Textauszug: Mit seinen mittelalterlichen Giebelhäusern, Prachtbauten wie dem Belfried, dem Provinzialpalast oder dem gotischen Rathaus, den verwinkelten Gässchen und verträumten Grachten ist Brügge eine Stadt voller Postkartenmotive. Dabei gilt Europas Kulturhauptstadt des Jahres 2002, deren historische Altstadt seit dem Jahre 2000 als Weltkulturerbe unter dem Schutz der UNESCO steht, nicht nur als schönste Stadt in Flandern, sondern auch als Belgiens Schokoladenhauptstadt. Allein rekordverdächtige 52 Chocolatiers und unzählige kleine Geschäfte, die hochwertige Schokoladenprodukte anbieten, zeugen vom süßen Zahn der 117.000 Einwohner.
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Textauszug: Das Gemurmel der Menschen wird lediglich noch vom Klang der Glocken der St. Rombouts Kathedrale übertönt. Hunderte von Entspannungsjüngern und Sonnenanbetern drängen sich an den Tischen der gut zwei Dutzend Restaurants, Cafés und Kneipen am Grote Markt – ein großes Heer von zweibeinigen Kaffeevernichtungsmaschinen, Biertrinkern und Genießern, das dem Gang der Sonne folgt. Morgens tummeln sich das Gros der Gäste an der Südwestseite des herrlichen, von mittelalterlichen Häusern mit Treppengiebeln und dem prächtigen Rathaus von 1311 gesäumten Platzes. Nachmittags stürmen die Durstigen und Hungrigen auf die Nordostseite des zentralen Platzes von Mechelen. Immer getrieben von dem Verlangen, sich von den letzten Sonnenstrahlen des Jahres wärmen zu lassen. Wäre der Platz ein Schiff, drohte er wohl mit dem Wechsel der Sonne und der hinüberschwappenden Menschenmenge zu kentern.
Textauszug: Fast scheint es, als seien in dem kleinen Örtchen Sand im norwegischen Ryfylke die Außerirdischen gelandet. Nicht vom Mars. Die wären ja grün. Vielmehr stecken die komischen Gestalten am Ufer des 22 Kilometer langen Suldalslågen Flusses in roten Anzügen und bewegen sich ein wenig steif. Wie eine Horde Pinguine watschelt die kleine Gruppe merkwürdiger Figuren auf das Wasser zu, um wenige Sekunden später in das Gewässer einzutauchen und auf Lachssafari zu gehen – oder besser gesagt, zu schwimmen. Rund 2.500 Meter lassen sich die mit einem Trockenanzug, Taucherbrille und Schnorchel ausgestatteten Gäste inmitten des fischreichen Gewässer treiben – mit den bis 20 Kilogramm schweren Lachsen zum Greifen nahe.
Textauszug: Mit jedem Wort klingt bei Yavuz Iskenderoğlu der Stolz mit. Keine Frage, der 66-jährige füllt das große Erbe, das er angetreten hat, mit Liebe, Leidenschaft und Akribie aus. Sein Leben wird tagein, tagaus von dem bestimmt, was sein Ur-Ur-Urgroßvater Iskender Efendi Mitte des 19. Jahrhunderts im türkischen Bursa erfunden haben soll: den Döner Kebab. Heute ist das am Vertikalgrill zubereitete Fleisch in der ganzen Welt bekannt. Und es gibt viele, die behaupten, die Zubereitungsmethode für das schmackhafte Grillfleisch entwickelt zu haben.
Textauszug: Die Erfolgsformel für einen völlig entspannten und zufriedenstellenden Urlaub ist eigentlich ganz simpel: Alleine reisen, selber kochen und nicht dahin fahren, wo am Strand drangvolle Enge herrscht. Wenn dann noch sichergestellt ist, dass kein Kinderlärm erklingt, ist das Urlaubsglück nahezu perfekt. Dabei spielen Kleinigkeiten wie das Wetter oder das Reiseziel selber scheinbar eine völlig untergeordnete Rolle. Zumindest deuten dies die Ergebnisse einer repräsentativen Erhebung an. Gemäß dem Marktforschungsunternehmen ist das größte Übel auf Reisen die eigene Urlaubsbegleitung. 56 Prozent aller Deutschen ärgern sich demnach über die Mitreisenden. Dies können sowohl Lebensabschnittspartner mit oder ohne Trauschein sein.
