Textauszug: Wer nach dem finnischen Savonlinna auf einer Landkarte Ausschau hält, sollte sich nicht wundern, wenn plötzlich deutlich mehr Blau als Grün zu sehen ist. Denn die 32.000-Seele-Gemeinde, die als Heimat der ältesten Dampfschiffflotte des Landes gilt, liegt inmitten des riesigen Saimaa-Seenlabyrinths – ein Ort, an dem selbst GPS-Geräte gelegentlich ins Schwimmen geraten. Besteht das 4.370 Quadratkilometer große Areal doch aus nicht weniger als 120 miteinander verbundenen Seen mit zusammen 14.000 Inseln. Doch keine Sorge: Wer sich hier verirrt, findet sich meist in einer Postkartenidylle wieder. Insbesondere auch in Savonlinna als eines der pulsierenden Herzstücke der finnischen Seenplatte.
Thema: Savonlinna und die finnische Seenplatte
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Textauszug: „Wenn ich den See seh, brauch ich kein Meer mehr“, klingt fast schon etwas abgedroschen und doch passt es zum Saimaa-See im Osten von Finnland wie die Faust aufs Auge. Wobei die Bezeichnung „See“ eigentlich nicht ganz korrekt ist. Vielmehr stellt der Saimaa ein System von mehr als 120 miteinander verbundener Seen auf rund 4.370 Quadratkilometern Fläche dar. Allein die nackten Zahlen lassen vermuten, welche gigantische Wasserfläche sich hier befindet. Denn der Saimaa misst stolze 15.000 Kilometer Küstenlinie – mehr als
Textauszug: Im Nolla in Finnlands Hauptstadt Helsinki verbinden sich Jugendstil und Moderne auf ungewöhnliche Art und Weise. Denn das in einem Art nouveau Gebäude aus dem Jahre 1904 untergebrachte Restaurant gilt als Vordenker für die zeitgemäße Restaurant-Branche nicht nur in Finnland. So ist der Name Programm. „Nolla“ bedeutet Null auf Finnisch. Die drei befreundeten Besitzer Carlos Henriques, Luka Balac und Albert Franch Sunyer eint nicht nur, dass sie als Einwanderer nach Finnland kamen und in renommierten Sterneküchen zu Köchen ausgebildet wurden. Nein, das Trio hat sich auf die Fahne geschrieben, kulinarische Leckerbissen zu zaubern und gleichzeitig, soweit wie möglich, jeglichen Müll zu vermeiden. Und so eröffneten die drei im Jahre 2019 das erste Zero-Waste-Restaurant in Skandinavien.
Textauszug: Exakt 53 steile Stufen sind es vom Senatsplatz hinauf zum schneeweißen Dom. Ein lohnender Anstieg – und dies nicht nur wegen des beeindruckenden Kirchenbaus aus dem Jahre 1852. Am Fuße der Stufen breitet sich rund um das Denkmal von Zar Alexander II. einer der wohl schönsten Plätze von Helsinki aus. Gelb- und Ockertöne prägen die neoklassizistischen Prachtbauten mit dem Sitz des Staatsrates, dem Hauptgebäude der Universität sowie dem Sederholm-Haus, dem ältesten Steingebäude der finnischen Hauptstadt aus dem Jahr 1757. Zudem öffnet sich vom Portal des Doms ein Panoramablick auf den Hafen der finnischen Hauptstadt und die dahinter liegenden Schäreninseln.
Textauszug: Das Scandic Grand Central in Helsinki ist so etwas wie die alte Dame unter den Top Hotels in der finnischen Hauptstadt. Und dabei eigentlich noch ganz jung. Das drittgrößte Hotel in der 640.000-Seelen-Gemeinde öffnete im Frühjahr 2021 erstmals seine Pforten im ehemaligen Gebäude der Bahnverwaltung. Der vom finnischen Star-Architekten Eliel Saarinen entworfene Jugendstilpalast zählt nicht weniger 373 Räume. Hinzu kommen 118 Zimmer in einem halbrunden Neubau. Das architektonische Meisterwerk enthält einige Art-déco-Elemente, ist ansonsten aber an den Jugendstil angelehnt. In den ursprünglichen und noch immer genutzten Konferenzräumen findet sich noch das Originalmobiliar, das Eliel Saarinen dereinst entwarf.
Textauszug: Es gibt Künstler mit einer Inselbegabung und es gibt Inseln, die begabten Künstlern als Ausstellungsfläche dienen. So das kleine Vallisaari Island, das die diesjährige Helsinki Biennale beherbergt. 41 Künstler aus aller Welt nutzen den einstigen Militärstandort vor den Toren der finnischen Hauptstadt, um zwischen ausgedienten Baracken und Munitionsdepots aus dem 18. Jahrhundert mit ihren zeitgenössischen Kunstwerken und Installationen zu begeistern und zu polarisieren sowie hier und da zu Diskussionen oder Kopfschütteln anzuregen. Gezeigt werden 75 Kunstwerke und Installationen, die sich unter dem Motto „The same Sea“ („Das gleiche Meer“) auf unterschiedlichste Art und Weise mit der Kulturgeschichte, der geopolitischen Lage und der vielfältigen Umgebung von Vallisaari auseinandersetzen.
