Textauszug: Die Gläubigen verbeugen sich beim Betreten des Tempels mit zusammengefalteten Händen, um den Göttern Respekt und Dank zu erweisen. Mit dem tamilischen Gruß „Vanakkam“ heißt Siva Sri Arumugam Paskarankurukkal die Gäste im Sri Kamadchi Ampal Tempel, einem der wohl ungewöhnlichsten Bauten im westfälischen Hamm, willkommen. In dem prachtvollen Tempel residieren verschiedene Gottheiten. Es riecht nach fremdartigen Gewürzen und frischen Früchten. Ein für die meisten Europäer wohl völlig unverständlicher Sprechgesang des Priesters erklingt und lädt gleichzeitig dazu ein, am Rande des Ruhrgebiets in eine völlig unbekannte Welt abzutauchen.
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Thema: Besuch des Sri Kamadchi Ampal Tempel,
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Textauszug: Zehn Monate verbrachte Napoleon im Exil auf der Mittelmeerinsel Elba. Zehn Monate, die genügten, um der drittgrößten italienischen Insel für immer einen Platz in den Geschichtsbüchern der Welt zu sichern. Der kleine Korse brachte das Archipel groß raus. Unter dem Exilkaiser erwachte Elba aus dem Dornröschenschlaf. Bonaparte sorgte dafür, dass die Insel ein gut funktionierendes Straßennetz erhielt, sorgte für den Bau von Brücken und Kanälen und ließe Sümpfe trockenlegen, um so eine breitgefächerte Landwirtschaft sowie den Weinbau zu ermöglichen. Napoleon ließ Eichen- und Esskastaniensetzlinge aus Korsika importieren und forstete Teile der Insel auf. Und auch sonst hat der wohl berühmteste Gast der Insel bis heute zahlreiche Spuren auf Elba hinterlassen.
Textauszug: Für ganze Generationen galt der Name als Synonym für Hoffnung, Freiheit und Unabhängigkeit, wurde im wahrsten Sinne des Wortes automatisch mit dem Tor zur trauten Zweisamkeit gleichgesetzt. Die Rede ist von Gretna Green, jenem beschaulichen kleinen Dorf im Südwesten Schottlands unweit der Grenze zu England, das zwischen 1754 und 1940 zur Pilgerstätte für junge Liebespärchen und Ausreißer wurde. Denn in der dortigen Dorfschmiede konnten sich aufgrund einer Lücke in der schottischen Rechtsprechung Minderjährige ohne das Wissen beziehungsweise die Zustimmung der Eltern das Jawort geben.
Textauszug: „Green, green gras of home“, lautet der Refrain in Tom Jones bekannter Hommage an seine Heimat. Und schon nach kurzer Zeit wird deutlich, was der bekannte Musikexport aus Wales zum Ausdruck bringen wollte: Unendlich viele Schattierungen von Grün soweit das Auge reicht, ausgedehnte Wälder, saftige Wiesen, mannshohe Farne, mächtige Rhododendren in Hülle und Fülle, blühende Heide- und Moorlandschaften, dazwischen unzählige weiße Punkte, die sich bei näherer Betrachtung als Schafe entpuppen.
Textauszug: Zürich ist mit seinen gut 390.000 Einwohnern nicht nur die größte Stadt der Schweiz, sondern auch eines der führenden europäischen Wirtschaft- und Finanzzentren. Als eine der Metropolen mit der weltweit höchsten Lebensqualität verzeichnet das charmante Fleckchen am Limmat zugleich enorm hohe Lebenshaltungskosten, die Zürich auch zu einem der teuersten Orte der Welt avancieren lassen. Gleichwohl hält das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum der Eidgenossen ein breites kulturelles und touristisches Angebot bereit, dass weitgehend kostenlos genutzt werden kann.
