Textauszug: Schon beim Betreten des Foyers wird klar: Dieses Freizeitbad weiß, dass es auf historischem Grund steht und bekennt Farbe. In diesem Falle in Form weißer Bergmannskleidung. Über den Köpfen der Besucher baumeln nämlich mehr als ein Dutzend, an die Decke hochgezogene Kleiderkörbe, so genannte Kauenhaken, die an die Waschkaue der Kumpels in den Zechen des Ruhrgebiets erinnern. Glück auf im ersten Bergbau-Erlebnisbad der Welt, dem Aquapark in Oberhausen, der im Dezember 2009 direkt an der kleinen Marina und dem großen Einkaufsparadies CentrO eröffnet wurde. Die 25.000 Quadratmeter große Wasserwelt ist ganz im Stile der Bergbautradition gestaltet. Hier gibt es nachgebaute Montangeschichte wasserfest und durchaus spritzig. Der Schwimmbereich heißt passenderweise Schachthalle, die Umkleidekabinen nennen sich Waschkaue und die Gänge gemahnen ein stückweit an Bergwerksstollen.
Thema: Badevergnügen im Aquapark Oberhausen, dem einzigen Bergbau-Erlebnisbad der Welt
Länge: 4.347 Zeichen
Bildauswahl lieferbar
Bestellen


Textauszug: Mit einer altmodischen Flüstertüte bewaffnet, stürmt Jodellehrer Thomas Reitsamer über die voll besetzte Sonnenterasse der Areit-Almhütte im österreichischen Zell am See. „Das ist mein Loudspeaker-System 2.0“, lacht der gut gelaunte Musiker und ruft noch einmal lautstark in den metallernen Kegel hinein: „Noch fünf Minuten, dann beginnt der Jodelkurs für jedermann!“ Seine Arbeitskleidung besteht aus Lederhose, Janker, Tiroler-Hut und cooler Sonnenbrille. Denn er ist ein Jodler der neuen Generation. „Meine Jodelkurse habe ich auch schon amerikanischen Schauspielern erteilt. Dann am Computer, über Skype!“, gesteht der 36-jährige selber über seinen eigenen Erfolg ein wenig überrascht zu sein.
Textauszug: In Zeiten, in denen die globale Erwärmung mehr und mehr außer Kontrolle zu geraten scheint; in Zeiten, in denen die Luft zunehmend durch Abgase und CO2-Emissionen verunreinigt wird und in denen der Himmel ob der vielen, vielen Billigflieger kaum noch zu sehen ist, wird es Zeit, einmal einen der viel Gescholtenen zu preisen. Ja, es gilt, einen der viel Häme und Spott im In- und Ausland geerntet hat, endlich einmal öffentlich ins rechte Licht zu rücken.
: Eigentlich ist es eher unüblich, Kunstobjekte derart an den Rand zu rücken. Dabei geht es hier nicht um Diebstahlsicherung oder Angst vor Vandalismus. Dazu sind die 28 Kunstobjekte schlicht zu groß und zu schwer. Zudem kommen hier nachts und im Morgengrauen wohl keine zwielichtigen Gestalten oder übermutige Jugendliche mit Spraydosen vorbei. Die Wahl der Standorte für die ungewöhnlichen Hingucker erfolgte vielmehr rein aus Sicherheitsaspekten. Denn der Schutz der Skifahrer und Snowboarder genießt oberste Priorität. Und doch geht es gleichzeitig darum, den Wintersport mit Kunstgenuss und Aha-Erlebnissen zu kombinieren. Wobei die Skulpturen und Installationen in der Regel eher im Vorbeigehen – oder besser gesagt, im Vorbeiwedeln – wahrgenommen werden. Oftmals auch erst, wenn die Pisten an der Schmittenhöhe im österreichischen Zell am See zum zweiten oder dritten Mal runtergerauscht werden.
Textauszug: Unweit des Nordeingangs hat sich eine Ziege selbständig gemacht und das kleine Streichelgehege selbständig verlassen. Die beiden Zugangstore, die nur von außen zu öffnen sind, konnten sie nicht aufhalten. Zu groß war die Gier nach Futter. Das gehörnte Vieh stellt sich direkt vor den Futterautomaten und wartet geduldig, bis ein Besucher Geld einwirft und am Knauf dreht. Sofort hüpft die Ziege auf die Hinterbeine und frisst direkt aus der Schubladen-ähnlichen Warenausgabe.
