Textauszug: Selbst sonst so elegante Damen blicken entspannt auf das, was einmal als Frisur bezeichnet werden konnte. Wohl wissend, dass alle Frauen nach einem kurzen Spaziergang während der bisweilen stürmischen Herbsttage auf der Nordseeinsel Borkum eine ähnlich zersauste Haarpracht aufweisen. Vermutlich ist dies auch der Grund, warum das 36 Quadratkilometer große Nordseeheilbad die gefühlt größte Friseurdichte Deutschlands aufzuweisen hat. Motto: Gerade im Herbst gibt es immer etwas zu tun.
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Textauszug: Der Eingang wirkt eher unscheinbar. Kaum sind die Stufen des Treppenhauses erklommen, fällt das graubraune U-Boot in den Blick. Das Tauchschiff ist in der ersten Etage des eher schlichten Gebäudes im Hamburger Stadtteil Stellingen gestrandet, und doch kann man nach Betreten des Unterseebootes in eine ganz ungewöhnliche Welt mit einem Feuerwerk aus grellen und bunten Farben abtauchen. Und dies ohne Druck auf den Ohren oder Angst, seekrank zu werden. Ein kauziger Hamburger Kapitän gibt letzte Anweisungen als Einstimmung auf ein Abenteuer, bei dem nicht nur die Artenvielfalt der Unterwasserwelt im Blickpunkt steht.
Textauszug: 9 Uhr – Frühstück im Mutterleib
Textauszug: Spätestens morgens um zehn ist es mit der Ruhe vorbei. Dann kommen gleich mehrere Schiffsladungen voller Besucher, die von Gstadt, Prien, Bernau, Seebruck, Chieming und Übersee aus über den Chiemsee schippern, um für ein paar Stunden in der beschaulichen Inselwelt des so genannten Bayerischen Meeres einzufallen. Sechs, vielleicht acht Stunden dauert der Spuk auf der autofreien Frauen- und der benachbarten Herreninsel, ehe in den Abendstunden wieder allmählich Ruhe auf den beliebten Ausflugszielen inmitten von Deutschlands drittgrößtem See einkehrt. Sechs bis acht Stunden, in denen die meisten Besucher zu Inselhüpfern avancieren und nacheinander die Herren- und Fraueninsel besuchen.
Textauszug: Das Erreichen der historischen Altstadt von Wasserburg am Inn kommt einer Zeitreise gleich. Die Straße über die Inn-Brücke führt direkt in das Brucktor, das seit dem Jahre 1374 den Zugang zu einer Stadt bildet, die schon allein durch die (Halb-) Insellage an der Schleife des Inns zu den attraktivsten Städten in Bayern gehört. Mit ihren zahlreichen Zinnen und Erken sowie pastellfarbenen Häusern könnte die Altstadt der 13.000-Seelen-Gemeinde fraglos als Kulisse für eine Märchenverfilmung herhalten. Eng umschlungen wird der historische Stadtkern vom mächtigsten Gebirgsfluss nördlich der Alpen.
Textauszug: Man muss nicht unbedingt Sachse sein, um Zwickau zu mögen, auch wenn der dort gesprochene Dialekt bisweilen etwas gewöhnungsbedürftig anmutet. Eine schmucke Residenzstadt war die 96.000-Seelen-Gemeinde im Vorland des Erzgebirges nie. Zu sehr dominierte hier über Jahrzehnte die Industrie. Und doch war es gerade die Massenproduktion von Autos, die Zwickau Brot und Arbeit, aber auch einen internationalen Ruf verschaffte. Im Jahre 1904 gründete August Horch hier sein erstes Automobilwerk unter eigenem Namen, fünf Jahre später dann die Audi-Werke. Seither ist Zwickau der einzige Standort in Deutschland, an dem ununterbrochen Autos gebaut werden.