Textauszug: 1234 – das ist keine Aufzählung oder wenig einfallsreiche Zahlenreihe, sondern das überaus einfach zu merkende Gründungsdatum von Stralsund. Eine Jahreszahl, die zugleich den Beginn der gut 800-jährigen Geschichte der Hansestadt symbolisiert. Obwohl mit knapp 60.000 Einwohner eher klein, ist Stralsund in punkto Architektur fraglos ganz groß. Sogar derart, dass die historische Altstadt seit dem Jahre 2002 als Weltkulturerbe unter dem Schutz der UNESCO steht. Ein Ritterschlag, der zugleich Magnetwirkung hat. Seither stimmen Gäste aus aller Herren Länder mit den Füßen ab und erkunden in Heerscharen das überaus pittoreske Stadtzentrum.
Textauszug: Das „schwarze Gold“ wird im Kohlenpott schon lange nicht mehr gefördert, auch wenn mit Prosper-Haniel in Bottrop die letzte Zeche erst im Jahre 2018 endgültig geschlossen wurde. Gleichwohl kann und will das Ruhrgebiet seine Bergbauvergangenheit nicht leugnen. Das zeigt sich im UNESCO-Weltkulturerbe Zeche Zollverein in Essen, im faszinierenden Landschaftspark Duisburg-Nord, aber auch in den unzähligen alten Fördergerüsten und Bergarbeitersiedlungen, die heute noch im „Pott“ zu finden sind. Eine besondere Rolle nehmen zudem die vielen begrünten Halden ein, die das Ruhrgebiet zum „Land der künstlichen Berge“ haben werden lassen. Der Abraum der ehemaligen Zechen war oft über Jahrzehnte aufgeschüttet worden. Nach dem Ende des Bergbaus wurden die Flächen verdichtet und begrünt. Mehr noch wurden viele Halden, die vielfach längst zu Freizeitarealen mit ausgedehnten Rad- und Wanderwegen und vielfältigen Freizeitmöglichkeiten avancieren, mit besonderen Kunstobjekten und Installationen verziert.
Textauszug: Eigentlich müsste es nach Benzin und Motoröl riechen. Auch Motorengeräusche im sanften Schnurren eines Kätzchens und quietschende Reifen lässt der Name V8 vermuten. Doch weit gefehlt, auch wenn sich in dem Vier-Sterne-Superior-Hotel in Böblingen alles rund um das Thema Auto dreht – und dies an einem historischen Ort. Denn dort, wo einst der erste Verkehrsflughafen Baden-Württembergs zu finden war, liegt heute die Motorworld. Unter deren Dach haben sich alle Nobelmarken der Welt angesiedelt und präsentieren ihre neuesten Fahrzeug-Modelle, aber auch chromblitzende Oldtimer und Youngtimer. Und mittendrin das V8, das aus zwei unterschiedlichen Häusern besteht – dem V8 Classic im ehemaligen Airport-Terminal sowie dem ultramodernen Komplex, der im Frühjahr 2018 seine Pforten öffnete.
Textauszug: Das mächtige, mit Gras bewachsene Dach ist optisch an die Form der umliegenden Bergkuppen von Speyside angelegt. Das Innere erinnert von den Ausmaßen eher an die Abflughalle eines Flughafens als an eine Fabrik. In der Tat stehen hier für nicht wenige himmlische Genüsse im Fokus. Denn im neuen, im Sommer 2018 eröffneten, ultramodernen Besucherzentrum der Macallan Distillery dreht sich alles um die Herstellung hochwertiger Single Malt Whiskys. Und hier wird verglichen zu anderen Destillerien ein Quantensprung unternommen. Die gesamte Anlage ist großzügig geschnitten und Whiskyliebhaber können im Rahmen von Führungen einen Einblick in alle Bereiche der Herstellung erhalten. Lediglich das Heiligtum in Form der oberhalb des Besucherzentrums gelegenen Lagerräume bleibt bei der Tour außen vor. Dafür darf hier – im Gegensatz zu anderen Destillerien – überall fotografiert werden.