Textauszug: Mit flatterndem schwarzen Umhang beschwört Robin den Ampelgeist. Die Lichtzeichenanlage springt auf Grün um und das knapp zweistündige Abenteuer beginnt. Doch der mehr humoristische Auftakt wird schnell verdrängt. Auf den Spuren blutrünstiger Verbrechen wandelt sich das gemütliche Gesicht der Altstadt. Der Besuch von Orten des Diebstahls, des Mordes, der Folter, der Hexenverbrennung und des Leichenklaus lassen das Lächeln gefrieren. Gänsehaut und Schaudern begleiten die Zeitreise in die mysteriöse Vergangenheit Edinburghs. Von dem Charme und der Atmosphäre, die der schottischen Hauptstadt den Beinamen „Athen des Nordens“ einbrachte, ist plötzlich nichts mehr zu spüren.
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Textauszug: Um kaum ein anderes Wesen ranken sich wohl mehr Geschichten und Mythen als um das sagenumwobene Monster am Loch Ness im schottischen Hochland. Über Nessies Aussehen streiten sich die Geister ebenso wie über dessen Existenz, auch wenn das „Loch Ness Exhibition Centre“ im Touristenzentrum Drumnadrochit in einem künstlichen Teich direkt am Ufer des rund 38 Kilometer langen und bis zu 300 Meter tiefen Sees ein lebensgroßes Modell des geliebten Ungeheuers zeigt.
Textauszug: Ebenso melodische wie eindringliche Dudelsackklänge erfüllen das weite Rund des Princess Royal and Duke of Fife Memorial Parks inmitten der pittoresken Hügellandschaft von Deeside. Muskelbepackte Männer in farbenfrohen Kilts, Trägerhemden mit Schriftzug des Sponsors und Schuhen mit Spikes wirbeln wenige Meter von einander entfernt unförmige Steine und riesige Baumstämme durch die Luft, während direkt daneben zumeist junge Mädchen mit filigranen Bewegungen traditionelle Tänze aufführen. Und beim „tug of war“, dem Tauziehen, stemmen sich zwei konkurrierende Teams mit aller Kraft in den kurz geschorenen Rasen und ziehen tiefe Furchen in das satte Grün. Mit markerschütternden Schreien versuchen die Muskelprotze die Steine und Baumstämme zu neuen Rekordweiten zu treiben – und dies vor den Augen der königlichen Familie.
Textauszug: Für die einen ist es eine der spektakulärsten Wasserstraßen der Welt, für die anderen eine architektonische Meisterleistung und ein Wunder der Technik. Begeh- und schiffbar, noch dazu gewürzt mit einer gehörigen Portion Nervenkitzel und ebenso Schwindel erregenden wie faszinierenden Blicken. Die Rede ist vom Pontcysyllte Aquädukt im Norden von Wales. Die ungewöhnliche Trogbrücke spannt sich mit einer Länge von 307 Meter zwischen den Gemeinden Trevor und Froncysyllte in der Grafschaft Wrexham über das Tal des River Dee.
Textauszug: Augenfälliger können die Gegensätze nicht sein. Wenige hundert Meter Luftlinie und fast 2000 Jahre Geschichte trennen zwei der markantesten Blickfänge in Cardiff. Gleichzeitig spiegeln die beiden Prachtbauten ebenso wie die beeindruckende Cardiff Bay den Wandel der walisischen Kapitale von einem der größten Kohleumschlagplätze der Welt zu einer pulsierenden und aufstreben Hauptstadt wieder.
Textauszug: „If you get stuck, loose fat. Its the only way forward.“ Steward Ingram zeigt urbritischen Humor. Doch die Botschaft ist eindeutig: Wer stecken bleibt, muss schlichtweg abspecken, um irgendwie weiter voran zu kommen. Und den sechs Wagemutigen in ihren Schutzanzügen und dem Helm auf dem Kopf steht nicht von ungefähr der Schweiß auf der Stirn. Vor uns liegt die „Letter Box“, der Briefkasten, die größtes Herausforderung während der abenteuerlichen Höhlenerkundung in Südwales. Der Spalt in dem unterirdischen Labyrinth macht seinem Namen alle Ehre, ist an der engsten Stelle kaum mehr als 20 Zentimeter hoch. Das entspricht der Länge vom gespreizten Daumen bis zum Ende des ausgestreckten kleinen Fingers. Keine Frage, die Porth-Y-Ogof-Höhle am Rande des malerischen Brecon Beacon National Parks lässt keinen Raum für Platzangst.
Textauszug: Die Reaktionen reichen von Kopfschütteln bis hin zu totaler Begeisterung, von Stirnrunzeln bis hin zu grenzenloser Faszination. Dort, wo sanfte Hügel, ausgedehnte Moorlandschaften mit blühendem Heidekraut und friedlich grasende Schafe eine malerische Idylle bilden, wird alljährlich im wahrsten Sinne des Wortes Dreck aufgewirbelt – und dies um die Wette. Die Weltmeisterschaften im Moorschnorcheln, die World Bog Snorkelling Championships, im walisischen Llanwrtyd Wells sind nicht nur ein Exot unter den wohl verrücktesten Sportarten der Welt, sondern auch ein schleimig-ekeliger Hingucker.