Textauszug: Wer durch Londons West End streift, landet früher oder später auf dem Leicester Square, einem Ort, der seit dem 19. Jahrhundert als Magnet für Unterhaltung, Theater und später vor allem für das Kino gilt. Der Platz ist nicht nur Mittelpunkt eines der lebendigsten Stadtviertel der britischen Hauptstadt, sondern auch ein kultureller Knotenpunkt, an dem sich die Geschichte der britischen Filmindustrie wie in einem Brennglas bündelt. Seit den 1930er-Jahren rollt hier der rote Teppich für Weltpremieren aus, und kaum ein anderer Ort im Vereinigten Königreich hat so viele Stars empfangen wie dieser Platz, der sich abends in ein funkelndes Lichtermeer verwandelt.
Thema: Londons cineastisches Herzstück
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Textauszug: Englands berühmtestes Seebad liegt an der Südküste, eingebettet zwischen dem sanft geschwungenen Hügelland der South Downs und dem glitzernden Ärmelkanal. Brighton empfängt jährlich bis zu acht Millionen Besucher und wirkt dennoch wie eine Stadt, die jeden Gast mit offenen Armen empfängt und ihn sofort in ihren lebhaften Rhythmus aufnimmt. Rund 290.000 Einwohner – gemeinsam mit dem benachbarten Hove – verleihen dem Ort ein urbanes Flair, das sich mit der entspannten Atmosphäre eines Küstenorts verbindet. Die salzige Brise trägt den Duft von Fish & Chips ebenso wie die Klänge von Straßenmusikern durch die Straßen, während Möwen kreischend über den Strand ziehen und die Sonne die Regency-Fassaden in warmes Licht taucht.
Textauszug: Da wird der Hund in der Pfanne verrückt. Am Shrove Tuesday, dem Fastnachtsdienstag, um 11.55 Uhr demonstrieren Wettkämpferinnen in Olney in der englischen Grafschaft Buckinghamshire, wie im Laufschritt Pfannkuchen in einer Pfanne gewendet werden können – was aber kein Muss ist. Pflicht es jedoch, den Pfannkuchen zumindest am Start und im Ziel des 380 Meter langen Parcours zwischen dem Marktplatz und der St. Peter & Paul Church wenigstens einmal zu wenden. Gestartet wird das Rennen stilecht mit der historischen Pancake Bell, einer Glocke, die ansonsten zu den Ausstellungsstücken des örtlichen Museums gehört.
Textauszug: Die berühmte englische Universitätsstadt Oxford empfängt weltoffen, auch wenn die Colleges ihre Pforten nicht immer öffnen. Die 39 Colleges, verstreut wie kleine Fürstentümer, verleihen der Stadt ihren unverwechselbaren Charakter. Manche öffnen ihre Tore nur in den Ferien, andere lassen Besucher jederzeit in ihre stillen Innenhöfe eintreten, in denen der Duft von Rosen und frisch gemähtem Gras in der Luft liegt. Ein besonders stimmungsvoller Beginn gelingt hoch oben: 99 Stufen führen auf den Carfax Tower, von dessen Plattform man erkennt, warum der gelbliche Kalkstein aus dem Umland die Stadt selbst an grauen Tagen warm leuchten lässt.
Textauszug: Schon beim ersten Blick auf die honigfarbenen Fassaden aus dem berühmten Bath Stone, einem mineralhaltigen Kalkstein, und die fast allgegenwärtige Eleganz spürt man unweigerlich, dass die 100.000-Seelen-Gemiende im Südwesten Englands über Jahrhunderte hinweg mit besonderer Hingabe gestaltet wurde. In Bath in der Grafschaft Somerset trifft römisches Erbe auf georgianische Perfektion, britische Zurückhaltung auf zeitlose Schönheit – kein Wunder, dass die gesamte Stadt zum UNESCO-Welterbe zählt und als eine der schönsten im Vereinigten Königreich gilt. Der Ursprung von Bath liegt tief unter der Erde, wo seit Jahrtausenden heißes Wasser an die Oberfläche steigt.
Textauszug: Die Geburtsstunde von Cambridge klingt weniger nach ehrwürdiger Tradition als nach einer Episode aus einer historischen Studentenserie: Anfang des 13. Jahrhunderts wurden einige Oxford-Studenten kurzerhand aus der Stadt geworfen – offenbar war die lokale Bevölkerung nicht ganz so begeistert von nächtlichen Debatten, philosophischen Wortgefechten und studentischer Lebensfreude. Die Vertriebenen fanden im beschaulichen Cambridge Zuflucht, das damals wohl kaum ahnte, dass es bald zur intellektuellen Großmacht aufsteigen würde. Mit der Gründung von Peterhouse Colleges im Jahr 1284 begann eine akademische Erfolgsgeschichte, die sich über Jahrhunderte fortschrieb und heute in 31 Colleges sichtbar wird – kleine Königreiche, die sich über die Stadt verteilen und jeweils ihre eigene Aura pflegen.
Textauszug: Wer den Norden Englands nur als graue Durchfahrtszone auf dem Weg nach Schottland abtut, hat vermutlich auch schon mal Instant-Tee für britische Kultur gehalten. Denn zwischen York und Newcastle-upon-Tyne, Chester und Carlisle zeigt sich eine Region, die viel mehr ist als ein nostalgischer Postkartenabdruck aus der Zeit der rauchenden Schlote. Tatsächlich jedoch besticht der englische Norden durch eine ungeahnte landschaftliche Vielfalt: malerische Castle, hohe Klippen und Dünen zieren weite Teile der Ostküste, grüne Hügel und Täler, Seen und einsame Moore das Hinterland. Dennoch kann und will der Norden Englands seine industrielle Vergangenheit nicht verleugnen.
Textauszug: Auf den ersten Blick scheinen Charlie Chaplin, Fotomodell-Legende Twiggy, Popmusiker Boy George und Oscar-Preisträger Michael Caine nicht mehr als ihre Berühmtheit gemeinsam zu haben. Doch die international bekannten Stars verbindet noch mehr. Sie alle sind Cockneys, waschechte Londoner. Auch wenn viele der mehr als sieben Millionen Einwohner der Themsemetropole in der britischen Kapitale das Licht der Welt erblickt haben, dürfen sich nur die wenigsten als Cockneys bezeichnen. Denn im strengen Sinne ist ein Cockney nur, wer in der Hörweite der Glocken der St. Mary-le-Bow Kirche in Cheapside im Londoner East End geboren wurde.
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