Textauszug: Wer die kurvenreichen Straßen der Argolis entlangfährt, vorbei an silbrig schimmernden Olivenhainen und dem herben Duft von wildem Thymian, der ahnt nicht, dass er sich einem Epizentrum der antiken Welt nähert. Epidaurus ist kein bloßes Ansammlung verwitterter Marmorblöcke, die unter der griechischen Sonne langsam zu Staub zerfallen. Es ist ein Ort, an dem die Grenze zwischen Wissenschaft und Wunder seit über 2.000 Jahren verschwimmt. Hier, im Osten der Peloponnes, rund 30 Kilometer von der historischen Hauptstadt Nauplia entfernt, schufen die Griechen in der Antike ein Heiligtum, das in seiner Komplexität und ästhetischen Vollendung bis heute seinesgleichen sucht.
Thema: Epidaurus zwischen Heilkunst und Klangwunder
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Textauszug: Wer sich der Insel vom Piräus aus nähert, bemerkt zuerst das Verschwinden der Hektik. Das Schiff gleitet vorbei an den kargen Felsen der Peloponnes-Küste, bis sich plötzlich eine Bucht öffnet, die wie ein steinernes Amphitheater aus dem tiefblauen Meer emporragt. Fischerboote schaukeln einträchtig neben eleganten Yachten, die Taue knarren, die Luft riecht nach Salz, Diesel, Zimt und nassem Kalk. Hydra ist kein Ort für Eilige. Es ist ein Ort, der fast schon dazu zwingt, den Gang herunterzuschalten, noch bevor der Fuß den gepflasterten Kai berührt hat. Das Fehlen von Motorengeräuschen ist das erste, was das Bewusstsein erreicht. Hier gibt es keine hupenden Motorroller, keine stinkenden Abgase von Linienbussen und keine Mietwagen.
Textauszug: „Die meisten Leute liegen den ganzen Tag am Pool, obwohl wir hier die schönsten Strände der Welt haben“, wundert sich Dia Toggas über die Verhaltensweise vieler Touristen. Dia sieht mit ihrer markanten Harkennase, den langen schwarzen Haaren, den dunklen Augen und den strahlend weißen Zähnen ein bisschen wie die Fleisch gewordene Karikatur einer hellenistischen Schönheit aus. Die überaus sympathische, gertenschlanke 42-jährige betreibt mit ihrem Mann Dimitrios einen kleinen Kiosk in Kardámena an der Südküste der griechischen Ferieninsel Kos. Nein, reich werde sie davon nicht. Doch in den sieben, acht Monaten während der Saison von Mai bis Oktober verdienten sie genug, um den Rest des Jahres gut davon leben zu können, beteuert Dia.
Textauszug: Obschon die Gäste aus den USA, Kanada und Australien angesichts der langen Anreise kollektiv an den dicken Augenringen zu erkennen sind, scheinen nicht nur bei ihnen die Strapazen beim Anblick der Sun Princess binnen Minuten völlig verflogen zu sein. Eine kleine Stärkung, ein, zwei Drinks später zeigen sich alle völlig begeistert von dem neuen Schiff der Extraklasse. Mit einem Seetag wird die achttägige Mittelmeerkreuzfahrt durch vier Länder perfekt eingeläutet. Perfekt, um – insbesondere für die weit angereisten Passagiere – sich zu akklimatisieren und die Müdigkeit aus den Knochen zu schütteln; perfekt aber auch, um den 61 Meter hohen und 345 Meter langen Ozeanriesen und sein Angebot genauestens zu erkunden. Dabei entpuppt sich das Schiff weniger als schwimmendes Hotel, sondern als schwimmende Kleinstadt: An Bord finden in den 2.157 Kabinen, von denen 1.500 über einen Balkon verfügen, stolze 4.300 Gäste Platz. Hinzu kommen 1.600 Crewmitglieder.
Textauszug: Einfach mal abtauchen in die Tiefen des Berges bei Alistrati in Griechenland. Die Höhlen, die sich auf einer Fläche von über 25.000 Quadratmeter im Erdinnern befinden, faszinieren mit ihren spektakulären Stalaktiten und Stalagmiten und sind zum Beispiel im Rahmen einer Kreuzfahrt mit nicko cruises gut zu erreichen. Der Eingang zu den Pforten der lohnenswerten Höhle ist erst einmal sehr unspektakulär. Ein gemauerter, circa 25 Meter langer Tunnel führt, über mehrere Türen getrennt, langsam und moderat nach unten. Dann eröffnet sich durch die letzte elektrische Schiebetüre der erste Blick in eine ganz andere Welt. Und mit einem weiteren Schritt steht man mitten drin, in der surrealen Welt unter der Erde.
