Textauszug: Für viele ist der Norden Englands lediglich eine Durchgangsstation auf dem Weg nach Schottland. Grau und trist, von rauchenden Fabrikschornsteinen dominierte Landschaften sind Attribute, die häufig fälschlicherweise mit der Region zwischen York und Newcastle, zwischen Chester und Carlisle verbunden werden. Tatsächlich jedoch besticht der englische Norden durch eine ungeahnte landschaftliche Vielfalt: malerische Castle, hohe Klippen und Dünen zieren weite Teile der Ostküste, grüne Hügel und Täler, Seen und einsame Moore das Hinterland. Dennoch kann und will der Norden Englands seine industrielle Vergangenheit nicht verleugnen.
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Textauszug: Das Paradies war bekanntlich ein Garten. Niemand kann mit Bestimmtheit sagen, wann und wie es verloren ging. Doch die Erinnerung ist geblieben, spiegelt sich in gepflanzten Bäumen und Sträuchern, gezüchteten Blumen und angelegten Teichen wieder. Dieser Vorstellung sehr nahe kommt die atemberaubende Gartenanlage in Sissinghurst Castle. Von dem elisabethanischen Schloss zwischen Hastings und Ashford im Südosten Englands blieb nur wenig erhalten. Aber das Wenige wirkt absolut märchenhaft.
Textauszug: Ihre eigentlich Heimat ist Liverpool, ihre unglaubliche Erfolgsstory begann in Hamburg, doch wie kaum eine andere Stadt hat London den musikalischen Werdegang der „Beatles“ geprägt. Die Pilzköpfe aus der Arbeiterstadt am Mersey revolutionierten den musikalischen Geschmack einer ganzen Generation, lösten wahren Begeisterungsstürme, ja ein Hysterie aus, die sogenannte Beatlemania. Noch heute zeugen in der britischen Hauptstadt unzählige Spuren zwischen Soho und Mayfair, zwischen Marylebone und St. John´s Wood von den glanzvollsten Kapiteln britischer Popmusik, wecken Erinnerungen, Träume und Sehnsüchte an die „Fab Four“, die mit Hits wie „Yesterday“ oder „Hey Jude“ in die Unsterblichkeit des Popolymps aufgestiegen sind.
Textauszug: Die Zeiten, als Greenwich als Geheimtipp unter den London-Urlaubern gehandelt wurde und nur mit dem Ausflugsboot von Westminster oder mühevoll mit öffentlichen Verkehrsmitteln beziehungsweise mit einem Gang durch den Themsetunnel von der Isle of Dogs aus zu erreichen war, gehören lange der Vergangenheit an. Die Dockland Light Railway und die Anbindung an das U-Bahnnetz lassen den Vorort im Südosten der britischen Hauptstadt zu einem Mekka ganzer Touristenströme aus aller Herren Länder werden.
Textauszug: Schon zu viktorianischen Zeiten galt Blackpool als beliebtes Seebad der Arbeiterklasse. Mit dem Bau der Eisenbahn erlebte der nordenglische Badeort an der Morecambe Bay 1846 einen beachtlichen Aufschwung. In den folgenden drei Jahrzehnten entstanden Promenaden, Theater, Piers, Hotels und Pensionen für die nun einsetzenden Touristenströme. Vor allem die Fabrikarbeiter aus Liverpool und Manchester entdeckten die angenehmen und erholsamen Seiten der Meeresluft.
Textauszug: Zusammen mit den charakteristisch roten Doppeldeckerbussen bestimmen die „Black Cabs“ das Straßenbild in London. Auch wenn die Taxen heute nicht mehr im einheitlichen Schwarz durch die Straßen rollen, sondern viele im wahrsten Sinne des Wortes Farbe bekennen und mit Reklame überzogen zu mobilen Litfaßsäulen mutieren. Geblieben ist jedoch die typische Kastenform der 1,5 Tonnen schweren und trotz einer Länge von 4,58 Metern ungemein wendigen Vehikel.
