Textauszug: In riesigen, weit mehr als mannshohen Lettern funkelt hier der Schriftzug „Curaçao“ mit der Sonne um die Wette. Das Dunkelblau der Buchstaben soll – wie bei der Fahne des Karibikstaates – das Blau des Himmels und des Meeres widerspiegeln, während die gelbe Umrandung für die nahezu ganzjährig scheinende Sonne auf der Insel steht. Vor dem Schriftzug wirkt Stanley Flores fast schon klein, während sein schneeweißes Tuk-Tuk einen hübschen Kontrast zum dominanten Blau bildet. „Bon Bini na Curacao“, lässt der 72-jährige fröhlich den landesüblichen Willkommensgruß erklingen. Schon schiebt er ein nicht minder fröhliches „Dushi Bida“ hinterher. „Dies bedeute in Papiamento, unserer Landessprache, so viel wie gutes Leben“, erläutert der Glatzköpfige mit dem markanten Schnäuzer auf Englisch. Je nach Zusammenhang könne es auch „schön“, „lecker“ oder „sexy“ bedeuten, so der rüstige Rentner mit Blick auf einen weiteren großen Schriftzug in der Grünanlage mit dem Wort „Dushi“.
Thema: Entdeckungstour durch Curaçao-Hauptstadt
Länge: 7.050 Zeichen (zuzüglich Infoteil mit 2.115 Zeichen)
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Textauszug: Die uralten Steinhäuser fügen sich zu einem famosen Gesamtbild zusammen. Kotor könnte problemlos als riesiges, frei zugängliches Freilichtmuseum durchgehen und wäre nicht nur eine perfekte Kulisse für ein romantisches Filmsetting, sondern auch für eine wilde Verfolgungsjagd durch das Labyrinth an Gassen. Allerdings ist die von einer 4,5 Kilometer langen Stadtmauer umgebene Altstadt komplett autofrei. Für Fahrzeuge wäre angesichts der Menschenmassen, die hier tagein, tagaus eindrucksvoll mit den Füßen abstimmen, ohnehin kein Durchkommen.
Textauszug: Wie bunt glänzende Mosaiksteine stapelt der 42-jährige Ahmed sein, vor zwei Stunden am Rande der nordafrikanischen Stadt Tunis, geerntetes Gemüse im Marche Central liebevoll auf. Wie fast jeden Morgen ist er lange vor Sonnenaufgang, noch etwas verschlafen, aus seinem einfachen Holzbett aufgestanden. Nach einer schnellen Katzenwäsche mit erfrischendem, kalten Wasser zuckelt er mit seinem alten, dunkelroten und in die Jahre gekommenen klapprigen Kastenwagen in Richtung seiner Gemüsebeete. Die Sonne geht auf und die ersten warmen Strahlen verscheuchen die Dunkelheit der Nacht. Seit vielen Generationen baut Ahmeds Familie Kartoffeln, Tomaten, Paprika, Zwiebeln und Artischocken an, um dieses im quirligen, magischen Marche Central im Zentrum Tunis zu verkaufen. Beim knackigen Gemüse isst quasi auch das Auge mit.
Textauszug: Mehr Postkartenidylle geht kaum. Die flämischen Häuserzeilen rund um den Grand Place, die fünftürmige Kathedrale Notre-Dame sowie Belgiens ältester Belfried bilden zusammen ein wohl einmaliges Bilderbuchensemble. Entlang des dreieckigen Marktplatzes erheben sich Häuserzeilen mit beeindruckenden Giebeln, wobei die ohnehin prachtvollen Fassaden zusätzlich durch die Flaggen von 23 Gilden verziert werden. Dabei dürfen die Patrizierhäuser gemäß Verordnung nicht mehr als drei Etagen besitzen, um den Blick auf den Glockenturm und das Gotteshaus nicht zu verstellen. Wohl auch, weil beide als Weltkulturerbe unter dem Schutz der UNESCO stehen und als Wahrzeichen von Tournai gelten.
Textauszug: Den markanten Klinkerbauten sieht man die 160-jährige Geschichte nicht an. Würde der Gebäudekomplex nicht von den beiden weithin sichtbaren Gerüsten der Fördertürme überragt, würde kaum jemand auf den Gedanken gekommen, dass es sich bei dem Ensemble um ein Zeche mit langer Tradition und bewegter Geschichte handelt. Kein Dreck, kein Müll, alles ist blitzblank. Und doch gilt Bois du Cazier als eine der wohl beeindruckendsten Denkmaler der Industriekultur. Nicht von ungefähr hat die UNESCO das einstige Bergwerk in Marcinelle, heute ein Ortsteil von Charleroi in der belgischen Provinz Hennegau, im Jahre 2012 zum Weltkulturerbe erhoben.
Textauszug: Bei der bloßen Erwähnung des Namens Petra schnalzen nicht nur Kulturliebhaber begeistert mit der Zunge. Keine Frage, die rosafarbene Felsenstadt ist nicht nur Jordaniens bedeutendste Attraktion, sondern gehört zu den faszinierendsten Kulturdenkmälern der Welt. Auch wenn schon viel über das Weltkulturerbe, das im Juli 2007 zu einem der sieben Weltwunder der Gegenwart gekürt wurde, geschrieben wurde, bereitet einen nichts auf diesen bemerkenswerten Ort vor. Denn der Anblick der versteckt liegenden Felsenstadt ist schier überwältigend.
Textauszug: Verwinkelte Gassen, Berg- und Stadtpanoramen kombiniert mit frischer Fjordluft im Laufschritt, so könnte man das Patentrezept von Erik Eidsheim nennen, der in der norwegischen Stadt Bergen Jogging-Sightseeing-Touren anbietet. Dabei geht es vorbei an der UNESCO-Welterbestätte Bryggen, der mittelalterlichen Festungsanlage und durch charmante Wohnsiedlungen, in denen sich windschiefe weiße Holzhäuser aneinanderschmiegen. Der 43-jährige hat sein Hobby Laufen und seine Liebe zu seiner Heimatstadt Bergen kombiniert und führt nun sportliche Touristen durch die Stadt, die sich mit Recht „Das Tor zu den Fjorden“ nennt.
Textauszug: Für die einen ist es eine der spektakulärsten Wasserstraßen der Welt, für die anderen eine architektonische Meisterleistung und ein Wunder der Technik. Begeh- und schiffbar, noch dazu gewürzt mit einer gehörigen Portion Nervenkitzel und ebenso Schwindel erregenden wie faszinierenden Blicken. Die Rede ist vom Pontcysyllte Aquädukt im Norden von Wales. Die ungewöhnliche Trogbrücke spannt sich mit einer Länge von 307 Meter zwischen den Gemeinden Trevor und Froncysyllte in der Grafschaft Wrexham über das Tal des River Dee.
Textauszug: 9 Uhr – Frühstück im Mutterleib
Textauszug: „Willkommen in Jordanisch-Sibirien“, flachsen Ahmed Hassein und Mohammed Ibrahim angesichts der schnell sinkenden Temperaturen. Tagsüber klettert die Quecksilbersäule im Wadi Rum selbst während der Wintermonate locker auf angenehme 20, 25 Grad. Nachts nähern sich die Temperaturen dann mit Riesenschritten der Nullgradgrenze. Als Willkommensgruß reichen Ahmed und Mohammed einen schwarzen Tee, in dem einige Pfefferminzblätter schwimmen.