Textauszug: Zum Wasserskifahren dürfte das Tempo kaum reichen. Im Gegenteil. Die maximale Geschwindigkeit von 18 Stundenkilometern bestimmt den Takt der Entschleunigung. Selten war es wohl leichter, die Seele einfach mal baumeln zu lassen. Ohne Hektik, ohne Stress lassen sich die wunderbaren An- und Aussichten in diesem Teil von Burgund genießen. Für ein wenig Aufregung und feuchte Hände sorgen allenfalls die Schleusen. Und von denen gibt es auf dem 100 Kilometer langen Teilstück des Canal du Nivernais zwischen Tannay und Migennes mehr als genug.
Thema: Hausboottour auf dem Canal du Nivernais
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Textauszug: Was für ein perfekter Start! Schnell die Tasche in die Kabine und rauf aufs Deck. Mit einem warmen Tee in der Hand geht es direkt an die Reling. Hier ist der Tummelplatz für alle Sehleute. Sie alle eint die Vorfreude auf eine entspannte Seereise nach Schweden. Sie alle genießen die herrlichen Ausblicke bei der langsamen Ausfahrt aus dem Kieler Hafen. Und Petrus meint es heute besonders gut. Stimmungsvoll senkt sich die Sonne über der Kieler Förde. Das Marineehrenmal und das berühmte U-Boot am Strand von Laboe ziehen langsam vorbei, während die Stena Scandinavica Kurs Richtung Ostsee nimmt. Das süße Nichtstun mit hohem Genussfaktor hat begonnen. Der sanfte Fahrtwind, die leichte Brise, die milde Temperatur und die salzhaltige Meeresluft stimmen auf die Stippvisite in Göteborg, Schwedens zweitgrößter Stadt ein.
Textauszug: Während aus den Lautsprechern abwechselnd in dumpfen Klängen „Die Internationale“, die Hymne der ehemaligen Sowjetunion, schmissige Pionierlieder und die Stimme Lenins dröhnen, fallen unweit des Eingangs die vier Meter hohen Granitfiguren von Karl Marx und Friedrich Engels ins Auge, die dereinst das Portal der Budapester Parteizentrale der Kommunistischen Partei zierten. Wenige Meter weiter ragt Genosse Wladimir Iljitsch Lenin mit versteinerter Miene gen Himmel. Fast scheint es so, als hätte er sein Schicksal geahnt, als hätte er gewusst, dass der real existierende Sozialismus nur eine begrenzte Halbwertzeit hatte. Und so musste der Diktator seinen augenfälligen Standort am Dozsa-György-Boulevard aufgeben und in den Museumspark am Stadtrand umziehen.
Textauszug: Beeindruckende Zeugnisse einer langen, bewegten Vergangenheit, Gigantismus und Superlative allenthalben – keine Frage, Istanbul ist nicht nur die türkische Supermetropole, sondern auch ein pulsierender Schmelztegel der Kulturen mit besonderem Charme. Schon auf der Fahrt vom Atatürk-Flughafen ins rund 25 Kilometer entfernte Zentrum sind Geschichte und Geschichten, aber auch Rekordverdächtiges allgegenwärtig. So etwa die in weiten Teilen gut erhaltende, 1.600 Jahre alte Stadtmauer, die mit einer Länge von 28 Kilometern als die drittlängste Mauer der Welt gilt. Parallel zur historischen Abgrenzung aus der Römerzeit finden sich viele Friedhöfe, die in früheren Jahrhunderten noch außerhalb der Stadt lagen. Denn die weltweit einzige Stadt, die auf zwei Kontinenten liegt, wächst rasant, so dass die Stadtmauer und die Friedhöfe heute von zahlreichen neuen Stadtvierteln umrahmt werden.
Textauszug: Ungeniert ist er. Normalerweise würde (ein) Mann sich dezent Richtung Hausecke oder Baum drehen, um in aller Öffentlichkeit dem Ruf der Natur zu folgen. Er hingegen stellt sich so, dass jeder sein bestes Stück sehen kann, während er fröhlich vor sich hin pieselt. Und niemand scheint daran Anstoß zu nehmen. Im Gegenteil, die Passanten finden es amüsant. Fast alle halten diesen Augenblick auf dem Digitalchip der Kamera oder des Smartphones fest. Nicht wenige kommen extra hierher, um den Dauerstrüller in Aktion zu sehen. Keiner fragt sich, ob das kleine Männlein ob des zwanghaften Müssen-Müssens nicht gar an einer Blasenentzündung leidet? Im Gegenteil. Nun wurde dem ungekrönten Pieselkönig sogar noch ein eigenes Museum gewidmet.
