Textauszug: Wenn die Sonne hinter Peel Castle langsam im Meer versinkt und die Bucht an der Irischen See in violettes Abendlicht taucht, beginnt in der kleinen Hafenstadt ein Ritual, das tief in der Geschichte der Isle of Man verwurzelt ist: Oie Voaldyn, das Fest zum Maivorabend, markiert den Übergang in die warme Jahreszeit und hat sich in binnen weniger Jahre zu einem kulturellen Höhepunkt entwickelt. Oie Voaldyn wurzelt tief in der keltischen Vergangenheit der Insel. Lange bevor moderne Straßen, Häfen und Häuser die Landschaft prägten, lebten die Menschen hier im Rhythmus der Jahreszeiten, abhängig von Wetter, Ernte und dem Wohlwollen der Natur.
Thema: Feuerspektakel auf der Isle of Man
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Textauszug: Über der Bucht von Douglas auf der Isle of Man liegt ein feiner, fast metallischer Schimmer, der das Wasser wie eine gespannte Fläche aus Glas wirken lässt. Die Promenade zieht sich in einem eleganten Bogen entlang der Küste, flankiert von viktorianischen Fassaden, die im ersten Licht des Tages eine zurückhaltende Eleganz entfalten. Aus dem Hafen dringen gedämpfte Geräusche herüber, das Klacken von Metall, das tiefe Brummen der Maschinen, das gleichmäßige Schlagen der Wellen gegen die Kaimauern. Im Herzen von Douglas erhebt sich das Tynwald-Parlament, eine Institution, deren Wurzeln bis ins 10. Jahrhundert zurückreichen.
Textauszug: Die Isle of Man wirkt auf den ersten Blick wie ein Ort, an dem die Zeit gemächlich fließt. Doch wer die Insel-Kapitale Douglas betritt, spürt sofort, dass hier ein anderes Tempo herrscht – eines, das von Dampf, Elektrizität und Hufschlag bestimmt wird. Die historischen Bahnen der Insel in der Irischen See bilden eines der markantesten technischen Erkennungsmerkmale der Hauptstadt. Sie sind nicht museal konserviert, sondern integraler Bestandteil des öffentlichen Verkehrs, ein europaweit nahezu einzigartiger Zustand. Jede Linie erzählt ein eigenes Kapitel der Inselgeschichte, und gemeinsam formen sie ein lebendiges Archiv der Verkehrstechnik des 19. und frühen 20. Jahrhunderts.
Textauszug:
Textauszug: Einen ganz anderen Charakter weist Cregneash im Südwesten der Insel auf. Das Museumsdorf bereitet anschaulich das oftmals entbehrungsreiche Leben der Farmer im 19. Jahrhundert auf. Das besondere an dem Museumsdorf ist, dass einige Häuser noch heute bewohnt sind und in dem Freilichtmuseum noch immer nach alter Handwerkstradition geschmiedet und Wolle gesponnen wird. Hier leben auch die seltenen Manx Loaghtan Schafe, die vier, teilweise sechs Hörner haben. Nur einen Steinwurf vom ältesten Dorf der Insel entfernt liegt mit dem Calf Sound der wohl spektakulärste Küstenabschnitt auf Man. An dem von tosenden Wellen umspülten südlichsten Zipfel der Insel tummeln sich nahezu ganzjährig graue Seehunde.
Textauszug: Überall auf der Isle of Man scheint es nur ein Thema zu geben: Peggy hier, Peggy da! Überall, wo man geht und steht, die gleichen Ratschläge: „Verpassen Sie bloß nicht Peggy! Wenn Sie in Castletown sind, müssen sie unbedingt Peggy besuchen.“ Wer diese Peggy ist, will aber irgendwie niemand verraten. Nur dass sie im Nautical Museum zu finden ist. Damit scheidet wohl aus, dass es sich bei Peggy um ein Restaurant oder eine In-Kneipe in der einstigen Hauptstadt handelt. Vielleicht ist Peggy auch ein Seehund, der sich im Freiluftbecken des Museums tummelt. Die Peggy-Hysterie zeigt auf jeden Fall Wirkung.
Textauszug: Die Isle of Man ist die Insel der zwei Gesichter. Sie ist eine Oase der Ruhe inmitten der bisweilen stürmischen Irischen See. Sie ist dünn besiedelt und verfügt über eine Reihe bemerkenswerter Naturschauspiele sowie einer beeindruckenden landschaftlichen Vielfalt. Das andere Gesicht, ein ungleich lauteres, zeigt sich immer dann, wenn sich die gecheckte Fahne für den Start der Tourist Trophy senkt. Die wohl berühmteste Motorsportveranstaltung der Welt lockt jährlich mehr als 40.000 Besucher auf die Insel, auf der dann für 14 Tage eine Art Ausnahmezustand herrscht. Besonders am Mad Sunday, dem traditionellen Höhepunkt des Rennspektakels, wird die Kapitale Douglas zur Partymeile für Motorsportfreaks aus aller Herren Länder. Gummiabrieb auf den Straßen, qualmende Auspuffrohre und ausgelassne Feierstimmung begleiten die Motorradrennen.