Textauszug: „The best things in life are free“ – so auch in der britischen Metropole und Hauptstadt London. Natürlich lauern auch an der Themse profitgierige Geschäftsleute darauf, den Touristen das Geld förmlich aus der Tasche zu ziehen. Doch gerade diejenigen, die finanziell nicht auf Rosen gebettet sind oder dem teuren Nepp widerstehen können, kommen in good-old London voll auf ihre Kosten. Viele Sehenswürdigkeiten und Attraktionen sind umsonst. Dies bedeutet keinesfalls, dass diese schlechter oder weniger interessant sind als ein verhältnismäßig teurer Besuch bei Madame Tussaud’s oder im Tower.
Textauszug: Cheddar – ein Name, der bei Käseliebhabern automatisch das Wasser im Munde zusammenlaufen lässt. Das Dörfchen am Rande der malerischen Mendip Hills stand bei der Namensgebung für die britische Antwort auf Gauda Pate. Daneben charakterisiert sich die Mini-Gemeinde am River Yeo mit ihren einladenden Cottages und viktorianischen Häusern vor allem durch eine fünf Kilometer lange Schlucht, die Cheddar Gorge, und durch kathedralenähnliche Tropfsteinhöhlen, die sich wie Waben durch die höchsten Binnenlandklippen Großbritanniens ziehen.
Textauszug: Kaum sind die letzten Böller verstummt und der Kater der Silvesternacht verflogen, da steigt in der britischen Millionenmetropole London die nächste Megaparty: Am Neujahrstag startet um 12 Uhr die New Year’s Day Parade, die größte Neujahrsparade der Welt. Mehr als 10.000 Teilnehmer schlagen dabei eine 3,2 Kilometer lange Route entlang vieler wichtiger Sehenswürdigkeiten des West Ends ein: Vom Parliament Square, der von der Westminster Abbey und dem Parlamentsgebäude gesäumt wird, setzt sich der Lindwurm über die Regierungsstraße Whitehall vorbei an der Downing Street, dem Sitz des Premierministers, und den Horse Guards, der berittenen Ehrengarde der Queen, zum Trafalgar Square in Bewegung.
Textauszug: „The most civilized part of the day“ nennen kultivierte Briten den traditionellen Fünf-Uhr-Tee. Nicht nur für Traditionalisten gehört der Tee zu Großbritannien wie rote Doppeldeckerbusse, schwarze Taxen und Bärenfellmützen vor den königlichen Palästen. Rund 196 Millionen Tassen Tee sollen nach Angaben von Statistikern täglich im Vereinigten Königreich getrunken werden. Das Gros allerdings als Quick Brew, also als schnell ziehender Tee im Beutel. Gleichwohl erfreut sich ein gepflegter Afternoon Tea im stilvollen Ambiente nach wie vor großer Beliebtheit. Vor allem im bisweilen hektischen London bietet der Teegenuss einen Moment der Entspannung.
Textauszug: Eigentlich gelten Städte dieser Größe eher als verschlafen und sind dafür verschrieen, nicht nur nachts die sprichwörtlichen Bürgersteine hoch zu klappen. Doch davon ist im Cashel keine Spur – ganz im Gegenteil. Fast ganzjährig herrscht hier im Süden der Grünen Insel geschäftiges Treiben. Denn die 2800-Seelen-Gemeinde nennt ein besonderes Pfund, mit dem sie wuchern kann ihr Eigen: den Rock of Cashel. Schon von weitem ragt die Silhouette der eindrucksvollen Ruine der so genannten „irischen Akropolis“ mit ihren Türmen, Zinnen und Spitzgiebeln gen Himmel. Noch heute zeugt der mächtige Felsen in der flachen Landschaft des Countys Tipperary vom Glanz und der Macht des einstigen Königssitzes und avanciert nicht von ungefähr zu einem der größten Besuchermagneten Irlands.