Kotztüten als unterschätzte Flugbegleiter

Textauszug: „Möchtest du etwas loswerden?“ – selten war eine Frage so charmant und gleichzeitig so pragmatisch wie die auf lilafarbenem Grund gedruckte Botschaft einer „Kotztüte“. Der Spuckbeutel steckt brav neben Bordmagazin und Sicherheitskarte in der Rückenlehne, wartet geduldig auf seinen großen Auftritt und wird doch meist ignoriert. Mal mit Humor, mal mit britischem Understatement, mal mit einem Augenzwinkern, das den Passagier daran erinnert, dass auch die Fluggesellschaft weiß, wie unangenehm Reiseübelkeit sein kann. Die Kotztüte gehört zum Fliegen wie der Tomatensaft oder das Sicherheitsvideo, das niemand wirklich ansieht. Sie ist ein unscheinbares Stück Papier mit wasserfester Innenbeschichtung, funktional bis ins letzte Detail, und doch ein Designklassiker.

Thema: Die Historie der Kotztüten als turbulenter Trip
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Die große Hotel-Bettdecken-Verschwörung

Bettdecken - Copyright Mortimer Reisemagazin (1)Textauszug: Nach zahllosen Nächten in diversen Hotelbetten dieser Welt – von der spartanischen Absteige bis zur plüschigen Fünf-Sterne-Residenz – sollte mal ein Phänomen in den Fokus gerückt werden, das so manche die Paarbeziehung härter auf die Probe stellt als eine Bauanleitung für eine Schrankwand aus einem schwedischen Möbelhaus: Die singuläre Hotelbettdecke. Man betritt das Domizil auf Zeit, der Concierge lächelt, das Gepäck ist verstaut, der Blick fällt auf das King-Size-Dream-Bett und… Moment mal. Nur eine Decke? Eine! Die breiten sich dann da auf gut zwei Metern Liegewiese aus, wie ein einsamer Eistänzer auf einer viel zu großen Fläche, und suggerieren eine Harmonie, die in der Nacht unweigerlich zu einem epischen Kampf um thermische Oberhoheit führt.

Thema: Der nächtliche Kampf um Teile der Bettdecke
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Das Hotel-Mysterium: Die unsichtbare Toilettenbürste

Toilettenbürste - Copyright Mortimer ReisemagazinTextauszug: Selbst Vielreisende stolpern immer wieder über ein Phänomen, das sie seit Jahren auf ihren Reisen zwischen Tokio und Toronto, zwischen luxuriösen Fünf-Sterne-Tempeln und charmanten Boutique-Bunkern begleitet. Ein stilles, borstenloses Geheimnis, das in der wohl intimsten Ecke des Hotelzimmers lauert: Die fehlende Toilettenbürste. Man kommt an, bestaunt das Design-Bad – die Marmorfliesen, die Regendusche, das Duft-Shampoo, das so tut, als käme es direkt aus einem Bergquell. Alles klinisch rein, auf Hochglanz poliert. Doch dann, wenn der Verdauungstrakt dem Ruf der Natur Rechnung tragen muss, sucht das Auge verzweifelt nach dem Retter in der Not, dem stillen Diener in Plastik und Borste. Und findet: Nichts.

Thema: Fehlende Toilettenbürsten in Hotels
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Eiderdaus: Tüten-Ei als Hotel-Unsitte

Textauszug: Liebe Hoteliers und werte Betreiber von Übernachtungsbetrieben aller Art, entschuldigt bitte die Frage, aber was ist nur mit euch los? Denkt ihr, die Menschen, die eine Nacht oder sogar mehrere Nächte in eurem Hause verbringen, haben kollektiv ihren Geschmackssinn verloren? Denkt ihr, der gemeine Gast kann eine Hühnerfrucht nicht von synthetischer Pampe unterscheiden? Das, was ihr als vermeintliches Rührei vorsetzt, ist nichts als labberige, zumeist blassgelbe Schlotze ohne jeglichen Eigengeschmack. Wenn ihr schon für ein bereitgestelltes oder serviertes Frühstück Champagnerpreise aufruft, ohne selbigen überhaupt auszuschenken, dann sollten es doch wenigstens ein echtes Ei oder zwei sein.