Textauszug: Dieses Glühwürmchen ist lang, sehr lang. Es besteht aus rund 250 Einzelteilen und schlängelt sich langsam den mit Fackeln beleuchteten Skihang der Sonnenalm im österreichischen Zell am See herab. Doch keine Angst, bei diesem Wurm handelt es sich nicht um ein eisiges Schneemonster, sondern um ein äußerst liebenswertes Geschöpf. Dieses Glühwürmchen besteht nämlich aus Nachwuchs-Skifahrern, die mit Leuchtstäben in gelber, blauer und pinker Farbe bewaffnet, den abendlichen Skihang hinabsausen. Das Publikum an der Talstation Sonnenalmbahn jubelt, als die ersten Kinder durch das Zieltor sausen. Die beteiligten Kids sind zwischen drei und 12 Jahren jung. Und sie genießen ihren Applaus, denn für Skianfänger machen sie ihre Sache schon richtig gut.
Textauszug: Wer Winterurlaub in Zell an See machen möchte, für den ist das Hotel Schmittenhof ein optimaler Ausgangspunkt: Die Rodelpiste hinterm Haus, die Talstation der Schmittenhöhe nur wenige Gehminuten entfernt und auf dem Heimweg kann der Skifahrer die Brettl fast bis zur Haustür anlassen. Zwar geht es auf dem morgendlichen Weg zur Gondel beladen mit Skiern und Stöcken rund fünf Minuten zu Fuß bergan. Dafür entfällt aber die nervenaufreibende Parkplatzsuche – und das Aufwärmtraining für die Piste ist auch schon absolviert. Hinzu kommen ein großzügiger Skischuhraum inklusive einer ausreichenden Anzahl an Trockenvorrichtungen, ein Skistall im Nebengebäude sowie hölzerne Leih-Rodel. Und auch, wer ins Zentrum von Zell am See hinunter gehen möchte, hat es nicht weit.
Textauszug: Mit ihrem türkisblauen Wasser gibt sich die weitläufige Poollandschaft überaus einladend. Wer im Frühjahr oder Herbst im Prinsotel La Dorada in Playa de Muro im Nordosten der spanischen Baleareninsel Mallorca zu Gast ist, erfährt beim Sprung in das kühle Nass im wahrsten Sinne des Wortes auf erfrischende Art und Weise, was der Unterschied zwischen „beheizbar“ und „beheizt“ ist. Letzteres ist zwar hier technisch möglich, wird aber praktisch nicht praktiziert. Dafür gibt es im Spa-Bereich einen kleinen Pool, der wohl warm temperiert ist. Und auch das nahe Meer ist in der Regel deutlich wärmer als die Freiluftpools des beliebten Familienhotels. In weniger als fünf Gehminuten ist der 5,3 Kilometer lange Sandstrand erreicht. Im Prinzip kaum mehr als einen Hüpfer über die Avenida de s’Albufera, die Hauptstraße in Playa de Muro, entfernt.
Textauszug: Zuerst einmal, vorweg sei gesagt: Es ist ein Segen, dass es im ruhigen Nordosten von Mallorca, des Deutschen liebsten Ferieninsel, ein Krankenhaus gibt. Es wäre furchtbar, im Notfall erst einmal eine Autostunde nach Palma fahren zu müssen. Ohne Zweifel liegt es an den Tausenden von Touristen, die jährlich in den beschaulichen Ort Playa de Muro kommen, dass es hier überhaupt ein so stattliches Krankenhaus gibt. Allein ein paar Kulturunterschiede können unter Umständen dazu führen, dass man als deutscher Patient schlaflos und sorgenvoll hier im Krankenbett liegt und die Heimreise nicht erwarten kann. Kein Grund zur Sorge: Die Versorgung im Hostpital de Muro ist sehr gut, es geschieht nur alles anders als man das vielleicht aus einem deutschen Krankenhaus kennt. Über die Kulturunterschiede sei hier ziemlich subjektiv aufgeklärt – damit sie beruhigt gesunden können, falls Sie im Hospital liegen müssen statt am Strand liegen zu dürfen.