Textauszug: Das Piemont im Herbst und Winter ist ein Fest für die Sinne. Wenn die sanften Hügel sich in ein Farbenmeer aus Gold, Rot, Ocker und vielleicht sogar weiß verwandeln, beginnt die wohl schönste Zeit für Genießer. Über den Weinbergen liegt morgendlicher Nebel, die Luft ist erfüllt vom Duft reifer Trauben und frisch aufgespürter Trüffel. In den kleinen Städten und Dörfern der Region pulsiert jetzt das Leben – zwischen traditionellen Weinlesen und geselligen Märkten. Für Feinschmecker und Naturfreunde ist diese Jahreszeit ein Traum: Überall laden Winzer zu Verkostungen ein, während in Alba und den umliegenden Orten die Suche nach den begehrten weißen Trüffeln beginnt.
Thema: Genussreise durch das herbstliche Piemont
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Textauszug: Die Anfahrt zum Vier-Sterne-Hotel Neiburgs im lettischen Riga ist durchaus etwas holprig. Das liegt einfach daran, dass dieses perfekt zentral in der absolut sehenswerten und mit Kopfsteinpflastern ausstaffierten Altstadt der lettischen Hauptstadt liegt. Die opulente, helle Außenfassade mit einen dramatisch aussehenden Kopf aus Stein verspricht nicht zu viel. Außen klassisch gibt sich das stets volle Haus innen sehr modern und top-gepflegt. So entpuppt sich das Neiburgs Hotel als wahre Wohlfühloase. In einer hochwertigen Kombination von unaufdringlich, pointiertem Chic empfängt das mit allem Komfort ausgestattete Hotel seine Gäste.
Textauszug: Das Kopfsteinpflaster glitzert stimmungsvoll nach dem Regen: Die in engen Gassen verteilten Holzhäuser lehnen sich in sanften Pastelltönen aneinander. Und spätestens beim Betreten des Platzes zwischen den beiden historischen Rathäusern von Kuldīga fühlt man sich wie in ein lebendiges Gemälde versetzt. Zugegeben, die ein oder andere Fensterbank könnte ruhig mal wieder einen Pinselstrich vertragen, aber das macht den Charme der 10.000-Seelen-Gemeinde im Westen von Lettland erst aus – hier ist der Zahn der Zeit nicht nur eine Metapher, sondern auch ein dekorativer Akzent. Während in der Liepajas iela, der Haupteinkaufsstraße, kleine Boutiquen, Kunsthandwerksläden und Galerien zum Shoppen laden, ist der Gang über die markante Backsteinbrücke mit ihren sieben Bögen über den Fluss Venta ein Muss.
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Textauszug: Früh am Morgen sind die liebevoll gezogenen Linien aus hellgrauem, kleinem Kies am Eingangsbereich der Wassergärten von Annevoie noch ganz gerade und perfekt. Perfektion ist das, was diese Gärten im Zentrum der Wallonie in Belgien ausmacht. Philippe Attout, dessen Herz schon lange für die bemerkenswerte Anlage schlägt, erklärt mit einem stolzen, etwas verschmitzten Lächeln, „der Tag beginnt damit, dass die Kieselsteine mit einem Gerät, das aus der Landwirtschaft stammt, gerade gezogen werden. Aber glauben sie mir, das bleibt nicht lange so“. Kein Wunder, besuchen doch jährlich Tausende Gäste den weitläufigen Park. Elsemarie, in ihrem hellorangefarbenen Sommerkleid und weißem Stoffhut will es ganz genau wissen, „macht diese geraden Linien ein Mönch, es sieht so spirituell aus?“
Textauszug: Ganz Wales ist seit dem 13. Jahrhundert britisch. Ganz Wales? Nein, ein kleines idyllisches Dorf in der Grafschaft Herefordshire an der Grenze zu England gibt vor, ein unabhängiges Königreich zu sein. Und zwar seit dem 1. April 1977. An jenem Tag ließ sich Richard Booth zum König von Hay-on-Wye küren und ernannte sein Pferd zum Premierminister. Gleichzeitig sagte der Exzentriker der großen Politik den Kampf an, ernannte Freunde und Bekannte zu Ministern und gab eine eigene, essbare Währung aus Reispapier heraus. Was zunächst wie ein gelungener Aprilscherz anmutete, entpuppte sich als genialer Marketing-Schachzug.
