Textauszug: Nur die wenigsten machen sich, wenn sie ihr Hotelzimmer betreten, Gedanken darüber, wer vielleicht schon vor ihnen in ihrem Bett geschlafen hat. Was auch reine Spekulation wäre, es sei denn, es handelt sich um einen Hotspot für Stars und Sternchen. Dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, sich genau dort zu betten, wo schon ein Promi sein ermattetes Haupt für eine Mütze voll Schlaf ablegte. Auch wissen wir in der Regel wenig über die Schlafgewohnheiten anderer Gäste. Zum einen, weil die wenigsten sichtbare Spuren hinterlassen, zum anderen, weil das Zimmerpersonal im Normalfall solche Spuren beseitigt, bevor ein neuer Gast das Zimmer bezieht.
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Textauszug: Bei der Urlaubsplanung spielt die Ukraine derzeit aus verschiedenen Grünen bei den meisten eine eher untergeordnete Rolle. Die Krim ist besetzt. Und Krimsekt lässt sich auch in anderen Teilen der Welt genießen. Für die Ostukraine gibt es ob der anhaltenden Kämpfe keine Kampfpreise bei den Pauschalreiseanbietern und die chronischen Unruhen in Kiew machen einen Abstecher in die Hauptstadt auch nur bedingt attraktiv. Dafür könnte sich Naturliebhabern schon bald ein ganz anderer Teil der Ukraine als landschaftlich reizvolles Reiseziel anbieten. Ein Teil des Landes, der nicht nur eine strahlende Zukunft haben soll, sondern definitiv auch eine strahlende Vergangenheit besitzt. Die Rede ist von Tschernobyl, das lange kaum jemand in der westlichen Welt kannte, das aber im April 1986 in Folge des Reaktorunglücks im dortigen Atomkraftwerk über Nacht traurige Berühmtheit erhielt.
Textauszug: Die vermeintlich schönste Zeit des Jahres rückt mit riesigen Schritten näher. Mit ihr schreiten die Planungen für den nächsten, fraglos überaus verdienten Urlaub näher. Die potentiellen Ziele für die Reise werden im Katalog oder dem Online-Reiseportal des Vertrauens in Augenschein genommen. Dabei stößt der geneigte Reisende immer wieder auf herrliche Werbeprosa in Vollendung, die in Auszügen fraglos auch für ein modernes Märchenbuch durchaus geeignet wäre. Wahre Schrottplätze werden da schon mal gerne zum Traumschloss hochstilisiert. Der bevorstehende Höllentrip wird als „Reise des Lebens“ angepriesen. Daher sollten diejenigen, die eine Urlaubsreise planen, unbedingt aufhorchen, wenn sie Formulierungen wie diese in Katalogen oder Online-Angeboten finden.
Textauszug: Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten – allenfalls wundern. Wobei sich viele auch über sich selber wundern dürften, wenn ihre Geschmacksknospen in der Höhenluft wieder einmal völlig verwirrt sind. Wie von Geisterhand gesteuert, erwischen sich die Flugpassagiere selber dabei, wie sie, warum auch immer, bei der netten Flugbegleiterin einen Tomatensaft bestellen, um die Lippen mit dem roten Extrakt der ausgequetschten Nachtschattengewächse ein wenig zu benetzen. Am Boden und im echten Leben käme wohl kaum jemand auf die Idee, den roten Gemüsesaft in einer Kneipe zu ordern oder gar in sich hineinzuschütten.
Textauszug: Deutschland einig Streikland. Wie herrlich! Wenn die Lokführer mal gerade nicht streiken, sind es die Fluglotsen, dann mal wieder die Piloten oder das Sicherheitspersonal am Flughafen. Und die Reisenden lieben diese Streiks einfach. Denn ganz ehrlich, längst sind wir Deutschen als langjährige Reiseweltmeister in Sachen Reisen viel zu routiniert. Fliegen ist so selbstverständlich geworden wie Busfahren. Dies birgt natürlich die Gefahr, dass Langeweile aufkommt. Ebenso wie bei allen Dingen, die immer gleich ablaufen. Daher verwundert es kaum, dass nicht wenige Reisende ihr Morgengebet mit der Zeile „Unseren täglichen Streik gib uns heute, damit auch wir etwas zu fluchen haben“ beginnen.
