Textauszug: Manchmal braucht es keinen spektakulären Aussichtspunkt, keinen mittelalterlichen Marktplatz und nicht einmal ein Schloss, damit ein Dorf zum lohnenden Ziel wird. In Redu in der Wallonie reichen dafür Bücher, Tonnen von Büchern. Sie stehen in Schaufenstern, stapeln sich hinter alten Türen und warten zwischen knarrenden Regalen auf ausgesprochene Leseratten oder einfach auf jemanden, der eigentlich nur kurz hineinschauen wollte. Aus dem kurzen Schauen kann allerdings schnell ein halber Nachmittag werden. Das kleine Redu mit seinen schiefergedeckter Häusern liegt in der belgischen Provinz Luxemburg, eingebettet in die bewaldete Landschaft der Ardennen.
Thema: Belgiens Bücherdorf
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Textauszug: Der morgendliche Nebel hängt tief über den sanften Hügeln der Ardennen, während die Straße sich durch scheinbar endlose Buchenwälder schlängelt und plötzlich ein Dorf wie aus dem Nichts freigibt: Redu, seit 1984 das erste „Bücherdorf“ in Belgien, empfängt mit blaugrauen Schieferdächern und einer Vielzahl an Buchhandlungen, die in alten Scheunen, Ställen und Werkstätten untergebracht sind. Tausende Besucher pilgern jährlich in das nur 500 Einwohner zählende Dorf, um zwischen Kilometer langen Bücherregalen nach Raritäten zu stöbern – von Comic-Alben über Reiseberichte bis hin zu historischen Werken.
Textauszug: Der Superlativ wirft Fragen auf, hat zugleich aber auch Magnetwirkung: Das belgische Durbuy gibt vor, die kleinste Stadt der Welt zu sein. Ein Titel, den allein in Europa mit Hum in Kroatien und Arnis in Schleswig-Holstein zwei weitere Kleinstädte für sich reklamieren. Doch das stört in Durbuy niemanden. Wohl auch weil jährlich mehr als 1,5 Millionen Besucher eindrucksvoll mit den Füßen abstimmen und in das verwinkelte Fleckchen an der Ourthe strömen. Quasi eine charmante Art der „Ardennen Offensive“ – zumindest unter Marketing-Gesichtspunkten. Rund 45 Kilometer von Lüttich in der Provinz Luxemburg gelegen, besticht Durbuy durch kopfsteingepflasterte Gassen, in denen sich überwiegend Gebäude aus lokalem Kalkstein dicht an dicht aneinander schmiegen.
Textauszug: Nicht nur Freunde der Abenteuer von Asterix und Obelix wissen, dass es in Frankreichs Wäldern an Wildschweinen nur so wimmelt. Der Dauerhunger des Hinkelstein-Lieferanten muss den Bestand der Schwarzkittel zwar eigentlich stark reduziert hat, und doch gibt es noch immer genügend von ihnen. Der ungekrönte König unter den Wildschweinen ist unterdessen im Département Ardennes zu Hause. Seit dem Jahre 2008 erhebt sich der riesige Keiler, der den stolzen Namen „Woinic“ trägt, auf einem künstlichen Hügel an der Autobahn A34 nördlich von Rethel.
Textauszug: Denn die (fast) kleinste Stadt der Welt ist für ihr exzellentes gastronomisches Angebot bekannt. Zwar leben hier gerade einmal 400 Menschen, doch in punkto Restaurantauswahl ist das kleine Fleckchen Erde in der Provinz Luxemburg ganz groß. Nicht weniger als 23 Speiselokale warten mit ihrer zum Teil exquisiten Cuisine auf. Quasi eine lukullische Ardennenoffensive, noch dazu in einer mittelalterlichen Atmosphäre. Versteckte Ecken und Winkel mit kleinen Hinterhöfen, in denen schnuckelige Restaurants ihre einladenden Tische präsentieren. Dazu schmale, verwinkelte Gassen, reizvolle alte Häuser, die sich ein wenig windschief an die Reste der alten Stadtmauer schmiegen.
Textauszug: Durbuy ist eine Stadt der Superlative. Nur 400 Einwohner zählt das malerische Fleckchen in Südbelgien. Dennoch wurden dem Örtchen in den Ardennen bereits im Jahre 1331 die Stadtrechte verliehen. Damit darf sich Durbuy rühmen, die kleinste Stadt der Welt zu sein. Und in dieser befindet sich mit dem Parc des Topiaires der größte Formgarten der Welt. Auf 10.000 Quadratmetern fallen hier mehr als 250 pflanzliche Kunstwerke ins Auge und lassen die prächtigen Gärten am Ufer der Ourthe zu einem Freilichtmuseum mit Parkcharakter avancieren. Nahezu die ganze Anlage besteht aus Buchsbaumhecken und -gewächsen, die von ihrer Form überwiegend an Menschen oder Tiere erinnern.