Textauszug: Die Briten und Amerikaner tun es ständig. Auch die Australier und Kanadier machen es vor. Nun liegt auch über der niedersächsischen Kreisstadt Westerstede ein Hauch der großen weiten Welt. Was im Jahre 2003 als Marketing-Gag startete, hat der 880 Jahre alten Kreisstadt im Ammerland längst bundesweite Beachtung eingebracht. Denn im Jahre 2003 wurde der alte Marktplatz zwischen dem Rathaus und der historischen St. Petri Kirche, dem gut 900 Jahre alten Wahrzeichen von Westerstede, offiziell in einen Duz-Platz umgewandelt. Dort, wo sternförmig die Hauptachsen der Stadt zusammenlaufen, ist ein förmliches „Sie“ seither verpönt. Vielmehr fordert ein Schild Besucher und Einheimische auf, sich im Schatten des 48 Meter hohen Gotteshauses einfach zu duzen.
Textauszug: Der Bus hält an keiner Haltestelle; verkehrt auch nicht nach Fahrplan. Dennoch geraten die Passagiere rund um Kuusamo im Nordosten Finnlands mächtig in Fahrt. Und dies im wahrsten Sinne des Wortes. Denn hier im hohen Norden Europas wartet mit dem ersten Sauna-Bus der Welt ein ganz besonderer Genuss auf die Wellnessfreunde. Während manche Zeitgenossen schon Schweißausbrüche bekommen, wenn sie nur an Busfahrten bei Eis und Schnee denken, kommen die Entspannungsjünger auf der Fahrt durch das beliebte Wintersportgebiet Ruka in dem 13 Meter langen Gefährt mächtig ins schwitzen.
Textauszug: Teemu setzt alles auf eine Karte, kämpft sich bis zur Teamflagge des Gegners vor. Die Hand ausgestreckt und den Sieg vor Augen, trifft ihn plötzlich ein Schneeball an der Brust. Er ist draußen. Nun muss Pekka versuchen, zu retten, was noch zu retten ist. Doch auch ihn erwischt es wenig später. Der Traum vom Europameistertitel ist frühzeitig ausgeträumt. Doch auch in diesem Jahr haben Teemu Hanhilathi, Pekka Suniala und ihre Freunde wieder die Chance, die kontinentale Krone in einer ungewöhnlichen Sportart zu erlangen. Denn vom 26. bis 28. März 2010 steigen in der finnischen Kleinstadt Kemijärvi zum nunmehr 15. Mal die „European Championships of Yukigassen“, zu der rund teilnehmende 30 Mannschaften in der 9.000-Seelen-Gemeinde im Osten Lapplands erwartet werden.
Textauszug: Keine Frage, mit dem Wohlbefinden geht es aufwärts. Und dies im wahrsten Sinne des Wortes. Zumindest im Wintersportgebiet Yllästunturi, kurz Ylläs genannt, im finnischen Teil Lapplands. Denn hier im hohen Norden Europas wartet mit der ersten Sauna-Gondel der Welt ein ganz besonderer Genuss auf die Wellnessfreunde. Während manche Zeitgenossen schon Schweißausbrüche bekommen, wenn sie nur an luftige Höhen denken, kommen die Entspannungsjünger auf der Fahrt zum 718 Meter hohen Gipfel des Ylläs-Fjälls rund 20 Meter über dem Erdboden mächtig ins schwitzen. Allerdings weniger aus Angst, eher wegen der Hitze in der Gondel.
Textauszug: Welche Frau träumt nicht davon, vom Mann ihres Herzens förmlich auf Händen getragen zu werden? Für den Finnen ist dies mehr als nur ein bloßes Lippenbekenntnis. Im Gegenteil, er sieht diese Aufgabe eher sportlich. So, wenn im ostfinnischen Sonkajärvi die Weltmeisterschaften im Frauentragen steigen. Bei diesem skurrilen Wettbewerb sind die Skandinavier nicht allein. Vor mehr als 10.000 Zuschauern messen sich jährlich die Romeos aus aller Welt beim Tragen ihrer persönlichen Julia – auch wenn die Auserwählte in der Tat nicht nur auf Händen getragen, sondern gerne auch mal wie ein nasser Sack geschultert wird.