Textauszug: Der permanent wehende Wind trägt den salzigen Geruch der Nordsee über die Dünen. Möwen ziehen kreischend ihre Bahnen, während die ersten Sonnenstrahlen die alten Steinfassaden von St. Andrews in stimmungsvolles Licht tauchen. Eilige Schritte hallen durch die Gassen der alt-ehrwürdigen Universitätsstadt, über deren Kopfsteinpflaster schon Könige, unzählige Studenten und Seefahrer gestiefelt sind. Dabei besticht das 17.000-Seelen-Nest an der Ostküste Schottlands voller Stolz mit einer Mischung aus mittelalterlicher Architektur, historischen Monumenten, akademische Traditionen und als Wiege des Golfsports.
Thema: Stippvisite in der schottischen Universitätsstadt
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Textauszug: Die Luft trägt eine salzige Brise vom Meer herüber, während das Licht der Baleareninsel die Fassaden der Altstadt in ein warmes Gold taucht. Zwischen engen Gassen und großzügigen Boulevards, die von Palmen gesäumt sind, zwischen prachtvollen Fassaden und geschichtsträchtigen Plätzen, die von einem wohl klingenden Stimmengewirr erfasst sind, scheint die überaus prachtvolle Inselkapitale ein „¡Bienvenidos!“ – ein „Herzlich willkommen!“ auszurufen. Gleichzeitig lädt sie dazu ein, auf den Spuren von Königen, Künstlern, Händlern und Visionären ihre Plätze, Paläste und Promenaden mit allen Sinnen zu erleben.
Textauszug: Die rumänische Kapitale Bukarest ist eine Stadt, die sich nicht einfach in eine Schublade pressen lässt, und genau darin liegt ihr Reiz. Wer hier ankommt, stolpert zunächst über breite Boulevards, die wie eine Hommage an Paris wirken, nur um wenige Schritte später in ein Gewirr aus engen Gassen, improvisierten Cafés und bröckelnden Fassaden einzutauchen. Neben Pracht- und Plattenbauten sowie heruntergekommenen Gebäuden mit viel Charme und leider oftmals beschmierten Fassaden ducken sich viele Ruinen in den Straßen und Gassen. Es ist, als hätte jemand die Eleganz der Belle Époque mit der Improvisationskunst des Balkans vermischt – und das Ergebnis ist ein urbanes Mosaik, das niemals langweilig wird und einen Renovierungsstau in gefühlt jedem vierten Haus aufweist.
Textauszug: Tanger, diese launische Perle an der marokkanischen Nordküste, trägt ihr Chaos mit Stil – ganz so wie James Bond nach einer wilden Verfolgungsjagd seinen glatt gezupften Smoking. Wer hier ankommt, hat das Gefühl, am Rande zweier Welten zu stehen: Afrika und Europa, Mittelmeer und Atlantik, Vergangenheit und Gegenwart, Geheimnis und Gelassenheit. Und natürlich: Minztee und Martini. „Willkommen in Tanger“, murmelt der Taxifahrer mit einem Grinsen, das sowohl Verschwörung als auch Einladung sein könnte. „Hier beginnt eigentlich jede gute Geschichte“, fügt er fast schon staatsmännisch mit Verweis auf die vielen namhaften Persönlichkeiten und Spione hinzu, die sich hier vor allem in den 1940er und 1950er Jahren ein Stelldichein gaben, als die Millionenmetropole im Norden von Marokko eine Internationale Zone war.
Textauszug: „Naked Flying“ klingt wie ein Scherz aus einer Cocktailbar, doch das Phänomen hat sich längst zu einem festen Bestandteil der Reisebewegung entwickelt. Ursprünglich tauchte der Begriff in den frühen 2000ern in Blogs und Foren auf, als das Internet noch wie ein digitaler Abenteuerspielplatz wirkte. Damals erzählten Reisende von einer besonderen Art des Abhebens: dem Fliegen ohne Kleidung – zumindest als ironische Metapher für das Reisen ohne Lasten, ohne Erwartungen, ohne die Schichten des Alltags. Die Idee verbreitete sich rasch und wurde zum Codewort für radikale Freiheit über den Wolken.
