Textauszug: Derweil entpuppt sich das Tribe selber als kleine Wundertüte. Hinter der alten, renovierten Fassade verbirgt sich ein modernes, hippes Haus, das sich nicht nur Weltoffenheit auf die Fahne geschrieben hat, sondern diese auch spürbar lebt. Wer durch die Glastür schreitet, steht direkt im Herzstück des modernen wie ungewöhnlichen Hotels – und dies an einem historischen Ort. Denn das Gebäude in dem lange auch ein Intercity Hotel angesiedelt war, beheimatete in den 1980er und 1990er Jahren die weit über Düsseldorfs Stadtgrenzen hinaus bekannte Bhagwan-Disco und avancierte zum Mekka der Partyszene. Diesem Teil der Vergangenheit tragen die Macher des Tribe auf besondere Art Rechnung: „Silent Disco“ war die Inspiration für das Design. So finden sich immer wieder Anspielungen an die einstige Diskothek. Der Bogen spannt sich dabei von loungigen Separees und Disco-Kugeln bis hin Dancing-Queen-Kunstwerken auf den Zimmern. Den Beat des Hotels bestimmt derweil der multifunktionale Social Hub im Erdgeschoss. Seine Bar dient als Rezeption, Café und Treffpunkt zugleich.
Thema: Test des Düsseldorfer Tribe Hotels
Länge: 7.862 Zeichen
Bildauswahl und Videoclips lieferbar
Bestellen


Textauszug: Graffitis sind nicht jedermanns Sache. Wohl auch, weil sie oft als sinnbefreite Schmierereien an Hausfassaden, Brückenpfeilern oder Schallschutzmauern auftreten. Doch es gibt auch die andere Seite der Graffitis, die von vielen als Streetart geschätzt wird. Beispiele dafür sind etwa die international gefeierten Werke des britischen Guerilla-Künstlers Banksy. Auch in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf findet sich eine große, überaus aktive Streetart-Szene. Deren Aushängeschild ist die Kiefernstraße. Ein jäher Kontrast zum Prunk der Königsallee, der Vorzeigeflaniermeile der Rheinmetropole, oder zur Pracht des Medienhafens.
Textauszug: Die Zimmer selber haben so etwas wie den Wow-Effekt, der sich beim Betreten unweigerlich einstellt. Groß, im Shabby Chic eingerichtet, gleichzeitig modern sowie stylisch. An den Wänden hängen scheinbar wahllos angepinnte Fotos, Zeitungsausschnitte und Plakate, die dem Ganzen den Charme einer Studentenwohnung oder – wie es die Macher um Designer Erik Nissen Johansen definieren – Atelier-Charakter verleihen. Wobei die Motive nahezu durchgehend Bezug zu unserem französischen Nachbarn haben. Das mit reichlich Kissen bestückte Himmelbett lädt förmlich zu himmlischen Nächten ein. Nicht von ungefähr steht auf einem der sechs Kissen „Let’s spend the night together“. Eine Aufforderung, der ein jeder mit einem derart stimmigen Ambiente sicher gerne nachkommt.
Textauszug: Die Atmosphäre ist durchaus frostig. Gleichzeitig ist dies zwingend Voraussetzung. Klingt eisig, ist es auch. Und doch zieht es die Massen an diesen auf den ersten Blick unwirtlichen Ost mit Temperaturen, die konstant bei minus acht Grad Celsius liegen. Spätestens wenn sich nach dem Durchschreiten des Foyers die Tür zur Eiswelt in Oberhausen öffnen, wird jedem unweigerlich warm ums Herz. Das, was die insgesamt 35 international renommierten Eiskünstler aus Finnland, Frankreich, Polen, Tschechien, Österreich, der Ukraine, den USA und Deutschland mit Hilfe von Kettensägen, Hämmern, Meißeln und sogar Bügeleisen geschaffen haben, lässt einem im positiven Sinne den Atem gefrieren. Denn die isolierte Leichtbauhalle am Centro in Oberhausen birgt ebenso faszinierende wie vergängliche Kunstwerke aus Eis und Schnee.
Textauszug: Modern, frisch, gemütlich und durchaus farbenfroh ist das kleine Hildebrandt‘s Hotel in Neumünster. Mit Ausnahme der Schreibweise, die Sprachpuristen angesichts des angelsächsischen Genitivs auf den Plan rufen, gibt es nichts an dem Hotel auszusetzen. Das charmante Drei-Sterne-Superior Hotel liegt knapp 400 Meter vom Rathaus und damit vom Zentrum von Neumünster entfernt. Das Gros der Zimmer verteilt sich auf zwei ruhig gelegene Solitärgebäude im Gartenbereich. Die Gästeräume sind großzügig geschnitten. Farblich dominieren Beige-, Grau und Brauntöne.