Textauszug: Die Erfolgsformel für einen völlig entspannten und zufriedenstellenden Urlaub ist eigentlich ganz simpel: Alleine reisen, selber kochen und nicht dahin fahren, wo am Strand drangvolle Enge herrscht. Wenn dann noch sichergestellt ist, dass kein Kinderlärm erklingt, ist das Urlaubsglück nahezu perfekt. Dabei spielen Kleinigkeiten wie das Wetter oder das Reiseziel selber scheinbar eine völlig untergeordnete Rolle. Zumindest deuten dies die Ergebnisse einer repräsentativen Erhebung an. Gemäß dem Marktforschungsunternehmen ist das größte Übel auf Reisen die eigene Urlaubsbegleitung. 56 Prozent aller Deutschen ärgern sich demnach über die Mitreisenden. Dies können sowohl Lebensabschnittspartner mit oder ohne Trauschein sein.
Textauszug: So ein Urlaub stimuliert. Er weckt müde Lebensgeister, bringt Energie zurück. Und nicht selten weckt ein Besuch in der Fremde auch fleischliche Gelüste. Damit ist nicht das gemeint, was im Steakhaus oder Grillrestaurant auf den Tisch kommt. Vielmehr geht es um den Arterhaltungstrieb, der bei einigen auf Reisen besonders stark ausgeprägt ist. So ist manch einer im Vollgenuss der Sonne, des Bieres oder Weines auf Freiersfüßen unterwegs, immer in der Hoffnung, die einer oder andere Urlaubsbekanntschaft doch etwas näher kennen zu lernen. Ein Wunsch, der hier und da durchaus Realität wird. Womit klar ist, dass auch einige Vertreterinnen des so genannten zarten Geschlechts durchaus der Sinn nach einem körperintensiven Urlaubsflirt steht.
Textauszug: Mancher einer träumt fraglos von der Reise seines Lebens. Von einem gigantischen Trip, von dem noch seine Urenkel berichten werden. Das Problem bei der Umsetzung ist neben dem mangelnden Urlaub häufig das fehlende Kleingeld. Zudem gibt es kaum noch Flecken auf diesem Erdball, die nicht schon von Touristenscharen in Beschlag genommen wurden. Selbst die Besteigung des Mount Everest avanciert mehr und mehr zum Massenphänomen.
Textauszug: Der kongeniale Schriftsteller George Mikes konstatierte dereinst, andere Nationen hätten Sex, die Briten Wärmflaschen. Der gebürtige Ungar mit dem feinen Humor, der den Großteil seines Lebens im Vereinigten Königreich verbrachte, dürfte sich bei dieser Aussage wohl auf die Erfahrungen in seiner Wahlheimat gestützt haben. Vielleicht hat er seinen ganz persönlichen Eindruck auch nur schlicht am falschen Wochentag gewonnen. Denn dank einer aktuellen Studie wissen wir nun, dass der gemeine Brite dienstags die geringste Lust auf Liebesspiele besitzt. Lediglich zwei Prozent sind demnach am Dienstag in Sachen Arterhaltungstrieb aktiv.
Textauszug: Weihnachten kommt auch in diesem Jahr wieder schneller als manch einer denkt. Und mit dem Näherrücken des Festes der Feste wird der Druck immer größer, ein möglichst ausgefallenes, am besten noch individuelles Geschenk für die Liebsten zu finden. Daher dürfte nun kollektive Erleichterung über einen zunächst einmal verbalen Silberstreif am Horizont herrschen. Denn an den Küsten, an denen manche schon küssten, könnte schon bald eine kleine Scholle in den Familienbesitz übergehen. Gemeint ist nicht der schmackhafte Fisch, sondern ein Stück Land.
Textauszug: Fußballer, zumindest die aus dem Profibereich, werden von ihren Fans nicht selten vergöttert. Die Tempel, in denen den Fußballgöttern gehuldigt wird, nennen sich Stadion. Gleichwohl sind die meisten hoch dotierten Kicker einigermaßen geerdet, halten sich zumindest nicht offiziell für Gottheiten. Der frühere argentinische Nationalspieler Diego Armando Maradona hingegen war schon zu aktiven Zeiten aus einem ganz anderen Holz geschnitzt. Am 22. Juni 1986 bei der Weltmeisterschaft in Mexiko hatte Maradona im Viertelfinale gegen England sein wohl berühmtestes Tor nicht mit dem Kopf, sondern mit der, wie er selber sagte, „Hand Gottes“ erzielt und somit den Weg zum späteren Titelgewinn der Argentinier bereitet.