Textauszug: Wie Dudelsack und Kilt, wie Schafe und das Hochland, wie Haggis und Lachs wird feinster Whisky unzertrennbar mit Schottland in Verbindung gebracht. Und die Bedingungen für Herstellung des goldgelben Exportschlagers sind im Norden Großbritanniens optimal. Extrem weiches Wasser und große Vorräte an Torf ließen insbesondere die Highlands schon im 15. Jahrhundert zum Standort für unzählige Destillerien werden. Noch heute zählt Schottland rund einhundert Brennereien, von den nahezu die Hälfte in Speyside zu finden ist. Die Region in den Grampian Highlands erhielt ihren Namen nach dem für seine reichhaltigen Lachsbestände bekannten Fluss Spey. In den engen, abgeschiedenen Tälern entlang des Ufers brannten die Hochlandbewohner in zurückliegenden Jahrhundert schwarz ihren Whisky – immer auf der Hut vor dem Auge des Gesetzes.
Textlänge: circa 9.100 Zeichen
Bildauswahl lieferbar
Infos anfordern, Text oder Bilder bestellen
Textauszug: Er galt als Lebemann mit einer Schwäche für Alkohol und Frauen, aber auch als genialer Dichter und Komponist. Noch heute wird er als literarischer Nationalheld verehrt und als Wegbereiter der Romantik vergöttert. Die Rede ist von Robert Burns, dem Dichter der schottischen Seele, der schon zu Lebzeiten als „Bauer mit den himmlischen Eingebungen“ bezeichnet wurde und als Poet der einfachen Leute Unsterblichkeit erlangte. Sein kurzer, von vielen Nackenschlägen geprägter Lebensweg führte im Zickzack durch die Grafschaft Ayrshire und den Norden von Dumfriesshire, von einem ertragsarmen Bauernhof zum nächsten – immer begleitet von Trunksucht und Liebschaften und dominiert von einer Armut, die ihn und seine Familie phasenweise an den Rande der Existenz drängte. Und so hatte der begnadete Dichter trotz seiner überlieferten Heiterkeit Zeit seines Lebens nicht immer viel zu lachen.
Textauszug: Lowlands, Highlands und Islands gehören zu Schottland wie Whisky, Schafe, Haggis und natürlich Castle. Und mal ehrlich, wer träumt nicht davon, eine Nacht wie die Fürsten dieser Welt in einem Schloss oder einer altehrwürdigen Burg zu verbringen. Doch dies muß kein frommer Wunsch bleiben, denn in der schottischen Grafschaft Sutherland erhebt sich unweit des beschaulichen Dörfchens Culrain ein modernes Bilderbuchschloss, das heuer in eine beliebte Jugendherberge umgewandelt wurde.
Textauszug: Der Name ist Musik in den Ohren aller Golfliebhaber. Gleneagles steht gleichermaßen für ein mondänes Fünf-Sterne-Hotel von auffälliger Eleganz als auch für anspruchsvolle Golfplätze in einer atemberaubenden Landschaft – ein Aushängeschild britischer Gastlichkeit umgeben von den wohl schönsten schottischen Inlandsplätzen.
Textauszug: Mit flatterndem schwarzen Umhang beschwört Robin den Ampelgeist. Die Lichtzeichenanlage springt auf Grün um und das knapp zweistündige Abenteuer beginnt. Doch der mehr humoristische Auftakt wird schnell verdrängt. Auf den Spuren blutrünstiger Verbrechen wandelt sich das gemütliche Gesicht der Altstadt. Der Besuch von Orten des Diebstahls, des Mordes, der Folter, der Hexenverbrennung und des Leichenklaus lassen das Lächeln gefrieren. Gänsehaut und Schaudern begleiten die Zeitreise in die mysteriöse Vergangenheit Edinburghs. Von dem Charme und der Atmosphäre, die der schottischen Hauptstadt den Beinamen „Athen des Nordens“ einbrachte, ist plötzlich nichts mehr zu spüren.
