Textauszug: Kaum angekommen, merkt man: Neapel spielt nach ganz eigenen Regeln. Ampeln sind Dekoration, haben allenfalls Empfehlungscharakter; die engen Gassen werden gerne als alternative Rennstrecke für Motorroller missbraucht und Verkehrsgeräusche sind so etwas wie die nicht enden wollende urbane Symphonie. In der drittgrößten Stadt Italiens wird man gerne einmal herzlich angeschrien, liebevoll ignoriert und zwischendurch mit einer Pizza versöhnt, die göttlicher schmeckt als jede Lebensentscheidung zuvor. Aus den Fenstern vieler Häuser flattert frisch gewaschene Wäsche als wären es Landesfahnen, und die Hupe ersetzt die Begrüßung. Willkommen in Neapel!
Thema: Streifzug durch Neapel
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Textauszug: Obschon die Gäste aus den USA, Kanada und Australien angesichts der langen Anreise kollektiv an den dicken Augenringen zu erkennen sind, scheinen nicht nur bei ihnen die Strapazen beim Anblick der Sun Princess binnen Minuten völlig verflogen zu sein. Eine kleine Stärkung, ein, zwei Drinks später zeigen sich alle völlig begeistert von dem neuen Schiff der Extraklasse. Mit einem Seetag wird die achttägige Mittelmeerkreuzfahrt durch vier Länder perfekt eingeläutet. Perfekt, um – insbesondere für die weit angereisten Passagiere – sich zu akklimatisieren und die Müdigkeit aus den Knochen zu schütteln; perfekt aber auch, um den 61 Meter hohen und 345 Meter langen Ozeanriesen und sein Angebot genauestens zu erkunden. Dabei entpuppt sich das Schiff weniger als schwimmendes Hotel, sondern als schwimmende Kleinstadt: An Bord finden in den 2.157 Kabinen, von denen 1.500 über einen Balkon verfügen, stolze 4.300 Gäste Platz. Hinzu kommen 1.600 Crewmitglieder.