Thema: Die fragwürdige Verwendung von Puler-Ei in Hotels
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Air New Zealand: Kiwis wollen Waage-Wahrheit

Textauszug: Einer überaus gewichtigen Frage geht Air New Zealand (ANZ) aktuell nach. Denn die Fluggesellschaft vom anderen Ende der Welt möchte wissen, was die Passagiere so wiegen. Eine durchaus berechtigte Frage. Denn jeder, der einmal neben einer unangemeldeten Massendemonstration auf zwei Beinen in einem viel zu eng bestuhlten Flugzeug gesessen hat, dürfte es tatsächlich interessieren, was der Sitznachbar – respektive die Sitznachbarin – mit den über die Armlehne wabernden Fleischbergen so auf die Waage bringt? Natürlich gibt es nicht nur Passagiere mit einer ausufernden Leibesfülle. Im Gegenteil. Neben der Heerschar an vermeintlichen Otto-Normal-Bürgern drängen aufgeblasene Fahrradspeichen in die Sitzreihen.

Thema: Passagierwiegen bei Air New Zealand
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Kreuzfahrtschnäppchen für Luxusjünger

Regent Seven Seas MarinerTextauszug: Schnäppchenjäger aufgepasst! Ja, es gibt sie noch, diese unglaublichen Angebote, die alles andere als 08/15 sind. Okay, das Sparschwein müsste wohl notgedrungen geschlachtet werden und auch die restlichen Urlaubstage nebst der verbliebenen, noch nicht abgefeierten Überstunden müssten vermutlich zusammengekratzt werden. Aber dies sollte einem jeden die Sache wert sein. Schließlich lockt eine nicht ganz alltägliche Reise: eine Kreuzschifffahrt rund um den Erdball mit nicht weniger als 154 Nächten an Bord. Für die mathematisch Versierten dürfte damit sofort klar sein, dass die Reise rund fünfeinhalb Monate in Anspruch nehmen wird. Klingt viel, macht aber mit Blick auf die zurückzulegende Strecke von 39.722 Seemeilen absolut Sinn. Schließlich soll dies eine Urlaubsreise und keine Rallye werden. Und würde man die Distanz in Kilometer umrechnen, wären das schlappe 73.565 Kilometer.

Thema: Die länsgte Seereise der Welt
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Himmlischer Traum: Sex über den Wolken

Textauszug: Des Menschen Wille ist bekanntlich sein Himmelreich. Und genau dort möchte das Gros der Erdenbürger gerne mal irdischen Gelüsten nachkommen. Oder besser gesagt, den Arterhaltungstrieb auf himmlische Art und Weise ausleben. Denn gemäß einer aktuellen Studie des Dating-Portals Saucy Dates mit 11.179 Teilnehmern träumen nicht weniger als 78 Prozent davon, einmal Sex über den Wolken zu haben. 17 Prozent räumten ein, keinerlei Interesse an dieser speziellen Art des Höhenflügs zu haben, während fünf Prozent sogar vorgaben, dass für sie der Traum bereits mindestens einmal Wirklichkeit geworden ist.

Thema: Vier von fünf träumen vom Liebesspiel im Flieger
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Abheben neben Adele: Lieblingsnachbarn für den Flug

Textauszug: Das Leben ist kein Wunschkonzert. Die Sitzplatz-Vergabe-Lotterie im Flugzeug ebenfalls nicht. Und doch hoffen nicht wenige, im Flieger einen halbwegs passablen Platz zu ergattern. Einen, ohne eine ungemeldete Massendemonstration mit Welkfleisch, das über die Lehne schwappt, als Sitznachbarn. Auch sollten die Zufallsbekanntschaften weder unangenehme Gerüche absondern, noch chronisch unruhig hin und her rutschen oder einen ohne Punkt und Komma volltexten. Gut, mit dem nötigen Kleingeld lässt sich so eine Art von Reisebegleitung weitgehend ausschließen. Dazu könnten zwei Plätze im Flieger oder gleich die Business-Klasse gebucht werden. Wobei Letztere nicht auf allen Strecken und von allen Airlines vorgehalten wird.

