Amman – die vibrierende Seele Jordaniens

Amman - Copyright Karsten-Thilo RaabTextauszug: „Welcome to Jordan!“ – der Satz trifft einen in Amman öfter als das Hupen der gelben Taxis im Berufsverkehr. Es ist ein Chaos mit System, ein Labyrinth aus Treppen, Gassen und Steinhäusern, die sich so dicht an die Hänge schmiegen, dass man das Gefühl hat, die ganze Stadt sei ein einziges, riesiges Amphitheater. Doch in der jordanischen Hauptstadt ist man nie lange verloren; spätestens an der nächsten Ecke bietet jemand einen zuckersüßen Tee an und erklärt mit einer ausladenden Geste, warum diese staubige, laute wie faszinierende Stadt die schönste der Welt sei.

Thema: Jordaniens Hauptstadt Amman
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Kumamoto – Kirschblüten über der Burg

Kumamoto - Copyright Karsten-Thilo RaabTextauszug: Wenn der Morgennebel über dem gigantischen Krater des Mount Aso aufsteigt, scheint selbst die Erde für einen Moment die Luft anzuhalten. Das Land dampft, als wolle es seine Urkraft offenbaren. Schwefelduft hängt in der Luft, und das Licht bricht auf silbrigen Furchen, die der Regen in den schwarzen Fels gezeichnet hat. Kyūshū, Japans südlichste der vier Hauptinseln, ist bekannt für ihre Wärme, ihre Vulkane, ihre Gastfreundschaft. Kumamoto ist ihr ruhender Pol – das Herz, in dem diese Energien zusammenfinden. Hier mischt sich der Rhythmus der Samurai-Geschichte mit dem klaren Klang von Quellenwasser, das unaufhörlich unter der Stadt strömt. Kumamoto nennt sich die „Stadt der Wasseradern“. Dieses Bild passt, denn wie feine Adern zieht sich der Fluss der Tradition durch jede Gasse.

Thema: Das japanische Kumamoto
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Armenien – wo Wein die Zeit überdauert

Textauszug: Der Wind weht staubig und warm durch die Schlucht des Arpa-Flusses, wo die roten Felsen von Vayots Dzor wie erstarrte Flammen in den kaukasischen Himmel ragen. Es ist eine Landschaft von archaischer Schönheit, die lange ein Geheimnis hütete, das dafür sorgte, dass die Geschichtsbücher des Genusses umgeschrieben werden mussten: Denn tief im Bauch der Erde, in den kühlen Schatten der Areni-1-Höhle, begann nachweislich vor über 6.100 Jahren eine Liebesgeschichte zwischen Mensch und Rebe, die bis heute nichts von ihrer Intensität verloren hat. Hier, wo Archäologen neben dem ältesten Lederschuh der Welt auch die weltweit älteste bekannte Weinkellerei freilegten, schlägt das Herz der armenischen Weinkultur.

Thema: Weinreise durch Armenien
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Wüste, Superlative und Visionen in Dubai

Dubai - Copyright Karsten-Thilo RaabTextauszug: Schon aus der Ferne wirkt Dubai fast wie eine Fata Morgana. Zwischen Wüstensand und Persischem Golf erhebt sich eine Stadt, die sich nicht mit dem Möglichen zufriedengibt, sondern das Unmögliche zum Standard erhebt. Der Wind trägt feine Körner durch die Straßen, doch darüber spannt sich eine ebenso beeindruckende wie futuristische Skyline, die nicht von ungefähr immer wieder als Kulisse für Kino-Blockbuster herhalten muss. Die Hitze flimmert über dem Asphalt, während sich die Glasfassaden der Hochhäuser wie Spiegel in den Himmel strecken. Dabei erweist sich Dubai als ein Kaleidoskop aus Tradition und Vision, aus Basar und Business, aus Wüste und Wasser – und genau diese Mischung macht den Reiz aus.

Thema: Faszination Dubai-Stadt
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Die Malediven – ein Konzert für die Sinne

Malediven - Copyright Karsten-Thilo RaabTextauszug: Kaum auf den Malediven angekommen – vorzugsweise barfuß und mit einem Cocktail in der Hand – fällt einem sofort etwas auf: Es sind nicht die wohlig warmen Temperaturen, nicht das türkisfarbene Wasser, nicht einmal die Tatsache, dass man plötzlich glaubt, in einem Werbespot für Sonnencreme gelandet zu sein. Nein, es ist die Stille. Oder besser gesagt: das Fehlen von allem, was sonst so lärmt, hupt, knattert oder röhrt. Die Palmen hier sind wahre Künstler. Sie rascheln nicht einfach – sie flüstern. Mal wie ein geheimnisvoller Inselklatsch, mal wie ein meditatives Mantra. Der Wind, ein sanfter Dirigent, lässt die Blätter tanzen, als wollten sie einem sagen: „Entspann dich, du bist nicht bei der Arbeit.“ Quasi als Chor im Hintergrund rascheln auch die Bambusblätter im leichten Dauerwind.

Thema: Malediven im Rausch der Sinne
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Hotelcheck: Sheraton Maldives Full Moon Resort

Sheraton Full Moon Resort - Copyright Karsten-Thilo RaabTextauszug: Wenn das Paradies eine Anschrift hätte, würde sie vermutlich irgendwo zwischen türkisblauem Ozean und puderweißem Sandstrand liegen – und genau dort findet man das Sheraton Maldives Full Moon Resort & Spa. Schon beim Anflug auf die Malediven beginnt das Kopfkino: Palmen winken wie gute Freunde, das azurblaue Meer glitzert wie frisch polierter Schmuck, und irgendwo da unten wartet ein Kokosnuss-Cocktail auf seinen großen Auftritt. Kaum fünfzehn Minuten braucht das Schnellboot von Malé – der Hauptstadt, die man gefühlt nur im Rückspiegel sieht – schon landet man auf einer Insel, die aussieht, als hätte Mutter Natur persönlich mit Photoshop nachgeholfen. Furanafushi ist ein üppig bewachsenes, grünes Eiland, das wie ein Smaragd im Ozean leuchtet – klein, fein und komplett dem gepflegten Nichtstun gewidmet.