Textauszug: Finnland gehört zu den Ländern ohne berühmte Sehenswürdigkeiten und Landmarken. Zumindest ohne solche, die ein jeder aus dem Stehgreif sofort benennen könnte. Dennoch ist Finnland seit Jahr und Tag nicht von ungefähr eines der großen Sehnsuchtsziele im Norden Europas. Zu den besonderen Pfunden, mit denen Suomen tasavalta, wie die Republik offiziell heißt, wuchern kann, gehört fraglos die grandiose Natur. Und davon gibt es in Finnland reichlich. Denn das Land ist flächenmäßig zwar fast so groß wie Deutschland, aber mit gerade einmal 5,5 Millionen Einwohnern übers dünn besiedelt. Fast 86 Prozent der Fläche sind bewaldet. Diese gigantischen Wald- und Moorlandschaften bestechen zudem durch eine faszinierende Flora und Fauna. Da tummeln sich Elche, aber auch Braunbären und Luchse sowie Vielfraße.
Textauszug: Welche Frau träumt nicht davon, vom Mann ihres Herzens förmlich auf Händen getragen zu werden? Für den Finnen ist dies mehr als nur ein bloßes Lippenbekenntnis. Im Gegenteil, er sieht diese Aufgabe eher sportlich. So am Freitag, 1. Juli, und am Samstag, 2. Juli 2016, wenn im finnischen Sonkajärvi die nunmehr 20. Weltmeisterschaften im Frauentragen steigen. Bei diesem skurrilen Wettbewerb sind die Skandinavier nicht allein. Vor mehr als 10.000 Zuschauern messen sich jährlich die Romeos aus aller Welt beim Tragen ihrer persönlichen Julia – auch wenn die Auserwählte in der Tat nicht nur auf Händen getragen, sondern gerne auch mal wie ein nasser Sack geschultert wird.
Textauszug: Der Bus hält an keiner Haltestelle; verkehrt auch nicht nach Fahrplan. Dennoch geraten die Passagiere rund um Kuusamo im Nordosten Finnlands mächtig in Fahrt. Und dies im wahrsten Sinne des Wortes. Denn hier im hohen Norden Europas wartet mit dem ersten Sauna-Bus der Welt ein ganz besonderer Genuss auf die Wellnessfreunde. Während manche Zeitgenossen schon Schweißausbrüche bekommen, wenn sie nur an Busfahrten bei Eis und Schnee denken, kommen die Entspannungsjünger auf der Fahrt durch das beliebte Wintersportgebiet Ruka in dem 13 Meter langen Gefährt mächtig ins schwitzen.
Textauszug: Teemu setzt alles auf eine Karte, kämpft sich bis zur Teamflagge des Gegners vor. Die Hand ausgestreckt und den Sieg vor Augen, trifft ihn plötzlich ein Schneeball an der Brust. Er ist draußen. Nun muss Pekka versuchen, zu retten, was noch zu retten ist. Doch auch ihn erwischt es wenig später. Der Traum vom Europameistertitel ist frühzeitig ausgeträumt. Doch auch in diesem Jahr haben Teemu Hanhilathi, Pekka Suniala und ihre Freunde wieder die Chance, die kontinentale Krone in einer ungewöhnlichen Sportart zu erlangen. Denn vom 26. bis 28. März 2010 steigen in der finnischen Kleinstadt Kemijärvi zum nunmehr 15. Mal die „European Championships of Yukigassen“, zu der rund teilnehmende 30 Mannschaften in der 9.000-Seelen-Gemeinde im Osten Lapplands erwartet werden.
Textauszug: Keine Frage, mit dem Wohlbefinden geht es aufwärts. Und dies im wahrsten Sinne des Wortes. Zumindest im Wintersportgebiet Yllästunturi, kurz Ylläs genannt, im finnischen Teil Lapplands. Denn hier im hohen Norden Europas wartet mit der ersten Sauna-Gondel der Welt ein ganz besonderer Genuss auf die Wellnessfreunde. Während manche Zeitgenossen schon Schweißausbrüche bekommen, wenn sie nur an luftige Höhen denken, kommen die Entspannungsjünger auf der Fahrt zum 718 Meter hohen Gipfel des Ylläs-Fjälls rund 20 Meter über dem Erdboden mächtig ins schwitzen. Allerdings weniger aus Angst, eher wegen der Hitze in der Gondel.