Textauszug: Ganz ehrlich, ein bisschen schmeichelt es mir schon, wenn eine junge Dame im zarten Alter von gerade einmal 16 Jahren voll auf mich fliegt. Ihre Figur ist tadellos. Dazu diese tief braunen Augen. Dieser wache Blick, dem nichts zu entgehen scheint. Der bräunliche Teint – wenn man überhaupt davon sprechen kann. Ihre Brust ist überaus flauschig. Irgendwie war es schön und unerwartet weich, als ich diese mit zum ersten Mal darüber streichelte. Etwas gewöhnungsbedürftig sind allerdings die Essgewohnheiten der jungen Dame. Mal nascht sie ein Entenbein, mal einen Hühnerkopf – und alles von meinem in Leder gehüllten Handrücken.
Textauszug: In einem Land, in dem Männer in Röcken mit Baumstämmen werfen, wundert es wenig, wenn die naturverbundenen Bewohner einem ungewöhnlichen Hobby im wahrsten Sinne des Wortes nachgehen. Die Schotten sammeln nämlich Berge. Nicht irgendwelche Berge, sondern ganz bestimmte. Diese müssen mehr als 3.000 Fuß, was grob 915 Metern entspricht, hoch sein. Von dieser Sorte finden sich allein im schottischen Hochland 282 Stück. Die Sammler gehen dabei nicht etwa mit Hammer und Meißel hin, um Teile von den Bergen abzuzwacken. Vielmehr bemühen sie sich, den Gipfel eines jeden dieser Berge zu erklimmen. Längst ist dieses ehrgeizige Vorhaben zu einem Volkssport geworden, an dem sich Wanderer und Alpinisten aus aller Herren Länder beteiligen.
Textauszug: Näher an die Piste kommt man mit seinem Nachtlager wohl kaum. Der Skistall des Jufa Hotels im liechtensteinischen Wintersportgebiet von Malbun liegt direkt an der Piste. Einfach Ski unterschnallen und mit zwei, drei Schwüngen ist die Talstation der Sesselbahn hinauf zum Täli (1871 Meter) oder zum Hochegg (1884) erreicht. Das gerade einmal 23 Pistenkilometer umfassende Skigebiet ist überaus familienfreundlich – ganz so wie das Jufa Alpin Resort. Das Drei-Sterne-Haus mit seinen insgesamt 66 Zimmern verfügt sowohl direkt angrenzend an den kombinierten Empfangs-, Bar- und Restaurantbereich als auch draußen über großzügige Kinderspielecken mit Klettertürmen, Rutschen und vielem mehr.
Textauszug: Das größte Pfund, mit dem das Aquila Rithymna Beach auf der griechischen Insel Kreta wuchern kann, ist der fast zwölf Kilometer lange und rund 80 Meter breite Strand. Entsprechend herrscht hier selbst an warmen Sommertagen nur selten drangvolle Enge. Die markant blauen Sonnenliegen und Schirme stehen den Gästen hier ebenso kostenfrei zur Verfügung wie die Badetücher. Überaus positiv ist die Tatsache, dass das Hotel rabiat gegen notorische Liegenreservierer vorgeht. Ein Schild warnt davor, dass das umsichtige Personal die länger nicht genutzten Sonnenliegen frei räumt und die dort platzierten Gegenstände entfernt. Ein überaus sympathischer Zug, der dazu führt, dass die meisten Gäste sich tatsächlich daran halten. Dies wiederum hat den Vorteil, dass sich tatsächlich zu jeder Tageszeit fast mühelos eine Liege finden lässt.
Textauszug: Wenn Flughafen-Horror einen Namen verdient, dann Heraklion. Oder besser gesagt, der dortige Nikos Kazantzakis International Airport. Der 1937 fertig gestellte Flughafen, der als wichtigste touristische Drehscheibe der griechischen Mittelmeerinsel Kreta gilt, ist in jeglicher Hinsicht eine absolute Katastrophe. Und dies, obschon der nach dem Schriftsteller und Philosophen Nikos Kazantzakis benannte Flughafen gemessen am Passagieraufkommen nach Athen der zweitgrößte Flughafen des Landes ist. Jede Segelflugwiese ist besser ausgestattet.
Textauszug: In diesem Teil des Allgäus findet sich jede Menge. Und dies im dreifachen Sinne. Jede Menge Wasser, jede Menge Steine und jede Menge Menschen. Dazu diese Enge. Hoch aufragende Steine und Felsen werden von einer engen sowie tiefen und langen Schlucht, durch die das tosende Wasser der Breitach rauscht, durchzogen. Einige Meter oberhalb des reißenden Wildflusses befindet sich ein Laufsteg. Nicht für Models, sondern für alle, die das Naturschauspiel aus nächster Nähe in Augenschein nehmen wollen. Dabei gibt es, nüchtern betrachtet, nicht viel zu sehen. Nur Schaumkronen, Wasser, das mit enormer Geschwindigkeit talwärts strömt und dabei enorme Kräfte entwickelt. Hinzu kommen wechselnde Lichteinfälle hinter jeder noch so kleinen Biegung der Schlucht. Aber gerade das ist es, was die Faszination für die Breitachklamm ausmacht.