Thema: Test des Sheraton Maldives Full Moon Resorts auf den Malediven
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Hotelcheck: Le Méridien Maldives Resort

Le Méridien Maldives - Copyright Karsten-Thilo RaabTextauszug: Es gibt Orte, an denen selbst die Zeit zu vergessen scheint, wie spät es ist – und das Le Méridien Maldives auf Olhuvelifushi im Lhaviyani Atoll gehört zweifellos dazu. Kaum setzt das Wasserflugzeug auf der türkisblauen Landebahn des Indischen Ozeans auf, spürt man: Auf dem kleinen Maldiven-Eiland ticken die Uhren anders – nämlich deutlich entspannter. Um einen herum: Ozean. Unter einem: Ozean. Über einem: blauer Himmel. Ein aufmerksamer Concierge reicht zur Begrüßung ein kaltes Tuch und etwas, das stark nach Limette und Urlaub schmeckt – und spätestens dann ist klar: Man ist angekommen.

Thema: Le Méridien Maldives Resorts auf den Malediven
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Hotelcheck: Das Ozen Reserve Bolifushi

Ozen Reserve Bolifsuhi - Copyright Karsten-Thilo RaabTextauszug: Wenn die Welt da draußen mal wieder zu laut, zu grau und zu stressig ist, hilft nur eins: Abtauchen. Und zwar nicht metaphorisch, sondern ganz real – am besten direkt ins türkisfarbene Wasser der Malediven, wo die Sorgen beim Schnorcheln einfach davon zu treiben scheinen. Genauer gesagt: ins Ozen Reserve Bolifushi, jenem famosen Luxusrefugium, das aussieht, als hätte ein Interior-Designer mit Hang zu tropischem Flair seine Träume verwirklicht. Die Insel liegt im Süd-Malé-Atoll, nur eine 30-minütige Katamaranfahrt vom internationalen Flughafen Malé-Velana entfernt: klein, üppig grün bewachsen und von intakten wie fischreichen Korallenriffs umgeben.

Thema: Test des Ozen Reserve Bolifushi auf den Malediven
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Garni-Schlucht: Wo die Steine singen …

Symphonie der Steine - Copyright Karsten-Thilo RaabTextauszug: Manchmal scheint die Erde selbst Komponistin zu sein – nicht mit Violinen und Taktstock, sondern mit Basalt, Wind und Licht. In der Garni-Schlucht in Armenien, auch Azat-Schlucht genannt, offenbart Mutter Natur ein geologisches Meisterwerk, das in seiner Ordnung und Poesie einer orchestralen Darbietung gleicht: die „Symphonie der Steine“. Wer diese bizarre wie faszinierende Landschaft betritt, wird Teil einer stillen Aufführung. Die gewaltigen Basaltsäulen wirken fast schon akribisch geordnet wie die Pfeifen einer monumentalen Orgel – nur dass hier kein Kirchenchor singt, sondern Wind und Wasser ihre uralte Melodie spielen.

Thema: Die „Symphonie der Steine“ in Armenien
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Der Berg Ararat – die Seele Armeniens

Ararat - Copyright Karsten-Thilo RaabTextauszug: Der Berg Ararat ist ein Symbol Armeniens, obwohl er tatsächlich in der Türkei liegt. Auf dem 5.137 Meter hohen, ruhenden Vulkan soll gemäß der Legende dereinst nach der biblischen Sintflut die Arche Noah gestrandet sein. Zudem soll sich über dem schlafenden Riesen mit dem fast ganzjährig schneebedeckten Gipfel erstmals in der Menschheitsgeschichte ein Regenbogen gezeigt haben. Und obschon der heilige Berg insbesondere von fast überall in der rund 40 Kilometer entfernten Hauptstadt Eriwan zu sehen und bildet er zusammen mit dem Kloster Khor Virap sowie den Weiten der Ararat-Ebene das wohl berühmteste Postkartenmotiv Armeniens.

Thema: Armeniens heiliger Berg
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Eriwan: Das pulsierende Herz Armeniens

Eriwan -Copyright Karsten-Thilo RaabTextauszug: Es ist schon kurios, dass eine Stadt vor allem für etwas berühmt ist, das es gar nicht gibt: einen fiktiven Radiosender. Die etwas älteren Semester werden sich noch an den Kalten Krieg und die Zeit vor dem Zerfall der Sowjetunion erinnern. In jenen Tagen hatten Radio-Eriwan-Witze Hochkonjunktur – und immer nach demselben Muster: „Frage an Radio Eriwan…“ gefolgt von der Antwort im Running-Gag-Format: „Im Prinzip ja, aber…“ Die mehr oder weniger lustigen Witze, die sich vornehmlich an den Systemunterschieden zwischen westlichen und sozialistischen Staaten rieben, waren eine Art politischer Karikatur in Wortform. Die Witze sind größtenteils längst in Vergessenheit geraten beziehungsweise nicht mehr zeitgemäß. Geblieben sind aber in Eriwan die Spuren aus der Zeit der Sowjetunion. Insbesondere außerhalb des Zentrums der armenischen Hauptstadt ragen scheußliche wie gesichtslose Wohnblocks in Form von Plattenbauten gen Himmel.

Thema: Streifzug durch Eriwan
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