Textauszug: Wer die Fahrt vom Cabo San Lucas in Richtung Norden antritt, lässt nicht nur die Kilometer, sondern ein ganzes Lebensgefühl hinter sich. Wo der Beton der All-Inclusive-Resorts an der mexikanischen Baja California Sur endet, beginnt das Reich der Kakteen, der Freigeister und jener eigentümlichen Stille, die nur ein Ort wie Todos Santos verströmt. Die Fassaden der alten Backsteinhäuser, Überbleibsel aus der glanzvollen Ära des Zuckerbooms im späten 19. Jahrhundert, leuchten in Ocker, Terrakotta und einem verwaschenen Indigo. Als die Nachfrage für Zucker nachließ, verfiel der Ort in einen dornröschenhaften Schlaf. Genau diese Isolation rettete den architektonischen Kern vor der Modernisierungswut und bewahrte jene Patina, die heute Künstler, Aussteiger und Ästheten aus aller Welt anlockt.
Thema: Streifzug durch das „Pueblo Mágico“
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Textauszug: Über die Farbe streiten sich vermutlich die Geister. Barbie-Liebhaber und Instagram-Junkies sind auf jeden Fall entzückt. Fakt ist, das Laiva Hotel in San José del Cabo im mexikanischen Los Cabos ist ein absoluter Hingucker. Nur rund 150 Meter vom zentralen Platz, der Plaza Mijares, mit der Kirche Misión San José del Cabo, deren Geschichte bis in das Jahr 1730 zurückreicht, und dem Verwaltungssitz, dem ganz in Gelb gehaltene, neoklassizistischen Palacio Municipal aus dem Jahre 1889, gelegen, erhebt es sich wie ein Leuchtturm in Altrosa in der historischen Altstadt. Die auffällige Farbe zählt nicht nur die Fassade, sondern auch alle Innenräume des charmanten, kleinen Boutique-Hotels.