Textauszug: Belgien ist angeblich das Land mit der größten Dichte an Comic-Zeichnern pro Quadratkilometer. Rund 800 von ihnen zählt das kleine Königreich heute. Von ihrer Schaffenskraft zeugen nicht nur immer neue Alben, die in den unzähligen Comic-Geschäften in Brüssel feilgeboten werden, sondern auch riesige Wandbilder in der belgischen Kapitale mit nahezu allen bekannten Comicfiguren. Da tummeln sich Tim und Struppi aber auch die Schlümpfe, Spirou oder Lucky Luke. Auch Gaston, Marsupilami sowie Blake und Mortimer haben hier ihren Platz gefunden. An mittlerweile mehr als 50 Hauswänden im Zentrum von Brüssel sowie im Stadtteil Laeken finden sich verschiedenste Comics in allen Größen, Farben und Formen. Das Gros dieser überdimensionierten Bilder ist über den Parcours Bande Dessiné, einen sechs Kilometer lange Comic-Rundgang, miteinander verbunden.
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Textauszug: Bier gilt im Belgien als ein unverzichtbarer Teil des täglichen Lebens, als ein hopfenhaltiger Genuss mit schier unendlichen Geschmacksvariationen. Denn nicht von ungefähr gibt es in dem kleinen Land gut 140 Brauereien, die insgesamt fast 500 verschiedene Biere produzieren. Neben den üblichen Zutaten wie Wasser, Gerste, Hopfen und Malz werden den zumeist obergärigen belgischen Bieren verschiedene Gewürze und Zuckerarten beigemischt, aber auch Ungewöhnliches wie Früchte, Kräuter, Orangenschalen oder gar der Saft von Erbsen aus der Dose. Und so könnten die zumeist hochprozentigen Biere, deren genaue Rezepturen strenger Geheimhaltung unterliegen, verschiedener nicht sein.
Textauszug: Denn die (fast) kleinste Stadt der Welt ist für ihr exzellentes gastronomisches Angebot bekannt. Zwar leben hier gerade einmal 400 Menschen, doch in punkto Restaurantauswahl ist das kleine Fleckchen Erde in der Provinz Luxemburg ganz groß. Nicht weniger als 23 Speiselokale warten mit ihrer zum Teil exquisiten Cuisine auf. Quasi eine lukullische Ardennenoffensive, noch dazu in einer mittelalterlichen Atmosphäre. Versteckte Ecken und Winkel mit kleinen Hinterhöfen, in denen schnuckelige Restaurants ihre einladenden Tische präsentieren. Dazu schmale, verwinkelte Gassen, reizvolle alte Häuser, die sich ein wenig windschief an die Reste der alten Stadtmauer schmiegen.
Textauszug: Die Ahnengalerie in der Abtei von Val-Dieu wirkt stattlich und doch bei genauerem Hinsehen ein wenig irritierend. Die dort abgebildeten Äbte haben eine verblüffende Ähnlichkeit. Mehr noch, es ist immer ein und dieselbe Person. Mal mit Bart, mal ohne. Mal guckt der Abt nach links, mal nach rechts, mal nach oben, mal nach unten. Und immer trägt er einen anderen Namen. Fast scheint es, als hätte in dem 1216 gegründeten Zisterzienserkloster in der Provinz Lüttich in längst vergangener Zeit eine Art mittelalterlicher Kopier-Workshop stattgefunden. Grund ist jedoch, dass die Abtei irgendwann begann, eine Ahnengalerie mit den Konterfeis der bisherigen Äbte zu planen.
Textauszug: Durbuy ist eine Stadt der Superlative. Nur 400 Einwohner zählt das malerische Fleckchen in Südbelgien. Dennoch wurden dem Örtchen in den Ardennen bereits im Jahre 1331 die Stadtrechte verliehen. Damit darf sich Durbuy rühmen, die kleinste Stadt der Welt zu sein. Und in dieser befindet sich mit dem Parc des Topiaires der größte Formgarten der Welt. Auf 10.000 Quadratmetern fallen hier mehr als 250 pflanzliche Kunstwerke ins Auge und lassen die prächtigen Gärten am Ufer der Ourthe zu einem Freilichtmuseum mit Parkcharakter avancieren. Nahezu die ganze Anlage besteht aus Buchsbaumhecken und -gewächsen, die von ihrer Form überwiegend an Menschen oder Tiere erinnern.
