Textauszug: Wer sich Rouen vom Wasser aus nähert, könnte meinen, er steuere auf eine Mischung aus Lagerhalle und Betonpoesie zu. Schmucklose Kais, nüchterne Zweckbauten – nichts deutet darauf hin, dass sich hinter dieser industriellen Tarnkappe eine der wohl prachtvollsten Städte Frankreichs duckt. Denn in der Altstadt entfaltet Rouen, die Hauptstadt der Normandie und Heimat von knapp 100.000 Menschen, das wahre Gesicht: mittelalterlich, charmant, überraschend – eine Ansammlung von Fachwerk, Kirchtürmen und Kopfsteinpflaster.
Thema: Streifzug durch das franzöische Rouen
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Textauszug: Die Gräfin gibt sich auf dem Fluss, nach dem sie benannt ist, die Ehre. Mit rotem Rumpf statt rotem Teppich macht sich die Seine Comtesse von Paris auf den Weg nach Le Havre. Quasi eine kleine Tour de France auf der Seine mit Atlantik-Feeling. Beim Verlassen der französischen Hauptstadt im Schatten des mächtigen Eiffelturms fühlen sich nicht wenige unweigerlich an die Grachten in Amsterdam erinnert. Denn die extrem kurvenreiche Seine ist hier nicht nur relativ schmal, sondern wird auch noch von unzähligen Hausbooten gesäumt. In vielen Abschnitten ist das Ufer so nahe, dass man das Gefühl hat, beide Flussbegrenzungen mit dem ausgestreckten Arm berühren zu können.