Textauszug: Das Lindos Royal auf der griechischen Ägäis-Insel Rhodos ist ein Hanghuhn – ein terrassenförmig angelegtes, wohl gemerkt. Zwischen den einzelnen Häuserblocks des Fünf-Sterne-Hauses, das im Laufe der Jahre mehr und mehr erweitert wurde, blitzt immer wieder das Meer auf. Direkt unterhalb des Hotels lädt eine kleine, verträumte Bucht zum Plantschen und Schnorcheln ein. Nur der Einstieg über ein paar Steine ist etwas unbequem. Dafür besticht die ruhige Bucht durch glasklares Wasser und überraschenden Fisch-Reichtum. Rund 250 Meter vom Hotel erstreckt sich ein lang gezogener, sichelförmiger Kiesstrand, der Vlycha Beach. Sechs Pools – davon einer nur für Erwachsene und einer mit sechs Rutschen für die Kleinen und die Kleingebliebenen runden das vielfältige Badevergnügen des Lindos Royal ab.
Textauszug: Nur die Götter wissen vermutlich, warum die kleine, enge Straße die zum zentralen Platz, der Platía Eleftherías in Lindos führt, nicht für Autos gesperrt ist. Hier gibt es keine Parkplätze, hier darf niemand stehen bleiben. Im Gegenteil, wer am Ende des knapp 400 Meter langen Abschnitts angekommen ist, muss einen Baum umrunden und sich wieder zum Parkplatz an der Hauptstraße hinaufquälen – sehr zum Verdruss der Fußgänger, die nicht selten Angst haben, an die Mauer am Straßenrand gequetscht zu werden. Erst recht, wenn die Blechlawine mal wieder einem Touribus ausweichen muss.
Textauszug: Das größte Pfund, mit dem das Aquila Rithymna Beach auf der griechischen Insel Kreta wuchern kann, ist der fast zwölf Kilometer lange und rund 80 Meter breite Strand. Entsprechend herrscht hier selbst an warmen Sommertagen nur selten drangvolle Enge. Die markant blauen Sonnenliegen und Schirme stehen den Gästen hier ebenso kostenfrei zur Verfügung wie die Badetücher. Überaus positiv ist die Tatsache, dass das Hotel rabiat gegen notorische Liegenreservierer vorgeht. Ein Schild warnt davor, dass das umsichtige Personal die länger nicht genutzten Sonnenliegen frei räumt und die dort platzierten Gegenstände entfernt. Ein überaus sympathischer Zug, der dazu führt, dass die meisten Gäste sich tatsächlich daran halten. Dies wiederum hat den Vorteil, dass sich tatsächlich zu jeder Tageszeit fast mühelos eine Liege finden lässt.
Textauszug: Wenn Flughafen-Horror einen Namen verdient, dann Heraklion. Oder besser gesagt, der dortige Nikos Kazantzakis International Airport. Der 1937 fertig gestellte Flughafen, der als wichtigste touristische Drehscheibe der griechischen Mittelmeerinsel Kreta gilt, ist in jeglicher Hinsicht eine absolute Katastrophe. Und dies, obschon der nach dem Schriftsteller und Philosophen Nikos Kazantzakis benannte Flughafen gemessen am Passagieraufkommen nach Athen der zweitgrößte Flughafen des Landes ist. Jede Segelflugwiese ist besser ausgestattet.
Textauszug: Genau 283 Schritte sind es über den ebenso feinen wie weichen und warmen Sand von einem zum anderen Ende der Bucht. 283 Schritte, die ein spätherbstliches Paradies für Sonnenanbeter und Badefreunde symbolisieren. Auf der einen Seite das türkis-blau funkelnde Mittelmeer, auf der anderen Seite die sanften Gebirgsketten im Südosten von Kreta mit ihren fast rundlichen Kuppeln und Spitzen. Unter dem fast wolkenlosen blauen Himmel haben sich die Wasser- und Lufttemperaturen zwischen angenehmen 22 und 26 Grad Celsius eingependelt. Warm genug, um nicht zu fieren, aber auch nicht so drückend heiß, wie es gerne mal im Sommer in diesem Teil Griechenlands ist.