Textauszug: Inmitten der Normandie, wo Butter und Cidre fast schon zur Grundausstattung einer jeden Mahlzeit gehören, liegt das kleine Giverny – oder besser gesagt, das, was aus dem verschlafenen Nest geworden ist, seit Claude Monet es ab dem Jahre 1863 in eine Oase des Impressionismus verwandelte. Dabei herrscht in der 450-Seelen-Gemeinde, knapp 75 Kilometer vor den Toren der französischen Hauptstadt Paris, von April bis November absoluter Ausnahmezustand, wenn hier jährlich gut 750.000 Kunstbeflissene, Hobbygärtner und Pflanzenliebhaber aus aller Herren Länder einfallen. Sie alle wollen sich ein Bild von der faszinierenden Blumenpracht machen, die der 1926 verstorbene Künstler unzählige Male auf seine ureigene Art im Bild festgehalten hat.
Thema: Monets Haus und Garten
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Textauszug: Wer an Dubai denkt, dem kommen fast zwangsläufig monumentale Bauwerke wie das Burj Khalifa, das aus einem asymmetrischen Ring bestehende Museum of Future oder die filigrane Form von The Frame, das weithin als gigantischer Bildrahmen erkennbar ist, in den Sinn. Viele haben auch Bilder von Hotelikonen wie dem Burj al Arab oder dem Atlantis, The Palm vor Augen. Doch kaum einer erwartet mitten in dem pulsierenden Wüstenstaat eine blühende Landschaft. Und was für eine! Wie bei allen Einrichtungen hat Dubai beim Miracle Garden ebenfalls nicht nur gekleckert, sondern mächtig geklotzt. Auf einer Fläche von sage und schreibe 72.000 Quadratmetern blüht Dubai hier von Oktober bis Mai im wahrsten Sinne des Wortes überaus prachtvoll auf.
Textauszug: Sissi war hier. Nicht Romy Schneider, sondern die Echte, die legendäre Kaiserin von Österreich und Königin von Ungarn. Insgesamt viermal zog es die im Jahre 1837 in München als Elisabeth Amalie Eugenie von Wittelsbach geborene Monarchin zu Kuraufenthalten nach Meran. Gleich zweimal bezog Sissi dabei mit ihrem gut 100-köpfigen Hofstaat die eigens für sie prunkvoll hergerichteten Räumlichkeiten im Schloss Trauttmansdorff. Heute würde die Kaiserin wohl weder das Schloss noch dessen Umland wiedererkennen, auch wenn hier die Erinnerungen an ihre Besuche auf mannigfaltige Art und Weise bis heute aufrechterhalten werden. Im umgebauten Schloss befindet sich mit dem Touriseum das Südtiroler Landesmuseum für Tourismus, während sich direkt an den Prachtbau die grandiosen Gärten von Schloss Trauttmansdorff mit ihrem ungeahnten Pflanzenvielfalt anschmiegen. Das Touriseum erzählt die Geschichte dieses Teils von Südtirol und spart dabei natürlich auch den Blick auf die berühmteste Bewohnerin des Schlosses nicht aus: Am 16. Oktober 1870 bezog Sissi hier gemeinsam mit ihrer damals zweijährigen, kränkelnden Tochter Marie Valerie Quartier.
Textauszug: Nicht von ungefähr gilt Marrakesch als ein Stück Bilderbuch-Marokko. Rote Bauten soweit das Auge reicht; dazwischen hoch aufragende Palmen und am Horizont die schneebedeckten Gipfel des Atlas-Gebirges. Moscheen, Minarette, Paläste, aber auch Wohn- und Geschäftshäuser sowie Mauern sind allesamt in einheitlichen Rot-Tönen gehalten und verliehen der uralten Königsstadt den Beinamen „Rote Stadt“. Einen Kontrast zur stimmigen Einheitsfarbe bildet der als „blaue Oase“ bezeichnete Jardin Majorelle. Der Traumgarten im Stadtteil Guéliz wird vom satten Grün der Pflanzen, aber auch von grellen Blau- und Gelbtönen dominiert. Namensgeber Jacques Majorelle (1886-1962) erwarb im Jahre 1923 den Grund und Boden, der heute den Garten bedeckt. Der französische Maler, der sich auch als Sammler exotischer Pflanzen aus aller Welt einen Namen machte, ließ das Brachland in einer Prachtgarten umgestalten.
Textauszug: Das Paradies war bekanntlich ein Garten. Einen eben solchen, noch dazu einen, der der Vorstellung vom Paradies sehr nahe kommen soll, schuf Universalkünstler André Heller im Süden von Marokko, genauer vor den Toren des Dörfchens Douar Sbiti im Ourikatal am Fuße des mächtigen Atlas-Gebirges. Anders als das biblische Paradies ist „Anima“, wie die knapp vier Hektar große Gartenlandschaft heißt, nicht göttlichen Ursprungs, sondern für viel Geld mit einer riesigen Muskelhypothek entstanden. Fast fünf Jahre gingen ins Land, ehe aus dem verödeten, vertrockneten Areal einer ehemaligen Rosenfarm ein Meer aus Blüten und Blättern entstand, in dem sich unter dem Dach von Bäumen und Sträucher zahlreiche Kunstwerke ducken.