Textauszug: Mit 66,5 Kilometern mutet Belgiens Nordseeküste eher beschaulich an. Dennoch erfreut sich das Transitland im Dreieck zwischen Deutschland, Frankreich und den Niederlanden seit jeher einer großen Bedeutung für die Schifffahrt. Durchzogen wird das Land durch eine Reihe an bedeutenden europäischen Wasserwegen. Allen voran durch den Canal du Centre, der Lebensader der Provinz Hennegau. In Strépy-Thieu ragt direkt an dem mehr als 200 Jahre alten Kanal ein gigantischer Betonklotz gen Himmel. Wie ein gestrandetes Raumschiff wirkt das Schiffshebewerk unweit der Provinzhauptstadt Mons – und doch ist das monumentale Bauwerk der Stolz einer ganzen Region.
Textauszug: Es gibt Regionen und Städte, die trotz aller Reize nur wenig bekannt sind. Zu diesen weitgehend unbeachteten Stücken Europas zählt fraglos der Hennegau. Die französischsprachige Provinz im Südwesten Belgiens fristet ein wenig ein Mauerblümchendasein, obwohl dieser Teil der Wallonie fraglos anderes verdient hätte. Die einstige Montanregion hat vergleichbar dem Ruhrgebiet einen gewaltigen Strukturwandel durchlebt. Längst bestimmen weder Zechen noch qualmende Schornsteine das Landschaftsbild. Stattdessen kann Hainut, so der französische Name für den Hennegau, mit ganz besonderen Pfunden wuchern: Von den 13 Bauwerken, Einrichtungen und Landstrichen Belgiens, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erhoben wurden, befinden sich nicht weniger als neun in der Region rund um die charmanten Städte Mons und Tournai.
James Bond tut es für England. Der gemeine Däne soll es ebenfalls für Staat und die Krone tun. Sowohl 007 als auch die Bewohner des skandinavischen Königreichs haben scheinbar dieselbe Mission: ihr Vaterland zu retten. Der wohl berühmteste Geheimagent der Welt tut dies in der Regel mit Raffinesse, technischem Schnickschnack und vollem Körpereinsatz. Letzterer wird auch von den Dänen gefordert. Denn auch sie sollen eine Gefahr von ihrer Heimat abwenden, die Gefahr, dass Dänemark ausstirbt. Vor dem Hintergrund der niedrigsten Geburtenrate seit mehr als zweieinhalb Jahrzehnten möchte ein dänischer Reiseanbieter seinen Landleuten nun verstärkt Wochenendtrips als eine Art Lustreise schmackhaft machen. Schließlich belegen Studien, dass 46 Prozent der Dänen mehr Sex auf Städtereisen haben als während des normalen Alltags.
Textauszug:Vor dem Kopenhagener Rathaus spielen die gleichen peruanischen Indianer wie in allen größeren Städten und Metropolen der Welt. Vielleicht ist es ein völlig subjektiver Eindruck, doch das Gesicht des Panflötenspielers wirkt irgendwie vertraut. Vielleicht reist er einem hinterher oder dieses Musikermodell wurde gleich hundertfach erfolgreich geklont. Rund um den Rathausplatz in der dänischen Hauptstadt scheint unter den Häuserbesitzern eine Art Wettbewerb ausgebrochen zu sein, wer es schafft, die meisten Werbetafeln und Leuchtreklamen an seiner Fassade anzubringen.
Textauszug: Eher rar gesät sind die Tage, an denen in Kopenhagen die Quecksilbersäule auf mehr als 30 Grad Celsius ansteigt. Und doch gibt sich die dänische Kapitale ganz cool, ja, im wahrsten Sinne des Wortes sogar eiskalt. Zumindest in der Løngangsstræde. Denn hier, im Herzen der Altstadt, wartet nun ganzjährig eine besondere Art der Abkühlung darauf, entdeckt zu werden – und dies nicht nur an heißen Sommertagen: Die „Absolut Icebar Copenhagen“ – Väterchen Dauerfrost lässt grüßen!
Textauszug: Eine Minute – das klingt nach einem kurzen Vergnügen. Nur 60 Sekunden geht es in die Luft. Okay, eine weitere Minute steht noch an. Die Hände halten sich an den Gummi ummantelten Türrahmen fest. Der Wind bläst unaufhörlich. Dann folgt das Zeichen. Ein kleiner Hechtsprung ins Nichts und schon wird der Traum vom Fliegen Wirklichkeit. Die Grundhaltung ist einfach: Ein leichtes Hohlkreuz, die Arme im 90 Grad Winkel neben dem Kopf. Jede noch so kleine Veränderung der Körperhaltung verändert die Position in der Luft. Wobei niemand Angst haben muss, im zum Teil verglasten Windtunnel unkontrolliert umher zu irren oder gar abzustürzen. Zum einen, weil ein Fluglehrer immer mit dabei ist und gegebenenfalls sofort eingreifen könnte, zum anderen, weil ein jeder schon nach den ersten zehn, 15 Sekunden ein gutes Gefühl dafür entwickelt, was beim Indoor-Skydiving in Bottrop machbar ist und was nicht.