Textauszug: Wer sich der Silhouette der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt nähert, erkennt ihn bereits aus der Ferne als unangefochtenen Herrscher über das Panorama. Der Rheinturm steht dort, wo das moderne Regierungsviertel den historischen Kern küsst, und reckt sich stolze 240 Meter in den Himmel. Es ist ein Bauwerk, das in seiner kühlen, funktionalen Ästhetik die Aufbruchstimmung der späten 1970er Jahre konserviert hat und dennoch bis heute kein bisschen altmodisch wirkt. Was auf den ersten Blick wie ein klassischer Fernsehturm erscheint, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als ein Bauwerk mit doppelter Botschaft: Er überträgt Signale und misst zugleich sichtbar die Zeit. Damit wird der Rheinturm zu einer Art urbanem Metronom, das den Rhythmus Düsseldorfs taktet.
Thema: Turm mit größter Digitaluhr der Welt
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Textauszug: Es gibt Orte, die einen kulinarisch überraschen. Und dann gibt es das Qomo im Düsseldorfer Rheinturm – ein Restaurant, das sich nicht nur um exquisite japanische Küche dreht, sondern auch buchstäblich um sich selbst. Wer hier in exakt 172,5 Metern über dem Meeresspiegel, oder besser gesagt über Vater Rhein, einkehrt, bekommt nicht einfach nur einen Tisch mit Aussicht. Nein, hier wird das Panorama serviert wie ein Gang zwischen Nigiri und Sonnenuntergang: langsam rotierend und spektakulär inszeniert. Der Aufzug schnellt in gut 50 Sekunden sanft nach oben, die Ohren ploppen, und plötzlich steht man in einem Raum, der aussieht wie Tokyo auf Stippvisite in Düsseldorf – minimalistisch, mondän und mit einem Blick, der selbst dem skeptischsten Altbiertrinker ein Champagnerlächeln ins Gesicht zaubert.