Textauszug: Zwischen venezianischen Fassaden, plätschernden Wellen und dem Duft von gegrilltem Tintenfisch verliert sich in Krk auf der gleichnamigen Insel – der größten in Kroatien – schnell das Gefühl für die Zeit. Ein Schritt über das Kopfsteinpflaster, ein Atemzug salzhaltiger Luft – und schon scheint der Moment sich zu dehnen. Die Gassen sind schmal, verwinkelt und haben den Charme von Orten, die nie versucht haben, etwas anderes zu sein. Von Bougainvillea umrankte Balkone und kunstvoll geflickte Fensterscheiben erzählen Geschichten, ohne ein Wort zu verlieren. Hier regiert der Stein – warm, geschichtsträchtig – und darunter das Leben, das sich nicht hetzen lässt.
Thema: Streifzug durch Krk-Stadt
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Textauszug: Die uralten Steinhäuser fügen sich zu einem famosen Gesamtbild zusammen. Kotor könnte problemlos als riesiges, frei zugängliches Freilichtmuseum durchgehen und wäre nicht nur eine perfekte Kulisse für ein romantisches Filmsetting, sondern auch für eine wilde Verfolgungsjagd durch das Labyrinth an Gassen. Allerdings ist die von einer 4,5 Kilometer langen Stadtmauer umgebene Altstadt komplett autofrei. Für Fahrzeuge wäre angesichts der Menschenmassen, die hier tagein, tagaus eindrucksvoll mit den Füßen abstimmen, ohnehin kein Durchkommen.
Textauszug: Der Anschluss an das Schienennetz war im Jahre 1873 im wahrsten Sinne des Wortes bahnbrechend. Quasi über Nacht wurde der verschlafene Küstenabschnitt an der Kvarner Bucht zum Tummelplatz der Mächtigen und Adeligen, der Schönen und Reichen. Das Fischerdörfchen Abbazia wandelte sich binnen kürzester Zeit zu einem mondänen Seebad mit Magnetwirkung, die 1889 in der offiziellen Ernennung zum „Curort“ gipfelte. Ein Ritterschlag, der dafür sorgte, dass mehr und mehr gekrönte Häupter und namhafte Persönlichkeiten den Weg an dieser Teil der Adria-Küste fanden. Der Bogen spannte sich vom deutschen Kaiser Wilhelm II. über die österreichische Kaiserin Maria Anna, Königin Elisabeth von Rumänien und König Georg I. von Griechenland bis hin Kaiser Franz-Josef mit seiner Sisi.
Textauszug: Von Luchs und Bär, die sich hier in der Gegend gelegentlich rumtreiben sollen, fehlt jede Spur. Wohl auch, weil das Pinselohr und Meister Petz im Normalfall den Kontakt mit den Menschen scheuen. Und Letztere sind zumeist lautstark schnaufend von dem auf knapp 920 Metern gelegenen Infopoint des Učka Naturparks am Gebirgspass Poklon unterwegs hinauf zum Vojak. Steil und lang ist der mehr als anderthalbstündige Anstieg in diesem Teil Kroatiens, bei dem fast 600 Höhenmeter zu bewältigen sind. Eine schweißtreibende Angelegenheit.
Textauszug: Sonnenanbeter und ausgewiesene Wasserratten, aber natürlich auch diejenigen, die einfach mal ein wenig plantschen wollen, können sich vom hoteleigenen (Felsbade-) Strand in die Fluten der Adria stürzen. Wie fast überall in Kroatien, geht es von den Plateaus der steinernen Klippen über Leitern bzw. Treppen in das kristallklare Wasser. Alternativ stehen den Gästen ein halbbedachter Meerwasserpool oder ein Hallenbad mit 32 Grad Wassertemperatur zur Verfügung. Auch ausreichend Liegen und Sonnenschirme fehlen in allen Außenbereichen nicht. Ein 1.500 Quadratmeter großer Sauna- und Wellnessbereich mit Dampfbad, Kräutersauna und Laconium wird ebenso vorgehalten wie ein Fitnessraum mit Ergometer, Laufband, Crosstrainer sowie Krafttrainingsgeräten und Hanteln. Ein umfangreiches Spektrum von Beauty- und Relaxbehandlungen mit Olivenöl- und Thalasso-Therapien, Ayurveda, Massagen, Bädern und Physiotherapie rundet das Angebot ab.