Textauszug: Gewöhnlich rasen Wagemutige in kleinen Gefährten auf Schienen über eine Achterbahn, ohne das Tempo kontrollieren zu können. Im Duisburger Angerpark geht es allein auf Schusters Rappen über eine 220 Meter lange Achterbahn. Allerdings wird der Looping ausgespart. Dieser ist zwar eingebaut, doch eine Sperre verhindert das Weiterlaufen mit dem Kopf nach unten. Wobei der Tiger & Turtle – Magic Mountain eigentlich keine Achterbahn ist, sondern nur optisch an eine solche gemahnt.
Textauszug: Robert Guliji Mills ist ein Mann zwischen zwei Welten, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Mit seiner tiefdunklen Haut, einer klaffenden Zahnlücke, dem grauen Bart und dem langen grauen Haar, das zu einem Zopf zusammengebunden ist, steht er am vereinbarten Treffpunkt an der Ecke Esplanade und Daley Road in Darwin. Robbi ist barfuss. In der einen Hand hält er ein Handy, in der anderen die schwarze Computertasche mit seinem Laptop. Robbi ist einer von rund 30.000 Aborigines, die in der Hauptstadt des australischen Northern Territories zu Hause sind.
Textauszug: Kohle, Stahl und Bier – schwarzes, rotes und goldgelbes Gold – prägten über viele Jahrzehnte das Bild Dortmunds. Parallel zum Aufblühen der Montanindustrie entwickelte sich dereinst eine florierende Brauwirtschaft in der Westfalenmetropole. Eine Tradition, die nachweislich bis in das Jahr 1293 zurückreicht, als die Stadt von König Adolf von Nassau das Brauprivileg zugesprochen bekam. Im Jahre 1826 zählte Dortmund stolze 38 Brauereien. Bis zum Jahr 1913 stieg deren Ausstoß auf 1,6 Millionen Hektoliter im Jahr. 1964 katapultierte sich die Dortmunder Brauindustrie mit den Flagschiffen Dortmunder Union, Ritter, Actien, Stifts, Kronen, Thier und Hansa dann mit einem Ausstoß von vier Millionen (!) Hektolitern an die kontinentale Spitze.
Textauszug: Diese tropische Enklave ist mit Liebe gestaltet. Das ist spätestens klar, wenn man die gelben Warnschilder im Dschungeldickicht entdeckt, auf denen in großen Lettern steht: „Achtung! Raupen kreuzen!“ Damit sind nicht etwa gigantische Baumaschinen gemeint, sondern unverpuppte, winzige Larven von Schmetterlingen. Blaue, gelbe, orange, braune, getupfte, gestreifte, getarnte und leuchtende Schmetterlinge umschwirren die Besucher im Schmetterlingshaus des Maximiliansparks in Hamm. Sie fliegen in einem rund 600 Quadratmeter großen Pflanzenparadies frei umher und einige von ihnen scheinen alles andere als Berührungsängste zu haben. Vielleicht liegt es daran, dass die flatternden Schönheiten hier eindeutig in der Überzahl sind.
Textauszug: Staubig ist es – und heiß. Kein Wunder, liegt Bukhara (auch Buchara) doch mitten in der Wüste. Doch mit der romantischen Vorstellung einer kleinen Oase mit einer Wasserstelle und ein paar Palmen hat dieses Fleckchen Erde an der legendären Seidenstraße in Usbekistan wenig zu tun. 270.000 Einwohner tummeln sich in der riesigen Oasenstadt. Von der umliegenden Kysylkum-Wüste ist im Herzen von Bukhara, das in der Landessprache Buxuro heißt, wenig zu spüren. Stattdessen erinnert das malerische Zentrum an einen wahr gewordenes Märchen aus 1001 und einer Nacht. Mehr als 140 architektonische Meisterwerke aus verschiedenen Jahrhunderten – allesamt in Lehmfarben oder Blau-Töne gehüllt und vielfach mit kunstvollen Ornamenten, Fliesen und Mosaiken verziert – dokumentieren auf kleinem Raum die ganze Pracht des Orients.