Textauszug: Nicht selten erklingt der japanische Willkommensgruß „Konnichiwa“ in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf. In der Tat entpuppt sich die Rheinmetropole als ein Stück Japan mitten in Deutschland. Insbesondere zwischen Hauptbahnhof und Schadwostraße schlägt das Herz von „Little Tokyo“. Als Pulsader dient dabei die Immermannstraße, deren Name auf den offiziellen Straßenschildern auch in Japanisch ausgewiesen ist. Hier reihen sich japanische Restaurants und Cafés, aber auch Manga-Läden und Geschäfte mit japanischen Lebensmitteln und Produkten Tür an Tür auf. Dabei darf sich Düsseldorf rühmen, über die mit Abstand größte japanische Gemeinde in Deutschland und – nach London und Paris – in ganz Europa zu verfügen.
Textauszug: Nicht nur zwischen Hamburg und Kiel, sondern auch zwischen Nord- und Ostsee liegt Neumünster, das nicht zwingend zu den touristischen Hotspots in Schleswig-Holstein zählt, und doch einiges zu bieten hat. Wer die geschichtsträchtigen Orte der Stadt kennenlernen möchte, der folgt am besten auf eigene Faust der „Route der Stadtpunkte“. Diese verbindet insgesamt 40 Stationen im Zentrum von Neumünster und zeigt bedeutsame Häuser, historische Stätten, Straßen und Plätze auf. Weitgehend ihren ursprünglichen Charme bewahren konnte der Fürsthof. Entlang der mit Kopfstein gepflasterten Straße stehen die wohl schönsten Häuser von Neumünster – darunter mit der Hausnummer 9 das älteste Haus der Stadt aus der Zeit um das Jahr 1750.
Textauszug: Fassaden, Hauswände und Mauern sind üblicherweise sein Metier. Dort tauchen die Werke des Guerilla-Künstlers Banksy in der Regel in Nacht- und Nebelaktionen wie aus dem Nichts auf. Anders in Köln. Im Stadtteil Ehrenfeld wird die Straßenkunst häuslich. Und dies in den ehemaligen Räumlichkeiten eines Autohauses. Bis zum 17. März 2024 ist hier die Ausstellung „The Mystery of Banksy – a genius mind“ zu sehen. In der Tat werden hier keine Originale präsentiert, was allein technisch nicht möglich wäre. Dann nämlich, müssten die Kunstwerke von ihren Originalschauplätzen entfernt werden. Was weder im Sinne des Künstlers noch im Sinne der Liebhaber von Straßenkunst wäre. Daher folgen die Macher bereitwillig dem Banksy-Slogan „Copyright is for losers“ und laden zu einer famosen Ausstellung voller Highlights in die Domstadt. Quasi ein „Best of Banksy“ in nicht weniger als 15 Galerien auf 1.700 Quadratmetern. Zu sehen sind weit mehr als 150 Graffitis, Fotografien, Skulpturen, Drucke und Videoinstallationen. Viele mit politischen und gesellschaftskritischer Note, nicht wenige augenzwinkernd und humorvoll sowie bisweilen sogar ein wenig philosophisch.
Textauszug: Keine Frage, das Setting ist absolut märchenhaft. Hier der Spiegelweiher und die prachtvolle Parklandschaft mit ihrem uralten Baumbestand, dort das rosafarbene Benrather Schloss. Fehlt eigentlich nur die weiße Pracht. Doch auch, wenn Frau Holle die Kissen (noch) nicht ausschlägt, macht die Weihnachts-Wunderwelt im Düsseldorfer Stadtteil Benrath ihrem Namen alle Ehre. Sobald die Dunkelheit einsetzt, wandelt sich der ohnehin prächtige Schlosspark in ein Meer aus farbenfrohen Lichtinstallationen, während zwischen Bäumen und Sträucher dezent weihnachtliche Musik erklingt. Bis zum 1. Januar 2024 ist das farbenfrohe Spektakel im Süden der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt zu sehen und reiht sich damit in namhafte Stationen rund um den Erdball von Sydney über Chicago bis London ein, wo Millionen von Besuchern bereits eindrucksvoll mit den Füßen abstimmten.