Textauszug: Da hat Frau Holle wohl heimlich an der Tür gelauscht. Gestern noch war das Pillerseetal jahreszeitbedingt in Grün, Grau und Braun getaucht. Heute ist dieser Teil Tirols komplett mit puderzucker-weißem Schnee überzogen. Und Frau Holle schüttelt die Kissen ohne Unterlass weiter aus. Am offiziellen Schneemesspunkt in Hochfilzen ist bereits die Marke von zehn Zentimetern erreicht – Tendenz stark, und vor allem schnell steigend. Vorbei am Biathlon-Oval mit der gespurten Loipe geht es querfeldein zur Feistenauer Straße, der österreichischen Bundesstraße 164 und Hauptverkehrsader durch das beschauliche 1.110-Seelen-Dorf Hochfilzen.
Textauszug: Durch die Weite des Uludağ Gebirges hallt der Ruf des Muezzins. Doch niemand auf den Brettern oder im Lift scheint diesem folgen zu wollen. In der durchgestylten Skihütte dreht sich der Döner-Spieß, während sich zahlreiche Skifahrer die Hände an einem Glas mit heißem Çay, wie der schwarze Tee hier heißt, wärmen. Dabei sind die Temperaturen um den Gefrierpunkt für ein Skigebiet nicht besonderes niedrig. Ungewöhnlicher ist sicherlich, dass sich inmitten des 480 Hektar großen Wintersportareals eine Moschee samt Minarett erhebt. Ansonsten unterscheidet sich das Skigebiet vor den Toren von Bursa, der viertgrößten Stadt der Türkei, nur wenig von den Alpenregionen: Das Uludağ Gebirge schiebt sich hoch bis auf 2.542 Meter über dem Meeresspiegel.
Textauszug: Spätestens wenn der weite Blick den Horizont des hellblauen Meeres bei Étretat berührt, spürt man die zauberhafte Magie dieses Ortes. So muss dieser Moment auch Claude Monet einst erfasst haben, da er wieder und wieder seine Staffelei aufstellte, um die Schönheit dieser Region für immer und ewig festzuhalten. Stolz und ehrfürchtig ragen die weißen Kreidefelsen von Étretat bis zu 80 Meter in den Himmel. Kühle Winde und wilde Stürme nagten und nagen an den verletzlichen Gesteinen. Doch nur so konnten die brachialen Felsenbögen entstehen, die das so malerische und beeindruckende Bild abgeben. Millionen und Abermillionen von Kieselsteinen im Meer bieten zumindest einen kleinen Schutz gegen die wuchtige Brandung des Atlantiks.
Textauszug: Agatha Christie würde ihre Freude haben. Ganze Scharen von Krimiautoren finden hier Inspiration für ihre mörderischen Geschichten und manch einer, der sich eines lästigen oder unbequemen Zeitgenossen entledigen möchte, kommt hier auf die abstrusesten Gedanken. Nicht von ungefähr gehört der Giftgarten zu den Hauptattraktionen der Alnwick Gardens. Hinter meterhohen Zäunen sind hier im Nordosten Englands gefährliche Pflanzen von Belladonna, der Schwarzen Tollkirsche, bis hin zu Brechnuss, Magic Mushrooms, Opium und Cannabis ausgestellt. Der Zutritt ist nur in Begleitung von speziell ausgebildeten Führern erlaubt. Und diese haben ein Fülle an hoch spannenden Geschichten über die Pflanzen, ihre Wirkung und ihren Missbrauch im Gepäck.