmal. Dazwischen herrlichste Wälder und weite Wiesen mit Blick auf die blaue Ruhr. Schmale Wege, die an plätschernden Bächlein entlang führen. Eine verträumte Burgruine, Einsamkeit, dann wieder Cafés, ein Grubenrad, mit dem man Runden drehen kann, und frisch geräucherte Forellen ab Teich – was verlangt der Wanderer mehr? Kaum vorstellbar, dass in dem stillen Seitental der Ruhr in Witten einst über 60 Kleinzechen in Betrieb waren. Über 30 Stationen – Stollenmundlöcher, Betriebsgebäude und Fördergerüste – dokumentieren die Entwicklungsstufen des Steinkohlenbergbaus, säumen den neun Kilometer langen Bergbau-Rundweg Muttental und laden zu einer Zeitreise durch 450 Jahre Ruhrgebietsbergbau ein.
Textauszug: Sich regen, bringt bekanntlich Segen. In Schwerte an der Ruhr ist dies kein bloßes Lippenbekenntnis. Denn in der Kleinstadt südöstlich von Dortmund, genauer gesagt im Ortsteil Ergste, lädt der rund elf Kilometer lange Segensweg nicht nur Gläubige zu einer faszinierenden Pilgerwanderung ein. Auf der abwechslungsreichen Tour, für die rund zweieinhalb bis drei Stunden eingeplant werden sollten, geht es durch schmucke Wohnviertel, weite Felder, bergan, bergauf über sanfte Hügel, entlang von Bächlein, durch tiefe Wälder und vorbei an insgesamt zwölf Stationen, die mit zum Teil beeindruckenden Kunstwerken aufwarten. Jeder dieser frei zugänglichen Installationen ist einem bestimmten Segensspruch gewidmet. Doch auch unabhängig davon, ob man dem christlichen Glauben angehört oder nicht, erweist sich der Segensweg als ein kurzweiliger Rundweg mit zahlreichen Blickfängen.



Textauszug: Irgendwie klingt es kurios. Jeder, der hier vorbeikommt, möchte unbedingt mal in die Röhre gucken. Viele möchten sogar noch einen Schritt weitergehen, und in der Röhre gleich eine ganze Nacht verbringen. Dabei muss der alles andere als fromme Wunsch nicht der Vater des Gedankens bleiben. Während der wärmeren Jahreszeit von Mai bis Oktober stehen die Übernachtungsstätten in den Abflussrohren im Bernepark im Bottroper Stadtteil Ebel Interessierten für maximal drei Nächte offen. Vorausgesetzt, man ergattert eine der begehrten Röhren des Parkhotels, die exklusiv über das Internet reserviert werden können.