Textauszug: Das Rosa des Mauerwerks leuchtet im Licht der rheinischen Nachmittagssonne fast schon provokant unschuldig. Schloss Benrath, dieses architektonische Juwel von Nicolas de Pigage, präsentiert sich als ein Musterbeispiel für Symmetrie und höfische Repräsentation. Doch wer das Portal des einstigen Jagd- und Lustschlosses im Düsseldorfer Süden durchschreitet und den Blick von den glitzernden Kronleuchtern der Festsäle abwendet, betritt eine Welt, die eigentlich für das Auge der Öffentlichkeit nie bestimmt war. Hier, in den Schattenzonen des Schlosses, entfaltet sich eine ganz eigene Erzählung von Macht, Körperlichkeit und der harten Arbeit am dynastischen Erbe. Es ist eine Reise in die weniger bekannte Seite des Barocks, dorthin, wo die Perücken und Kleider fielen, um einen männlichen Nachfolger zu zeugen.
Thema: Die geheimen Liebesgänge im Schloss Benrath
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Textauszug: Keine Frage, das Setting ist absolut märchenhaft. Hier der Spiegelweiher und die prachtvolle Parklandschaft mit ihrem uralten Baumbestand, dort das rosafarbene Benrather Schloss. Fehlt eigentlich nur die weiße Pracht. Doch auch, wenn Frau Holle die Kissen (noch) nicht ausschlägt, macht die Weihnachts-Wunderwelt im Düsseldorfer Stadtteil Benrath ihrem Namen alle Ehre. Sobald die Dunkelheit einsetzt, wandelt sich der ohnehin prächtige Schlosspark in ein Meer aus farbenfrohen Lichtinstallationen, während zwischen Bäumen und Sträucher dezent weihnachtliche Musik erklingt. Bis zum 1. Januar 2024 ist das farbenfrohe Spektakel im Süden der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt zu sehen und reiht sich damit in namhafte Stationen rund um den Erdball von Sydney über Chicago bis London ein, wo Millionen von Besuchern bereits eindrucksvoll mit den Füßen abstimmten.