Textauszug: Um kaum ein anderes Wesen ranken sich wohl mehr Geschichten und Mythen als um das sagenumwobene Monster am Loch Ness im schottischen Hochland. Über Nessies Aussehen streiten sich die Geister ebenso wie über dessen Existenz, auch wenn das „Loch Ness Exhibition Centre“ im Touristenzentrum Drumnadrochit in einem künstlichen Teich direkt am Ufer des rund 38 Kilometer langen und bis zu 300 Meter tiefen Sees ein lebensgroßes Modell des geliebten Ungeheuers zeigt.
Textauszug: Ebenso melodische wie eindringliche Dudelsackklänge erfüllen das weite Rund des Princess Royal and Duke of Fife Memorial Parks inmitten der pittoresken Hügellandschaft von Deeside. Muskelbepackte Männer in farbenfrohen Kilts, Trägerhemden mit Schriftzug des Sponsors und Schuhen mit Spikes wirbeln wenige Meter von einander entfernt unförmige Steine und riesige Baumstämme durch die Luft, während direkt daneben zumeist junge Mädchen mit filigranen Bewegungen traditionelle Tänze aufführen. Und beim „tug of war“, dem Tauziehen, stemmen sich zwei konkurrierende Teams mit aller Kraft in den kurz geschorenen Rasen und ziehen tiefe Furchen in das satte Grün. Mit markerschütternden Schreien versuchen die Muskelprotze die Steine und Baumstämme zu neuen Rekordweiten zu treiben – und dies vor den Augen der königlichen Familie.
Textauszug: Für die einen ist es eine der spektakulärsten Wasserstraßen der Welt, für die anderen eine architektonische Meisterleistung und ein Wunder der Technik. Begeh- und schiffbar, noch dazu gewürzt mit einer gehörigen Portion Nervenkitzel und ebenso Schwindel erregenden wie faszinierenden Blicken. Die Rede ist vom Pontcysyllte Aquädukt im Norden von Wales. Die ungewöhnliche Trogbrücke spannt sich mit einer Länge von 307 Meter zwischen den Gemeinden Trevor und Froncysyllte in der Grafschaft Wrexham über das Tal des River Dee.
Textauszug: Augenfälliger können die Gegensätze nicht sein. Wenige hundert Meter Luftlinie und fast 2000 Jahre Geschichte trennen zwei der markantesten Blickfänge in Cardiff. Gleichzeitig spiegeln die beiden Prachtbauten ebenso wie die beeindruckende Cardiff Bay den Wandel der walisischen Kapitale von einem der größten Kohleumschlagplätze der Welt zu einer pulsierenden und aufstreben Hauptstadt wieder.
Textauszug: „If you get stuck, loose fat. Its the only way forward.“ Steward Ingram zeigt urbritischen Humor. Doch die Botschaft ist eindeutig: Wer stecken bleibt, muss schlichtweg abspecken, um irgendwie weiter voran zu kommen. Und den sechs Wagemutigen in ihren Schutzanzügen und dem Helm auf dem Kopf steht nicht von ungefähr der Schweiß auf der Stirn. Vor uns liegt die „Letter Box“, der Briefkasten, die größtes Herausforderung während der abenteuerlichen Höhlenerkundung in Südwales. Der Spalt in dem unterirdischen Labyrinth macht seinem Namen alle Ehre, ist an der engsten Stelle kaum mehr als 20 Zentimeter hoch. Das entspricht der Länge vom gespreizten Daumen bis zum Ende des ausgestreckten kleinen Fingers. Keine Frage, die Porth-Y-Ogof-Höhle am Rande des malerischen Brecon Beacon National Parks lässt keinen Raum für Platzangst.
Textauszug: Die Reaktionen reichen von Kopfschütteln bis hin zu totaler Begeisterung, von Stirnrunzeln bis hin zu grenzenloser Faszination. Dort, wo sanfte Hügel, ausgedehnte Moorlandschaften mit blühendem Heidekraut und friedlich grasende Schafe eine malerische Idylle bilden, wird alljährlich im wahrsten Sinne des Wortes Dreck aufgewirbelt – und dies um die Wette. Die Weltmeisterschaften im Moorschnorcheln, die World Bog Snorkelling Championships, im walisischen Llanwrtyd Wells sind nicht nur ein Exot unter den wohl verrücktesten Sportarten der Welt, sondern auch ein schleimig-ekeliger Hingucker.