Textauszug: Sich ein bisschen wie Sissi, die junge österreichische Kaiserin zu fühlen, das können sich die Gäste bereits bei der Anfahrt zum mit vier Sternen superior ausgezeichnetem Kvarner Palace. Majestätisch erhebt sich das rechteckige, sandsteinfarbene Gebäude mit seinen vielen charmanten Balkonen auf den Hügeln Crikvenicas. Schon von weitem beeindruckt das Palasthotel und die mit Nadelbäumen bewachsene, romantische Parkanlage. Der werte Gast betritt die klassische Empfangshalle durch ein gewölbtes Vordach und kann sich direkt am eindrucksvollen Ambiente erfreuen. Besonders ins Auge sticht der Mosaikfußboden mit diversen Jahreszahlen, das Hotel selbst betreffen. Gemütliche Sitzgelegenheiten laden zum Entspannen ein. Das freundlich unaufdringliche Servicepersonal an der Rezeption empfängt, neben internationalen Gästen, hauptsächlich Besucher aus Deutschland, Österreich und anderen Regionen Kroatiens.
Textauszug: James Bond hat gelogen. Nachweislich. In „Casino Royale“ gaukelte der Geheimagent seiner Majestät im Jahre 2006 gleich Millionen von Kinozuschauern vor, das legendäre Pokerturnier mit Bösewicht Le Chiffre würde im Hotel Splendide in Montenegro steigen. Doch diese Nobelabsteige gibt es gar nicht. Tatsächlich diente das Grandhotel Pupp im tschechischen Karlsbad als Kulisse für die Außenaufnahmen. Dabei hätte es für die Produzenten Barbara Broccoli und Michael G. Wilson gar nicht dieser Mogelpackung bedurft, denn Montenegro selber verfügt über eine Vielzahl an Prachtbauten und Palästen. Mehr noch kann das nur knapp 14.000 Quadratkilometer große Land mit filmreifen Kulissen en masse aufwarten.
Textauszug: Das geht runter wie Öl. Und dies im wahrsten Sinne des Wortes. Zum Frühstück wird ein Schnapspinnchen mit frischem Ölivenöl gereicht. Zugegeben, es kostet ein wenig Überwindung, daran zu nippen, und es kratzt im Abgang leicht im Hals. „Das ist gut für den Cholesterinspiegel“, versichert Valter Smilović, um sogleich selber das Glas zu erheben. Und er muss es wissen. Schließlich ist der graumelierte Vortrinker aus Buje einer der namhaftesten Olivenölproduzenten in Istrien, jener vom mediterranen Klima verwöhnten Halbinsel im Norden Kroatiens.
Textauszug: Eine Landschaft wie gemalt, Städte wie aus dem Bildbuch und das Meer so tief blau, als hätte jemand sämtliche Tintenfässer der Welt hier ins Wasser geschüttet. Dazu von der Sonne verwöhnt, mit herrlichen Stränden und mit einer imposanten Inselwelt gesegnet: Keine Frage, Dalmatien gehört nicht von ungefähr zu den beliebtesten Ferienregien an der kroatischen Küste. Allen voran Dubrovnik, das zu Recht als Perle der Adria gilt. Der unvergleichliche George Bernard Shaw beschrieb die 48.000-Seelen-Gemeinde einst als „das Paradies auf Erden“. Entgegen der lobenden Worte des irischen Literaturnobelpreisträgers ging es in der langen, bewegten Geschichte von Dubrovnik allerdings nicht immer paradiesisch zu.