Textauszug: Da wird der Hund in der Pfanne verrückt. Am Shrove Tuesday, dem Fastnachtsdienstag, um 11.55 Uhr demonstrieren Wettkämpferinnen in Olney in der englischen Grafschaft Buckinghamshire, wie im Laufschritt Pfannkuchen in einer Pfanne gewendet werden können – was aber kein Muss ist. Pflicht es jedoch, den Pfannkuchen zumindest am Start und im Ziel des 380 Meter langen Parcours zwischen dem Marktplatz und der St. Peter & Paul Church wenigstens einmal zu wenden. Gestartet wird das Rennen stilecht mit der historischen Pancake Bell, einer Glocke, die ansonsten zu den Ausstellungsstücken des örtlichen Museums gehört.
Textauszug: Die berühmte englische Universitätsstadt Oxford empfängt weltoffen, auch wenn die Colleges ihre Pforten nicht immer öffnen. Die 39 Colleges, verstreut wie kleine Fürstentümer, verleihen der Stadt ihren unverwechselbaren Charakter. Manche öffnen ihre Tore nur in den Ferien, andere lassen Besucher jederzeit in ihre stillen Innenhöfe eintreten, in denen der Duft von Rosen und frisch gemähtem Gras in der Luft liegt. Ein besonders stimmungsvoller Beginn gelingt hoch oben: 99 Stufen führen auf den Carfax Tower, von dessen Plattform man erkennt, warum der gelbliche Kalkstein aus dem Umland die Stadt selbst an grauen Tagen warm leuchten lässt.
Textauszug: Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten, höchstens wundern. Und wundern dürften sich viele, sobald sie in einem Flugzeug Platz genommen haben und plötzlich zu völlig neuen kulinarischen Vorlieben finden. Kaum hat der Jet die Reiseflughöhe erreicht, verwandelt sich die Bordküche in eine Art fliegende Saftbar, in der ein Getränk dominiert, das am Boden ein Schattendasein fristet: Tomatensaft. Ein Getränk, das in Kneipen, Bars oder Restaurants kaum jemand bestellt, wird über den Wolken zum Renner. Fast wirkt es, als würde eine unsichtbare Macht die Hände der Passagiere lenken, bis sie bei der Flugbegleiterin mit einem überraschend entschlossenen „Tomatensaft, bitte“ landen.
Textauszug: Schon beim ersten Blick auf die honigfarbenen Fassaden aus dem berühmten Bath Stone, einem mineralhaltigen Kalkstein, und die fast allgegenwärtige Eleganz spürt man unweigerlich, dass die 100.000-Seelen-Gemiende im Südwesten Englands über Jahrhunderte hinweg mit besonderer Hingabe gestaltet wurde. In Bath in der Grafschaft Somerset trifft römisches Erbe auf georgianische Perfektion, britische Zurückhaltung auf zeitlose Schönheit – kein Wunder, dass die gesamte Stadt zum UNESCO-Welterbe zählt und als eine der schönsten im Vereinigten Königreich gilt. Der Ursprung von Bath liegt tief unter der Erde, wo seit Jahrtausenden heißes Wasser an die Oberfläche steigt.
Textauszug: Die Luftfahrt ist ein Universum aus Details, die im Verborgenen wirken. Jede Dimmung, jede offene Fensterblende, jedes kleine Loch im Fenster, jede Bewegung der Tragflächen, jedes Pfeifen der Triebwerke, jedes Knacken der Kabine und jeder Crosscheck folgt einem ausgeklügelten System. Diese unsichtbaren Routinen machen das Fliegen zu einer der sichersten Fortbewegungsarten der Welt. Gleichzeitig verleihen sie dem Erlebnis eine besondere Magie. Wer sich auf diese kleinen Phänomene einlässt, entdeckt eine Welt, in der Technik, Sicherheit und menschliche Sorgfalt harmonisch ineinandergreifen.
Textauszug: Schon aus der Ferne wirkt Dubai fast wie eine Fata Morgana. Zwischen Wüstensand und Persischem Golf erhebt sich eine Stadt, die sich nicht mit dem Möglichen zufriedengibt, sondern das Unmögliche zum Standard erhebt. Der Wind trägt feine Körner durch die Straßen, doch darüber spannt sich eine ebenso beeindruckende wie futuristische Skyline, die nicht von ungefähr immer wieder als Kulisse für Kino-Blockbuster herhalten muss. Die Hitze flimmert über dem Asphalt, während sich die Glasfassaden der Hochhäuser wie Spiegel in den Himmel strecken. Dabei erweist sich Dubai als ein Kaleidoskop aus Tradition und Vision, aus Basar und Business, aus Wüste und Wasser – und genau diese Mischung macht den Reiz aus.