Textauszug: „Temous edax rerum“ sprach einst Ovid – „Die Zeit nagt an den Dingen“. Wie gut, dass man im Archäologischen Park Xanten (APX) alles daran setzt, gegen diesen Zahn der Zeit anzuarbeiten. Im weitläufigen Grün des Parks vermitteln originalgetreue Nachbauten wie der Hafentempel und das Amphitheater, die Stadtmauer, Wohnhäuser und Badeanlagen einen lebendigen Eindruck vom römischen Alltag in Germanien. Kein Wunder, dass dieses Angebot auch bei Nachwuchs-Historikern gut ankommt! „Ich bin so froh, dass es Ausgrabungsstätten gibt!“ seufzt ein Schuljunge beim Verlassen des APX. Habe ich mich verhört? Oder gehören langweilige Museen und öde historische Stätten längst der Geschichte an wie das Tragen einer Toga oder der Gladiatoren-Kampf?
Thema: Der Archäologische Park Xanten auf den Spuren von Gladiatoren, Legionären & Imperatoren
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Textauszug: Mit einer altmodischen Flüstertüte bewaffnet, stürmt Jodellehrer Thomas Reitsamer über die voll besetzte Sonnenterasse der Areit-Almhütte im österreichischen Zell am See. „Das ist mein Loudspeaker-System 2.0“, lacht der gut gelaunte Musiker und ruft noch einmal lautstark in den metallernen Kegel hinein: „Noch fünf Minuten, dann beginnt der Jodelkurs für jedermann!“ Seine Arbeitskleidung besteht aus Lederhose, Janker, Tiroler-Hut und cooler Sonnenbrille. Denn er ist ein Jodler der neuen Generation. „Meine Jodelkurse habe ich auch schon amerikanischen Schauspielern erteilt. Dann am Computer, über Skype!“, gesteht der 36-jährige selber über seinen eigenen Erfolg ein wenig überrascht zu sein.
Textauszug: In Zeiten, in denen die globale Erwärmung mehr und mehr außer Kontrolle zu geraten scheint; in Zeiten, in denen die Luft zunehmend durch Abgase und CO2-Emissionen verunreinigt wird und in denen der Himmel ob der vielen, vielen Billigflieger kaum noch zu sehen ist, wird es Zeit, einmal einen der viel Gescholtenen zu preisen. Ja, es gilt, einen der viel Häme und Spott im In- und Ausland geerntet hat, endlich einmal öffentlich ins rechte Licht zu rücken.
: Eigentlich ist es eher unüblich, Kunstobjekte derart an den Rand zu rücken. Dabei geht es hier nicht um Diebstahlsicherung oder Angst vor Vandalismus. Dazu sind die 28 Kunstobjekte schlicht zu groß und zu schwer. Zudem kommen hier nachts und im Morgengrauen wohl keine zwielichtigen Gestalten oder übermutige Jugendliche mit Spraydosen vorbei. Die Wahl der Standorte für die ungewöhnlichen Hingucker erfolgte vielmehr rein aus Sicherheitsaspekten. Denn der Schutz der Skifahrer und Snowboarder genießt oberste Priorität. Und doch geht es gleichzeitig darum, den Wintersport mit Kunstgenuss und Aha-Erlebnissen zu kombinieren. Wobei die Skulpturen und Installationen in der Regel eher im Vorbeigehen – oder besser gesagt, im Vorbeiwedeln – wahrgenommen werden. Oftmals auch erst, wenn die Pisten an der Schmittenhöhe im österreichischen Zell am See zum zweiten oder dritten Mal runtergerauscht werden.
Textauszug: Unweit des Nordeingangs hat sich eine Ziege selbständig gemacht und das kleine Streichelgehege selbständig verlassen. Die beiden Zugangstore, die nur von außen zu öffnen sind, konnten sie nicht aufhalten. Zu groß war die Gier nach Futter. Das gehörnte Vieh stellt sich direkt vor den Futterautomaten und wartet geduldig, bis ein Besucher Geld einwirft und am Knauf dreht. Sofort hüpft die Ziege auf die Hinterbeine und frisst direkt aus der Schubladen-ähnlichen Warenausgabe.
Textauszug: Dieses Glühwürmchen ist lang, sehr lang. Es besteht aus rund 250 Einzelteilen und schlängelt sich langsam den mit Fackeln beleuchteten Skihang der Sonnenalm im österreichischen Zell am See herab. Doch keine Angst, bei diesem Wurm handelt es sich nicht um ein eisiges Schneemonster, sondern um ein äußerst liebenswertes Geschöpf. Dieses Glühwürmchen besteht nämlich aus Nachwuchs-Skifahrern, die mit Leuchtstäben in gelber, blauer und pinker Farbe bewaffnet, den abendlichen Skihang hinabsausen. Das Publikum an der Talstation Sonnenalmbahn jubelt, als die ersten Kinder durch das Zieltor sausen. Die beteiligten Kids sind zwischen drei und 12 Jahren jung. Und sie genießen ihren Applaus, denn für Skianfänger machen sie ihre Sache schon richtig gut.
Textauszug: Wer Winterurlaub in Zell an See machen möchte, für den ist das Hotel Schmittenhof ein optimaler Ausgangspunkt: Die Rodelpiste hinterm Haus, die Talstation der Schmittenhöhe nur wenige Gehminuten entfernt und auf dem Heimweg kann der Skifahrer die Brettl fast bis zur Haustür anlassen. Zwar geht es auf dem morgendlichen Weg zur Gondel beladen mit Skiern und Stöcken rund fünf Minuten zu Fuß bergan. Dafür entfällt aber die nervenaufreibende Parkplatzsuche – und das Aufwärmtraining für die Piste ist auch schon absolviert. Hinzu kommen ein großzügiger Skischuhraum inklusive einer ausreichenden Anzahl an Trockenvorrichtungen, ein Skistall im Nebengebäude sowie hölzerne Leih-Rodel. Und auch, wer ins Zentrum von Zell am See hinunter gehen möchte, hat es nicht weit.