Thema: Neben wem Passagiere im Flugzeug gerne sitzen möchten
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Tourismus-Tsunami in Deutschland

Überfüllter-Strand-klTextauszug: Ganz ehrlich, es wird eng. Vermutlich richtig eng. In Deutschland droht kollektiver Platzmangel. Schuld ist der Tourismus. Die große Verunsicherung nach den Terroranschlägen in der Türkei und in einigen nordafrikanischen Ländern sowie die anhaltenden Flüchtlingsbewegungen im Mittelmeerraum führen dazu, dass dem einstigen Reiseweltmeister aus dem Land der Germanen die Reiselust ein Stück weit vergangen zu sein scheint. Heimatgefühle statt Fernweh dominieren entsprechend die Urlaubsplanung. Viele wollen offenbar in der vermeintlich schönsten Zeit des Jahres aus Sicherheitsgründen lieber in deutschen Landen umherreisen. Wobei noch offen ist, ob sie hier überhaupt ein Plätzchen finden, um gebührend zu entspannen. Denn gleichzeitig müssen wir feststellen, dass Deutschland förmlich von ausländischen Touristen überrannt wird. Im vergangenen Jahr wurden nicht weniger als 79,7 Millionen Übernachtungen ausländischer Gäste registriert. Da reicht ein normaler Block nicht mehr aus, um dies ordentlich zu erfassen und die Strichliste übersichtlich zu führen.

Thema: Glosse: Folgen des Massentourismus in Deutschland
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BER – der ungekrönte Airport 4.0

BERTextauszug: In Zeiten, in denen die globale Erwärmung mehr und mehr außer Kontrolle zu geraten scheint; in Zeiten, in denen die Luft zunehmend durch Abgase und CO2-Emissionen verunreinigt wird und in denen der Himmel ob der vielen, vielen Billigflieger kaum noch zu sehen ist, wird es Zeit, einmal einen der viel Gescholtenen zu preisen. Ja, es gilt, einen der viel Häme und Spott im In- und Ausland geerntet hat, endlich einmal öffentlich ins rechte Licht zu rücken.
Ja, es wird Zeit, endlich auch mal anzuerkennen, was ab der Grenze von Berlin zu Brandenburg im Namen des Umweltschutzes getan wird. Genauer gesagt im Namen des vierten deutschen Bundeskanzler, Willy Brandt, der – und das wird viele erstaunen – einer der Vordenker der Grünen gewesen sein muss.

Thema: Die schleppende Fertigstellung des Hauptstadtflughafens
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Polonäse über den Wolken

passengers-519008_1280Textauszug: Auf langen Flügen benötigen Passagiere Langmut, um nicht in chronische Langeweile zu verfallen. Dabei wird nicht nur das Sitzfleische einem Härtetest unterzogen. Gelenke schmerzen, Beine schwellen an, der Nacken wird steif und der Rücken kommt sich vor, als sei er an einen Materpfahl gebunden. Bei zehn, zwölf Stunden Flugzeit von einem Kontinent zum anderen mangelt es ungeachtet des Bemühens der Airlines an Abwechslung für die Fluggäste. Dabei zählt schon die zusammen gemantschte Pampe, die manche Airlines als Mahlzeit anbieten, zu den Highlights. Außer „Bubu“ zu machen, bleibt in der Regel sonst nicht viel zu tun. Die Chance, einen charmanten und unterhaltsamen Sitznachbarn beim Zufallslotto der Sitzplatzvergabe zu ergattern, ist etwa so groß wie Neuschnee am 3. August in Berlin.

Thema: Wie Airlines auf Langstreckenflügen Langeweile verhindern könnten
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